Regenwasser für WC-Spülung und Waschmaschine
Umfrage
Eine Regenwasser-Anlage würde ich...
- ... für die WC-Spülung verwenden9 Stimmen · 5 %
- ... für die Waschmaschine verwenden115 Stimmen · 69 %
- ... für die Gartenbewässerung verwenden84 Stimmen · 50 %
- ... nie im Leben investieren133 Stimmen · 80 %
- ... wäre mir bis 5'000.- Wert16 Stimmen · 10 %
- ... wäre mir bis 10'000.- Wert57 Stimmen · 34 %
- ... wäre mir bis 15'000.- Wert37 Stimmen · 22 %
- ... wäre mir bis 20'000.- Wert15 Stimmen · 9 %
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- wellingtonia2’316 Beiträge14. April 2009 · bearbeitetHallo ad-arch
Bitte folgende Beiträge lesen und neu urteilen:
http://www.haus-forum.ch/allgemeines/3264-nutzung-von-regenwasser.html#post46273
http://www.haus-forum.ch/elektrisches-technische-geraete/356-wasserenthaerter-entkalkung-3.html#post18380
Unsere Tank's haben gesamthaft 2700 Liter (Fr. 45.-/Stk gekostet) und reichen problemlos für unsere 6-köpfige Familie. Bei einer Trockenperiode von mehr als 3 Wochen müssen wir Brauchwasser nachfüllen (kommt ca. einmal im Jahr vor).
Die Spartaste am Spühlkasten hilft dabei !!
Andy
- Pfälzer9’908 Beiträge14. April 2009 · bearbeitet
Ein ehemaliger Dozent , seines Zeichens baubiologischer Architekt
Hallo ad-arch,
Grund 1 dafür: (Toilettenspühle, Hände waschen, Duschen/Wanne, Garten giessen, trinken, etc.).
Grund 2 dafür: damit dieser Tank immer benutzbar ist und damit eine Brauchwassernutzung ersetzen kann.
sorry, aber ich habe noch keinen vernüftigen Menschen getroffen, der Trinkwasser, oder Wasser zum Händewaschen oder zum duschen....aus der Grauwassernutzung bezieht /emoticons/default_ohmy.png
Wenn Du diese Faktoren ausklammerst, wird der Verbrauch und somit der Vorteil einer Regenwassernutzung, wieder ins rechte Licht gerückt.
Der Tank, bzw. die Regenwassernutzung, wird nie die Brauchwassernutzung "ersetzen" können und wollen... Dies verlangt doch auch keiner von ihr. Es ist doch eindeutig die Schonung von wertvollem, reinen Trinkwasser welcher im Vordergrund steht. Und alle die weiterhin unbedacht dieses hochwertige Gut, eines der wertvollsten Nahrungsmittel, zum wegspülen von einem "Häuf..." nutzen, üben Raubbau daran.
In Deiner Rechnung in Bezug auf "Graue Energie" hast Du die Kosten für die Trinkwasseraufbereitung, deren Lagerung und deren Transport inkl. der Unterhaltskosten dafür vergessen! Diese sind unter Umständen doch erheblich und stehen in keinem Verhältnis zu den Kosten für, auch für die Herstellung, eines Regenwasserbehälters.
Ein Dozent sollte dies eigentlich auch wissen. Bzw. hat er ggf. auch genau deshalb die Planung vorgesehen, sofern ihn nicht der Bauherr erst dazu überreden musste.
Eigentlich sollten dies alle "Wissenden" ihren Bauherren ans Herz legen, findest Du nicht? Wir haben ja auch eine gewisse Verpflichtung denen gegenüber, welche das Wissen nicht haben.
- Feminato207 Beiträge15. April 2009Hallöle
Regenwassernutzung ist ein unglaubliches Thema. Untersuchungen des BAFU haben folgendes ergeben:
. Regenwassernutzung ist (in der CH) nur sinnvoll wenn es nicht versickert werden kann
denn die Kosten für das Pumpen (Unterhalt und Energie) sind wesentlich günstiger und sinnvoll wenn es zentral geschieht
Falls es aber nicht versickert werden kann ist eine Nutzung sinnvoll:
http://www.bafu.admin.ch/publikationen/publikation/00323/index.html?lang=de&downloadshop=NHzLpZig7t,lnp6I0NTU042l2Z6ln1acy4Zn4Z2qZpnO2Yuq2Z6gpJCDdH1,fGym162dpYbUzd,Gpd6emK2Oz9aGodetmqaN19XI2IdvoaCVZ,s-.pdf
- ad-arch15. April 2009Ein wunderschönen guten Morgen miteinander (das Wetter wird mir schon fast unheimlich ^^)
@Super-Moderatoren/Feminato:
Habe mich vermutlich in meinem Text zu sehr gegen die Regenwassernutzung ausgedrückt, obschon ich versucht habe das wiederzugeben, was einer meiner Sippe erlebt hat /emoticons/default_smile.png
Grundsätzlich sehe ich das Trinkwasser auch als "das höchste Gut" an und ich bin davon überzeugt, dass die ganze Welt sich künftig nicht um Öl, sondern um eben das Wasser (und Wohnland) streiten wird (Land, weil es sehr schnell knapp werden wird, falls der Meeresspiegel weiter steigt). Das mit dem Land ist aber ein anderes Thema - sorry.
