Zurück gefrorene Kartoffelpflanzen wachsen weiter, aber mögen tun sie es gar nicht. Wenn die Pflänzchen noch klein sind kann man sie vor dem Frost einfach mit etwas Erde zudecken, das Anhäufeln ist sowieso gut. Wenn der Frost nicht allzu stark ist, hilft auch ein Vlies. Ich selber stecke immer nur wenig Kartoffeln schon Anfang April, damit ich sie im Notfall schützen kann. Die Hauptmenge setze ich erst jetzt, Anfang Mai. Gerade heute habe ich angefangen damit, das ist noch lange früh genug.
Zum vorherigen Thema mit den langen Trieben: Es lohnt sich im Winter die Kartoffeln, die man später setzen will, auszusortieren und alle Triebe abzubrechen. Dann flach in Kistchen legen und an einen einigermassen hellen, nicht zu warmen Ort legen. Sie machen dann erstens einiges mehr an Trieben und zweitens sind diese dann kurz und kräftig.
ich habe sie in einem naturkeller gelagert und so ab märz alle keime abgebrochen, danach in kistchen und zugedeckt, da waren die zur saat ausgewählten kartoffeln noch im dunkeln aber haben kräftige knospen gebildet.
Inzwischen sind etwa zwei Drittel schon zwischen 20 und 30cm hoch, andere schieben sich ganz knapp aus dem Boden, drei haben gar nicht ausgetrieben. Letztere hab ich jetzt ausgegraben und nochmals drei Keimende nachgesetzt. Das wird mir aber eine lustige Ernte 🙄
Hab gestern mit einem Gemüse- und Obstbauern gesprochen, bei ihnen sieht's genau gleich aus: Durch die Temperaturschwankungen gibt's immer einen Wachstumsstopp zwischendurch. Wir kriegen auch noch keine Erdbeeren direkt vom Bauern - sie sind noch nicht so weit. Sonst geht es ab Mitte Mai los; sie wachsen zwar im teilweise im Folientunnel, aber nicht im Gewächshaus...