Regenwasser für WC-Spülung und Waschmaschine
Umfrage
Eine Regenwasser-Anlage würde ich...
- ... für die WC-Spülung verwenden9 Stimmen · 5 %
- ... für die Waschmaschine verwenden115 Stimmen · 69 %
- ... für die Gartenbewässerung verwenden84 Stimmen · 50 %
- ... nie im Leben investieren133 Stimmen · 80 %
- ... wäre mir bis 5'000.- Wert16 Stimmen · 10 %
- ... wäre mir bis 10'000.- Wert57 Stimmen · 34 %
- ... wäre mir bis 15'000.- Wert37 Stimmen · 22 %
- ... wäre mir bis 20'000.- Wert15 Stimmen · 9 %
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- fred1564 Beiträge8. Dezember 2011
Der Installationsaufwand lohnt sich nicht, weil mit Wasser zur Hauptsache Abwasser bezahlt werden muss...
kommt auf die Gemeinde an. bei uns wurde weder frisch- noch abwasser belastet (also auch wc-spülung). mit dieser einsparung haben sich die tanks zu 3/4 amortisiert.
- Fema161 Beiträge15. Dezember 2011Der Preis fürs Abwasser wird anhand der Menge des bezogenen Frischwassers (Wasseruhr) berechnet. Die Wasserbezugsmenge wird als gleichgross angenommen wie die Abwassermenge. Wenn Du den Garten bewässerst und das Wasser versickert im Boden, musst Du dafür genauso Abwassergebühr bezahlen. Umgekehrt ists beim Regenwasser aus dem Tank: Wenn Du damit das WC spülst, fällt logischerweise auch Abwasser an, das kann aber die Gemeinde Dir nicht verrechnen. Wonach auch?
Ueberlegenswert wäre, statt den alten Heizoeltank als Wasserspeicher zu benützen, den Tank ganz zu entfernen und den Tankraum als Werkstatt, zusätzlichen Kellerraum, Bastelraum oder Technikraum zu verwenden. Meines Erachtens kann jeder Raum im Haus für besseres verwendet werden, statt "nur" fürs Wasser lagern.
Gruss
Fema
- einstein015. Dezember 2011Ganz einfach Fema
Mit der Abwasseruhr!
Je nach Gemeinde kann diese Installation noch zusätzlich ganz schön ins Geld gehen. Aber man könnte es auch einfach mal versuchen auf gut Glück -wie die Griechen;-)
- Fema161 Beiträge16. Dezember 2011Gib's denn das, eine Abwasseruhr? Noch nie gehört, und bei bestehenden Gebäuden wohl schwer zu installieren..
- emil172’299 Beiträge16. Dezember 2011
Gib's denn das, eine Abwasseruhr?
Da wird in jedem Klo eine elektronische Lichtschranke montiert, welche die fallenden Kegel zählt, und das wird mit einem (natürlich für jeden Kanton verschiedenen) Abwasserkoeffizienten multipliziert, der auch die Abwasch- und Duschgewohnheiten berücksichtigt.
Nein, man rechnet entweder mit pauschalen Preisen pro Person wie bei uns (wir haben private Trinkwasserversorgung ohne Wasserzähler, aber sind an der kommunalen Kläranlage angeschlossen) oder pro Wohnfläche. Man kann sich darüber streiten, was gerecht als Erhebungsgrundlage ist, aber einmal ist es im Interesse jedes Einwohners, dass es funktionierende Kläranlagen gibt, und man könnte den Erhebungsaufwand ins Unendliche steigern, ohne wirklich genauer zu werden. Wenn also pro 1000 angeschlossene Einwohner 180 Kubikmeter Abwasser pro Tag im Jahresmittel anfallen, dann ist eine Abwassermenge von 180 Litern pro Person und Tag als Verrechnungsgrundlage vernünftig.
- Fred752 Beiträge17. Dezember 2011Messvorrichtungen fuer Abwasser sind einfache Vorrichtungen.
Das Wasser fliesst in einen Eimer, welcher, wenn er voll ist, kippt. Die Kippvorgaenge werden gezaehlt.
Tingueli hat diese Technik auch in Brunnen eingebaut.
Gruss,Fred
- Feminato207 Beiträge17. Dezember 2011Hallo
Meist wird die Abwassermenge wie folgt bestimmt:
. Frischwassermenge (Wasseruhr) + Grauwassermenge (von Regenspeicher; auch über Wasseruhr)
Die Frischwassermenge nur über die gewöhnliche Wasseruhr
Wobei die Gartenbewässerung direkt geschieht (nicht über eine Wasseruhr).
Meist kommt die Grundgebühr für eine 2. Wasseruhr neben der Mengengebühr zu den Kosten.