Finde alle Aufwendungen zum Thema Wasser grundsätzlich lobenswert, teile aber auch ein Stück weit die Feminato-Sicht. Werde sicher nicht vom Regenwassersammeln in irgendeiner Form abraten, wenn jemand sich dafür interessiert und auch das nötige Kleingeld hierfür aufbringen kann.
In jedem Falls finde ich das Sammeln i.o. wenns um die Gartengiesserei geht. Eine Wasserfalle ans Fallrohr des Daches und eine Tonne darunterstellen - ist der kleinste Aufwand, hat aber viel Wirkung.
Vertreten tue ich die Meinung, dass man im alltag generell viel Wasser sparen kann, indem man bewusst damit umgeht: Während dem Zähneputzen, dem Vorwaschen, dem Duschen... etc. lassen sich x Liter sparen, die die meisten noch wirkungslos den Ablauf hinunterlassen.
En Gruess und geniesst den Tag - morgen regnets vieleicht.
- Pfälzer9’908 Beiträge15. April 2009
@Super-Moderatoren/Feminato:
Na dann sind wir uns in diesem Punkt ja einig.
Grundsätzlich sehe ich das Trinkwasser auch als "das höchste Gut" an und ich bin davon überzeugt, dass die ganze Welt sich künftig nicht um Öl, sondern um eben das Wasser (und Wohnland) streiten wird
Werde sicher nicht vom Regenwassersammeln in irgendeiner Form abraten, wenn jemand sich dafür interessiert
dass man im alltag generell viel Wasser sparen kann, indem man bewusst damit umgeht:
Den Link zur BAFU gab es schon zu einem früheren Zeitpunkt. Es mag, wenn man die Entscheidung lediglich an den Kosten fest macht, in gewisser Weise zutreffen, aber diese Rechnung geht, für die Allgemeinheit, so nicht auf.
Man darf auch nicht die Bedürfnisse unserer Kinder und möglichen Enkel vergessen, nur weil wir aktuell einige Tausend Franken sparen wollen um sie anschl. wieder in die Küche zu investieren.
Die Sauberkeit von Regenwasser hängt in erster Linie davon ab, wie gut der Zulauf mit Vor- und Feinfilterung funktioniert, bzw. überhaupt vorhanden ist!
Da denken die Deutschen wohl etwas voraus, denn hier ist es schon seit mehreren Jahren, bei rund 90% der Baugrundstücke (Neubauten) Pflicht, eine Regenwasserrückhaltung zu betreiben. Wobei es den Bauherren freisteht, ob mit oder ohne WC- Einspeisung oder nur für Garten, Auto und Hof...
Wenn man die beiden Hauptnutzungsfaktoren betrachtet, also Garten und WC-Spülung, so kann man davon ausgehen, dass rund die Hälfte des Volumens für den "schön wachsenden Garten/Rasen" benutzt wird. Demzufolge kann nun doch (siehe BAFU-Aussage) eine Versickerung im Boden, hier eben die Außenanlage, erfolgen.
Man muss also hierzu nicht Trinkwasser vergeuden, zuvor natürlich noch beim Versorger schön bezahlen, dass auf Dauer eben nicht mehr in dieser Menge, einfach so, zu Verfügung stehen wird! Oder der Kostenaufwand zur Reinigung und Aufbereitung wird ernorm, was dann ja ebenfalls wieder der Verbraucher zahlen muss. Daher kann man aus Sicht der Versorger oder deren Lobby, auch schön von der Regenwassernutzung abraten.
Da man während der Neubauphase die geringsten Aufwendungen zum Einbau hat, da ja eine Baugrube eh ausgehoben wird, der Bagger eh vorhanden ist, sollte man sich dies einfach reiflich überlegen. Die Bauherren welche eine solche Anlage besitzen, sind in der Regel davon begeistert und möchten sie nicht missen. Abgesehen vom positiven Gewissen, was sie natürlich auch haben.
