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Hypothek berechnen

Oben rechnest du, ob deine Bank mitmacht. Darunter rechnest du, was die Finanzierung kosten kann.

Was deine Bank rechnet

Orientierung, keine Finanzberatung. Jede Bank rechnet mit ihren eigenen Regeln.

Nach den üblichen Regeln geht das.

HypothekCHF 800’000
Belehnung80,0 %üblich höchstens 80 %
Tragbarkeit32,7 %höchstens ein Drittel
kalk. Kosten im JahrCHF 58’889mit 5 % kalkulatorischem Zins

Hypothekenvergleich

in Partnerschaft mit HYPOTHEKE.ch

Der obere Rechner ist unserer: Er prüft, ob eine Bank die Finanzierung nach den üblichen Schweizer Regeln überhaupt mitträgt — Tragbarkeit, Belehnung, harte Eigenmittel. Der Rechner darunter kommt von HYPOTHEKE.ch und zeigt dir, welche Finanzierungen zu deinen Angaben passen. Wenn du dort eine Anfrage startest, läuft sie direkt bei HYPOTHEKE.ch — deine Angaben aus diesem Rahmen kommen nicht zu uns, und wir geben nichts weiter. Verbindlich ist am Ende nur, was dir eine Bank schriftlich zusagt.

Rechner und Angebote: HYPOTHEKE.ch

Die drei Regeln, an denen es scheitert

Tragbarkeit

Die kalkulatorischen Kosten sollen einen Drittel deines Bruttoeinkommens nicht übersteigen. Gerechnet wird nicht mit dem heutigen Zins, sondern mit 5 Prozent, dazu rund 1 Prozent des Werts für Unterhalt und Nebenkosten und die Amortisation. Genau deshalb scheitern Käufe, die «rechnerisch günstig» aussehen: Beim heutigen Referenzsatz kostet eine Million fast nichts, die Bank rechnet trotzdem mit 50'000 Franken im Jahr.

Der kalkulatorische Satz und die Drittelsgrenze sind verbreitete Bankpraxis, keine Vorschrift. Die FINMA nennt in der Aufsichtsmitteilung 02/2025 als Beispiel 33 Prozent des Brutto- oder 38 Prozent des Nettoeinkommens bei 5 Prozent kalkulatorischem Zins und stellt klar, dass diese Kriterien nicht abschliessend sind. Einzelne Banken rechnen mit 35 Prozent des Nettoeinkommens.

Belehnung und Eigenmittel

Finanziert wird in der Regel höchstens 80 Prozent des Belehnungswerts. Mindestens 10 Prozent davon müssen aus Mitteln kommen, die nicht aus der 2. Säule stammen. Ersparnisse, Guthaben der Säule 3a, Erbvorbezug und Schenkung zählen dazu; ein Vorbezug oder eine Verpfändung aus der Pensionskasse nicht.

Der Mindestanteil von 10 Prozent ist verbindlicher Mindeststandard (SBVg-Mindestanforderungen vom 13. Dezember 2023, in Kraft seit 1. Januar 2025). Die 80 Prozent stehen in keiner Vorschrift, sie sind Praxis und eine Stufe in den Risikogewichten der Eigenmittelverordnung. Bezugsgrösse ist stets der Belehnungswert: bei einem Kauf der tiefere Wert von Marktwert und Kaufpreis (Niederstwertprinzip, ERV Art. 72b Abs. 7). Schätzt die Bank tiefer als der Kaufpreis, kommt die Differenz vollständig aus deinen eigenen Mitteln.

Amortisation

Was über zwei Drittel des Belehnungswerts hinausgeht, heisst zweite Hypothek und muss zurückgezahlt werden: linear, innert höchstens 15 Jahren, in der Bankpraxis zusätzlich bis zur Pensionierung, wenn die früher kommt. Wer mit 58 kauft, hat also sieben Jahre und nicht fünfzehn, und die Tragbarkeit fällt entsprechend schwerer.

Die 15 Jahre und die lineare Rückzahlung sind verbindlicher Mindeststandard (SBVg-Mindestanforderungen Ziff. 2.2; verkürzt von 20 auf 15 Jahre per 1. September 2014). Dass die Frist mit der Pensionierung endet, ist Bankpraxis. Indirekt amortisieren über die Säule 3a ist zulässig; die Belastung bleibt dieselbe, die steuerliche Wirkung nicht.