Gruss
Feminato
- chrimel238 Beiträge4. Januar 2012Eingentlich müssten solche Anlagen, welche sich erst nach über 200 Jahren amortisiert haben (wäre in unserem Fall so gewesen...), von der Gebührenpflicht befreit werden. Leider wird alles was der Umwelt zugute kommt, nicht oder nur zögerlich unterstützt. Aber das ist ein anderes Thema... - und nein, ich bin nicht grün!
- moralapostel54 Beiträge26. April 2012Ich habe auch nie was nachteiliges gehört. Wasser wieder zu verwerten scheint mir immer Sinnvoll.
- Orchard36 Beiträge25. September 2012Hallo
Wir haben unseren Graf Regenwassertank letztes Jahr in Deutschland gekauft und beim Hausbau gleich "mitverbudelt". Hat nicht mehr viel gekostet, da die Firma Götz + Moritz in Säckingen im Herbst immer Rabatttage mit 20% hat. Jetzt nach dem Hausbau hat sich das Bewässern des Rasens wirklich gelohnt, zudem planen wir die WC's sowie die Waschmaschine anzuschliessen (wurde vorbereitet).
Wünsche allen viel Spass beim sparen /emoticons/default_smile.png
- xtina11 Beiträge25. September 2012Ich hätte da auch eine Frage, wenn ich darf... Unser Architekt hat gemeint, dass wir, wenn wir das Regenwasser auch im Haus (es wird ein Dreifamilienhaus) nutzen möchten, doppelte Wasserleitungen installieren müssten. Was den Bau insgesamt auch teurer mache. Stimmt das? Weiss jemand die Preisdifferenz? Wir werden uns auf jeden Fall einen Regenwassersammler anschaffen. Im Moment "leider" nur für den Garten...
- Pfälzer9’908 Beiträge25. September 2012
Unser Architekt hat gemeint, dass wir, wenn wir das Regenwasser auch im Haus (es wird ein Dreifamilienhaus) nutzen möchten, doppelte Wasserleitungen installieren müssten. Was den Bau insgesamt auch teurer mache. ..
Nein, das stimmt so natürlich nicht. Entweder hat er keine Lust dazu, oder keine Ahnung davon.
Die Leitungen müssen nur vom normalen Wassernetz getrennt sein.. sie werden dann eben nur aus der Zisterne bedient..aber die Leitungsanzahl bleibt selbstverständlich die gleiche.. Was hinzu kommt, ist 1 einzige Leitung zum nachspeisen der Zisterne mit Frischwasser (freier Auslauf über/in Trichter damit keine Verbindung zum Wassernetz besteht), falls kein Regen fallen würde...das WC dann aber natürlich immer noch funktionieren muss. Die Nachfüllmenge ist dann aber regelbar und man füllt nur eine geringe Menge nach.
- Fred752 Beiträge26. September 2012
Ich hätte da auch eine Frage, wenn ich darf... Unser Architekt hat gemeint, dass wir, wenn wir das Regenwasser auch im Haus (es wird ein Dreifamilienhaus) nutzen möchten, doppelte Wasserleitungen installieren müssten. Was den Bau insgesamt auch teurer mache. Stimmt das? Weiss jemand die Preisdifferenz? Wir werden uns auf jeden Fall einen Regenwassersammler anschaffen. Im Moment "leider" nur für den Garten...
Im Moment leider nur für den Garten.....
Wenn Du später die Klosetts mit Regenwasser spülen möchtest, musst Du das jetzt berücksichtigen.
Ich vermute, in einem Dreifamilienhaus hast Du bei der Kaltwasserinstallation eine Steigleitung und in den Wohnungen je einen Verteiler vor den Anschlussleitungen.
Möchtest Du später die Klosetts mit Regenwasser spülen, musst Du schon jetzt eine separate Steigleitung für alle Klosetts hochziehen.
Möchtest Du später ev. Dusch-WC o.ä. montieren, musst Du auch eine Trinkwasserleitung zu den Klosetts führen, die aber bei Nichtgebrauch noch nicht an den Verteiler angeschlossen darf oder als geschlaufte Leitung installiert werden muss.
So wahnsinnig aufwendig ist das alles nicht, wenn mans im Neubau macht.
Gruss, Fred
- xtina11 Beiträge26. September 2012Vielen herzlichen Dank für eure Antworten Fred und Pfälzer.
Wenn das so ist, werden wir das Gespräch mit unserem Architekten dahingehend noch einmal aufnehmen. Vielleicht könnt ihr weiterhelfen: Wir haben eine Hanglage. Wo müssten wir die Zisterne (empfohlen wurde uns die Betonzisterne) am besten unterbringen? Wie bringen wir denn genügend Wasserdruck hin, damit wir alle Wohnungen ans Regenwasser anschliessen könnten? Auf dem Dach können wir uns das nicht vorstellen.
