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Taubenschwänzchen

0Antworten172Aufrufevon Redaktion · 19. Januar 2017letzter Beitrag vor 10 Jahren
  1. Redaktion1’197 Beiträge19. Januar 2017
    Möchtegernkolibri mit Schuppenflügeln


    [COLOR= rgb(0, 0, 0)]Das Taubenschwänzchen ist ein aussergewöhnlicher Schmetterling. Viele halten es für einen Kolibri, jedes Jahr wandert es von neuem aus Südeuropa ein. Und obwohl es ein Nachtfalter ist, fliegt es lieber bei Tageslicht. «Lange Jahre dachte ich, bei diesem Tier handelt es sich um entflogene Kolibris», schreibt eine Frau in einem Internetforum für Schmetterlingsliebhaber. Erst jetzt sei sie darauf gekommen, dass es sich dabei nicht um einen Vogel, sondern um einen Schmetterling handle: das Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum).[/COLOR]


    Rüttelflug vor Blüten


    [COLOR= rgb(0, 0, 0)]Seine Ähnlichkeit mit den tropischen Kolibris ist verblüffend. Wie diese schillernden Vögel stehen die Taubenschwänzchen im brummenden Schwirrflug vor einer Blüte und saugen mit ihrem langen Rüssel Nektar. Dabei sind sie wenig scheu und besuchen häufig Lavendelblüten im Hausgarten. Selbst Balkongeranien oder Petunien verschmähen sie nicht. Dieses Bild ist denn auch den meisten Leuten vertraut. Bei den rasanten Flugmanövern sind am Hinterleib jeweils schwarz-weisse Flecken zu erkennen, die dieses Insekt unverkennbar machen. Und noch etwas ist an ihm besonders: Obwohl das Taubenschwänzchen ein Nachtfalter ist, fliegt es bei Tageslicht. Damit ist es innerhalb seiner Verwandtschaft, den Schwärmern, eine Ausnahme. Nur die Raupe hält sich an die verwandtschaftliche Vorgabe. Sie frisst lieber im Schutz der Dunkelheit.[/COLOR]


    Vom Saisonnier zum Dauergast


    [COLOR= rgb(0, 0, 0)]«Das Taubenschwänzchen ist ein Saisonnier. Jedes Jahr wandern die Vielflieger ab Juni von Südeuropa her in die Schweiz ein,» sagt Pro Natura Artenschutzspezialist Urs Tester. Im Juli legen die Weibchen gegen 200 Eier an verschiedene Arten von Labkräutern ab. Der Nachwuchs durchläuft in unseren Breiten alle Stadien vom Ei bis zum Schmetterling. Der Nachwuchs ist schliesslich noch weit in den Herbst hinein zu sehen. Diesen Sommer sind die eigenartigen Schmetterlinge besonders häufig zu sehen. Sie haben von der trockenen Witterung profitiert. Immer häufiger versuchen die Taubenschwänzchen auch hierzulande zu überwintern. Dies scheint ihnen dank milder werdenden Wintern zunehmend zu gelingen.[/COLOR]

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