Die Fragen vor dem Bankgespräch

Wie viel Hypothek bekomme ich bei meinem Einkommen?

Die Bank rechnet nicht mit dem heutigen Zins, sondern mit einem kalkulatorischen Satz von 5 Prozent, dazu rund 1 Prozent des Werts für Unterhalt und Nebenkosten und die Amortisation. Diese kalkulatorischen Kosten dürfen etwa einen Drittel deines Bruttoeinkommens ausmachen. Bei 150'000 Franken Einkommen liegt die Grenze der Kosten also bei rund 50'000 Franken im Jahr.

Wie viel Eigenkapital brauche ich?

Mindestens 20 Prozent des Belehnungswerts, davon mindestens 10 Prozent aus Mitteln, die nicht aus der Pensionskasse stammen: Ersparnisse, Säule 3a, Erbvorbezug oder Schenkung. Schätzt die Bank die Liegenschaft tiefer als den Kaufpreis, musst du die Differenz zusätzlich selbst bringen.

Was ist die zweite Hypothek und wann muss ich sie zurückzahlen?

Alles über zwei Dritteln des Belehnungswerts ist die zweite Hypothek. Sie wird linear innert höchstens 15 Jahren zurückgezahlt, in der Bankpraxis spätestens bis zur Pensionierung. Wer mit 58 kauft, hat also sieben Jahre Zeit, nicht fünfzehn.

Fest oder SARON?

Die Festhypothek gibt dir Planbarkeit über die Laufzeit, die SARON-Hypothek folgt dem Geldmarkt und ist historisch meist günstiger, aber schwankend. Viele teilen die Hypothek in Tranchen mit unterschiedlichen Laufzeiten. Was zu dir passt, hängt von deinem Puffer im Budget ab, nicht vom Zins des Tages.

Kann ich den Vergleich hier verbindlich abschliessen?

Der Vergleich stammt von HYPOTHEKE.ch. Wenn du dort eine Anfrage startest, läuft sie direkt bei HYPOTHEKE.ch und den angeschlossenen Anbietern; deine Angaben kommen nicht zu uns. Verbindlich ist immer nur, was dir ein Anbieter schriftlich zusagt.

Weiter

  • Tragbarkeit: die Rechnung der BankKalkulatorischer Zins, Nebenkosten, Amortisation, Schritt für Schritt vorgerechnet, mit den Fundstellen bei SBVg und FINMA.
  • Eigenkapital: was zählt und was nichtWelche Mittel als harte Eigenmittel gelten, was die 2. Säule kostet und warum die Bankschätzung alles verschieben kann.
  • Fest oder SARON?Die Frage, die kein Rechner für dich beantwortet: welche Überlegungen dazugehören.
  • Die zweite Hypothek abzahlenDirekt oder indirekt, welche Fristen gelten und was mit der Pensionierung passiert.
  • Förderbeiträge findenProgramme von Bund, Kanton, Gemeinde und Energieversorger. Wer saniert, senkt den Betrag, den die Hypothek tragen muss.
  • Vor dem Verkauf: Wert-CheckWelche Massnahme du vor einem Verkauf noch machst und welche du offenlegst und einpreist, mit Förderbeitrag, Steuerregel und Fundstelle. Ohne Marktwert und ohne Frankenprognose.
  • Lage-Check: die Gemeinde prüfenSteuern, Bodenpreise, Schulen und Baugesuche für alle 2'110 Gemeinden, bevor du dich auf ein Objekt festlegst.
  • Im Forum fragenÜber zwanzig Jahre Erfahrung von Bauherren und Eigentümern. Was eine Bank wirklich verlangt hat, steht selten in einem Merkblatt.

Noch einmal, weil es zählt: Diese Seite ist ein Orientierungswerkzeug und keine Anlage- oder Finanzberatung. Die Rechnung bildet verbreitete Regeln ab, nicht die Regeln deiner Bank. Sie berücksichtigt weder deine Steuersituation noch die Kaufnebenkosten, noch die Bewertung der konkreten Liegenschaft. Verbindlich ist allein, was dir eine Bank schriftlich zusagt.