Liebe Grüsse
xtina
- Pfälzer9’908 Beiträge26. September 2012Hallo xtina
Ob Betonzisterne oder eine aus Kunststoff, hängt etwas von dem Volumen ab, das benötigt würde. Man kann natürlich auch leicht, und immer noch günstig, 2 Kunststoffzisternen einbauen, womit sich das Volumen dann auf 10 oder 12.000 Liter vergrössert.
Diese haben auch meist einen eingebauten Edelstahlfilter inkl., das schmutzige Wasser geht direkt weiter, das gefilterte geht in die Zisterne. Es braucht dann auch nicht den in der CH so beliebten Schlammsammler (extra Betonschacht vor dem Zisterneneinlauf).
Diese gibt es auch in "befahrbarer" Ausführung...also auch für Hofflächen oder Einfahrten geeignet.
Den Platz dafür bestimmt man eigentlich mehr über die möglichen Wassereinläufe. Wenn alle Dachfläche, auch bei geneigten Dächern, angeschlossen werden sollen, so muss die Zisterne dann eben am tiefsten Punkt eingebaut werden. Letztlich muss ja mit Gefälle von allen Dachwasserabläufen bis zur Zisterne gefahren werden.
Die Pumpe dazu muss entsprechend in der Grösse/Stärke gewählt werden, dann befördert die das Wasser auch in die oberen Wohnungen. Also auch dies eigentlich kein Problem. Aber weder Fred noch ich kennen letztlich die Hausplanung..also lasse Dich passend vor Ort beraten und hole mehrere Offerten ein.
- lebkuchen6 Beiträge28. September 2012dass man den regenwasser auch für den Haushalt gebraucht.. höre ich zum ersten mal..
- xtina11 Beiträge28. September 2012Lieber Fred und Pfälzer
Vielen Dank für die wertvollen Hinweise. Mit euren Infos, können wir das Thema Regenwassernutzung wieder diskutieren /emoticons/default_smile.png)
Liebe Grüsse
xtina
- Fred752 Beiträge28. September 2012
dass man den regenwasser auch für den Haushalt gebraucht.. höre ich zum ersten mal..
Im Haushalt fuer die Klosettspuelung. Und fuer die Waschmaschine, mit Vorteil bei einer, die einen separaten Anschluss fuer das Spuelwasser hat, Regenwasser ist auch nicht sooooo toll, wenn mal ein toter Hase in der Dachrinne liegt.
Und zum Backen kann mans nehmen, Lebkuchen zum Beispiel wird fein damit........ mhhh...
Gruss, Fred
- HEUREKA97 Beiträge29. September 2012Da ich dieses Thema im Jahre 2006 lanciert habe und wir uns Haus 2007 bezogen haben, hier ein 5-Jahres Rückblick:
- Wir verwenden das Regenwasser für Gartenbewässerung, Toilettenspülung und Waschmaschine
- Technisch funktioniert alles absolut einwandfrei, kein Unterhalt notwendig
- Der eingebaute Feinfilter muss gelegentlich gegengespült werden (ein Handgriff). Dies vergesse ich oft, trotzdem kein negativer Einfluss
- Tankgrösse 7800 ltr. ist OK, heute würde ich etwas mehr auslegen um einen grösseren Tank zu versenken. Kostet minimal mehr, im Hochsommer reicht bei längeren Schönwetterperioden das Wasser nicht aus (haben allerdings einen relativ grossen Garten zu bewässern)
- Ich habe das Dachwasser nur von der einen Dachhälfte gefasst. Heute würde ich das Wasser von beiden Dachhälften in den Tank leiten, dass bei kleinen Niederschläge der Tank doppelt so schnell gefüllt werden kann.
Fazit: Grösserer Tank, ganze Dachfläche einbeziehen, Regenwassernutzung würde ich auf jeden Fall wieder machen. Mehraufwand in der Installation ist minimal.
Aus diesem Grund habe ich beim Neubau unserer Firma Biketec AG in Huttwil (www.flyer.ch) einen 40'000 ltr. Tank verbaut. Im Gebäude mit über 200 Angestellten und über 20'000 Besuchern im Jahr wird ebenfalls Toilettenspülung und WMA mit Regenwasser betrieben. Optimal!
Herzliche Grüsse
Kurt Schär, Roggwil (BE)
- tosci2’951 Beiträge4. Februar 2013Schön zu sehen, dass auch nach all' den Jahren Kurt noch immer hier unterwegs ist /emoticons/default_smile.png