- griff891 Beiträge21. April 2009
Mit dem muss man leben: das Wasser, das muss man dem Besuch auch klar machen, ist nicht transparent sondern eher etwas dreckig (Regenwasser vom Tank halt). Die weissen Armaturen in den Nasszellen werden daher immer etwas dunkler angefärbt sein, wenn man nicht häufig schruppt.
Ich hatte gerade ein Gespräch mit einem Anbieter von Tanks. Er widersprach dieser Aussage, da die Filter heute schon viel besser seien als von ca. 6 Jahren, wo solches "Schmutzwasser" noch eher der Regel entsprachen.
Wird das Schrubben aufgrund des weichen Wassers mit kaum Kalkanteil nicht eher zu einem "wegwischen"?
Was sagen die WC / Waschmaschinen-Regenwasser-Nutzer dazu?
Grüsse Chris
- wellingtonia2’316 Beiträge22. April 2009Hallo chris
Ein richtig konzipierter Sammelbehälter hat diese Probleme nicht.
Einlauf/Überlauf sind oben.
Das Entnahmerohr mit aufgesetztem Feinfilter ist ca. 15 cm über dem Grund des Sammelbehälters angebracht.
Die Fest und Schwebeteile lagern sich so am Grund des Behälters ab und das entnommene Wasser ist frei von Schmutz.
Durch diese Anordnung setzen sich auch feinste Schwebeteile am Grund ab.
Nach mehreren Jahren werden die Sedimente im Behälter ausgeschaufelt.
Hast du schon mal Kalk im Regenwasser gesehen !!
Andy
- griff891 Beiträge22. April 2009@ Andy: Danke für die Info
Hast du schon mal Kalk im Regenwasser gesehen !!
Ich sehe mir selten Regenwasser an /emoticons/default_wink.png
Müsste mal unsere Kater fragen, ob sie einen Unterschied zum Hahnenburger feststellen. Die trinken es gerne aus jeglichen Regenwasserpfützen /emoticons/default_biggrin.png
Grüess
Chris
- Walter600 Beiträge23. April 2009Perfekt währe die schwimmende Entnahme etwa 15cm unter der Wasseroberfläche. So wird eher gewährleistet, dass das Wasser sauber entnommen wird.
Gruss Walter
- griff891 Beiträge23. April 2009
Perfekt währe die schwimmende Entnahme etwa 15cm unter der Wasseroberfläche. So wird eher gewährleistet, dass das Wasser sauber entnommen wird.
Das wird bei unserem favorisierten Produkt von Faserplast so gemacht. /emoticons/default_smile.png
Werden uns aufgrund der Rückmeldungen im Forum wahrscheinlich den Anschluss für WC und Waschmaschine auch offerieren lassen.
Grüsse Chris
- wellingtonia2’316 Beiträge24. April 2009
Perfekt währe die schwimmende Entnahme etwa 15cm unter der Wasseroberfläche. So wird eher gewährleistet, dass das Wasser sauber entnommen wird.
Hallo walter
Gruss Walter
Dadurch reduziert sich das abrufbare Speichervolumen auf 20%.
Für genügende Regenwassermenge auch bei ausbleibendem Regen benötigst du dann Behältervolumen von 10-15 m3 und mehr.
Das geht bei Erdtanks oder Betonelementlösungen im Erdreich ins Geld (Aushub, grössere Elemente etc.).
Oder hab ich was falsch verstanden ?
Andy
- Walter600 Beiträge25. April 2009Hallo Wellingtonia
Tja, du hast recht, dass das Nutzvolumen mit der schwimmenden Entnahme sinkt.
Da bei uns eine Retensionsanlage bei Neubauten vorgeschrieben ist, muss ich eh ein 6 m3 Tank versenken (Doppelhaus). Also nutze ich das Teil gleich für die Regenwassernutzung. Wirklich sparen werden wir damit eh nicht. Regenwasserverbrauch muss gezählt werden für Abwassergebühren (WC/ WM). Und eine Reduktion der Meteowassergebühren ist auch nicht drin.
Der ökonomische Aspekt unserer Anlage ist = 0. /emoticons/default_sad.png
Gruss Walter
- wellingtonia2’316 Beiträge27. April 2009Hallo walter
Lies mal nachfolgende Erklärung zur Reduktion der Abwassergebühren:
http://www.stadt.sg.ch/home/technische_betriebe/entsorgungsamt/abwasser/dokumente/formulare.Par.0013.DownloadListPar.0029.File.tmp/Merkblatt%20Entw%C3%A4sserungsgeb%C3%BChr.pdf
Ab Seite 2 wird hier klar eine Reduktion bei Retentionsmassnahmen inkl. Rechnungsanleitung aufgeführt.
Diese Anleitung ist von der Stadt St.Gallen.
Bei Bauvorgaben können nicht Investitionen vorgeschrieben werden, die nicht auch eine Entlastung bei den Gebühren zur Folge haben.
Danke dir für deine Rückmeldung.
Andy
- john_w641’215 Beiträge4. Mai 2009
- emil172’299 Beiträge5. Mai 2009>Dadurch reduziert sich das abrufbare Speichervolumen auf 20%.
Für genügende Regenwassermenge auch bei ausbleibendem Regen benötigst du dann Behältervolumen von 10-15 m3 und mehr.
Das geht bei Erdtanks oder Betonelementlösungen im Erdreich ins Geld (Aushub, grössere Elemente etc.).
Oder hab ich was falsch verstanden ?
Offenbar schon, denn:
Du hast 15 cm weniger nutzbare Speicherhöhe. Das sind bei einem stehenden Tank von 2 m2 Innendurchmesser 2m2 * 0.15 m = 0.3 m3 = 300 Liter Verlust. Bei liegendem Tank mit variabler Querschnittsfläche ist es komplizierter.
Die Sache in Prozent anzugeben macht nur Sinn, wenn man die Form des Tankes kennt.
Da man am Tankboden auch noch totes Volumen hat und sich dort normalerweise Sediment ablagert, das man bis zur Reinigung in Ruhe lassen sollte, ist es am einfachsten, bei der Abschätzung des benötigten Tankvolumens auf die nächst erhältliche Tankgrösse aufzurunden und gut ist. Das machen die darauf spezialisierten Firmen auch so.
Es dürfte sich auf alle Fälle lohnen, den Tankein- und -auslauf schlau zu wählen, da der Tank nicht nur Speicherfunktion hat, sondern dort auch noch eine Selbstreinigung des Wassers stattfindet.
- griff891 Beiträge5. Mai 2009Hmm, die auf der Espresso-Website und im Bericht erwähnte Broschüre zur Regenwassernutzung des Bundes wie auch der Bericht selber lassen mich nun wieder zweifeln, ob der Anschluss ans Haussystem wirklich so eine gute Sache wäre - auch unter dem Aspekt, dass wir schon jetzt ziemlich Wasser sparen... Für Gartenzwecke ist es zweifellos begrüssenswert und werden wir auch so machen. Allenfalls auch für die Waschmaschine, da das Wasser bei uns ziemlich hart ist. Aber für Toiletten...??
Grüsse Chris
- stöckli2 Beiträge8. Juni 2009Grüezi mitenand
Ich beabsichtige eine Erdsonden-Wärmepumpe zu installieren. Meinen bestehenden Heizöltank (10'000 Liter), der sich in einem ungeheiztem Raum im Keller befindet, möchte ich als Regenwasserspeicher verwenden. Ist diese Idee umsetzbar, wenn ja, wo könnten sich allfällige Probleme ergeben?
Für Tips bin ich allen dankbar. Einen schönen Abend wünscht euch allen
stöckli
- wellingtonia2’316 Beiträge8. Juni 2009Hallo stöckli
Wie kriegst du den Heizöltank restlos sauber ?
Andy
- Latschi19 Beiträge8. Juni 2009Hallo Zusammen
Also das saubermachen ist nicht so das Problem, da für eine Demontage des Tanks ebenfalls eine Reinigung gemacht werden muss. Damit der Tank mit dem Brenner zerschnitten und entsorgt werden kann muss er auch sehr sauber sein.
Ich sehe da ein anderes Problem: Für Regenwasser müsste der Tank innen vollständig vor Rost geschützt werden (Schutzanschrich oder so). Und dies muss sehr gewissenhaft gemacht werden. Dies ist meines Wissens aber nicht gerade günstig.
Ev. wäre es eine Alternative den Tank oben aufzuschneiden und mit einer Folie auszukleiden. Dies sollte sehr günstig möglich sein, aber dafür muss der Deckel rausgeschnitten und ev. der Tank noch versteift werden.
Weiter ist zu beachten, dass ein guter Überlauf vorhanden sein muss, denn sonst kannst Du dir den Keller mit Regenwasser füllen......
Gruss
David
PS: Ich will Dich aber nicht von deinem Projekt abbringen, denn eigentlich finde ich dies eine sehr gute Idee.
- einstein08. Dezember 2011Der Installationsaufwand lohnt sich nicht, weil mit Wasser zur Hauptsache Abwasser bezahlt werden muss...