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Säulenobstbäume

Unsere Gärten werden immer kleiner aber gerne wünscht man sich Vielfalt auf wenig Raum. Säulenobstbäume sind da der ideale Hausbaum. Man unterscheidet zwischen gezüchteten Säulenobstbäumen, deren Wuchsform säulenartig kultiviert wurde, zum…

Redaktion18. November 20165 Min. Lesezeit

Heckenprofil in der Ansicht: elf Triebe stehen dicht nebeneinander, darüber liegt der trapezförmige, oben eingezogene Schnittumriss. fünf gestrichelte Triebe ragen über die Schnittlinie hinaus. Höhe und Breite sind bemessen.
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Unsere Gärten werden immer kleiner aber gerne wünscht man sich Vielfalt auf wenig Raum.[/COLOR]

[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Säulenobstbäume sind da der ideale Hausbaum. Man unterscheidet zwischen gezüchteten Säulenobstbäumen, deren Wuchsform säulenartig kultiviert wurde, zum Beispiel bei Birnen, Kirschen oder Zwetschen, und genetisch bedingten Säulenformen, den sogenannten Columnaren, die es nur bei Äpfeln gibt.[/COLOR]

[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Säulenobstbäume findet man immer öfter in den Baumschulen oder im Gartencenter, die .«Die Nachfrage steigt, da es immer kleinere Gärten gibt, oder weil man gerne Bäume als Gefässpflanze auf der Terrasse oder dem Balkon wünscht, um auch dort eigene Früchte zu ernten», erklärt Andreas Schedler von der Baumschule Hauenstein, Rafz. Die Gehölze sollten ausserdem wenig Pflege und kaum Platz benötigen, aber viel Ertrag bringen, ohne krankheitsanfällig zu sein. Die Säulenobstbäume entsprechen genau diesen Wünschen. Hierbei handelt es sich meist um speziell gezüchtete Bäume mit schlankem Wuchs. Der Haupttrieb ist aufrecht und wird zwischen zwei und vier Meter hoch. An ihm befinden sich viele kurze Seitenäste, die insgesamt und je nach [/COLOR]Schnitt[COLOR= rgb(0, 0, 0)] zwischen 40 und 60 cm lang werden. Veredelt werden sie auf mittelstarken bis starken Unterlagen, die entsprechend robust sind. Viele Obstarten können zu diesem Wuchs gezogen werden, so zum Beispiel Zwetschgen, Kirsche, Aprikose,Pfirsich oder Birne. Pflege von Säulenobstbäumen «Um Ertragsschwankungen (Alternanz) vorzubeugen, empfiehlt es sich, pro vertikalem Meter höchstens 10 bis 20 Früchte ausreifen zu lassen und die überzähligen Früchte spätestens Anfang Juni zu entfernen », so rät Andreas Schedler. Derartige Massnahmen verbessern ebenso die Qualität der Früchte, insbesondere werden sie dadurch grösser. Da der schlanke Habitus der Säulenbirne, Säulenzwetschge, Säulenkirsche, Säulenaprikose sowie Säulenpfirsich nur teilweise genetisch bedingt ist, empfiehlt sich ein jährlicher Pflegeschnitt im Winter (November bis Februar) oder während der Vegetationszeit auch im Sommer.Dabei werden die Seitentriebe auf ca.10 bis 15 cm und der Mitteltrieb auf die gewünschte Endhöhe reduziert. In den ersten Jahren sind Säulenobstbäume mit einem Pfahl zu stützen.[/COLOR]


Columnaren


Bei den Columnaren handelt es sich nicht um züchterisch, sondern um natürlich
entstandene Säulenbäume, die durch eigene Genveränderungen einen Säulenwuchs hervorriefen. «Diese gehen auf eine Zufallsmutation zurück, welche 1960 auf einem McIntosh-Baum in Kanada gefunden wurde». Aus diesem von der Natur aus bedingtem «säulenförmigen» Wuchs des McIntosh entstanden die Columnaren.Nur die Apfelbäume mit diesem Co (Columnar)- Gen haben einen genetisch fixierten Säulenwuchs und werden Columnare genannt. Aus diesen wurden durch Kreuzungen viele weitere Reihen an «Columnaren» gezüchtet. Die erste Generation waren Sorten, die eher Zierwert als brauchbare Äpfel besassen sowie Namen von Tänzen wie Bolero, Polka, Walz etc., die man deshalb auch «Ballerinas» nannte. «Die heutige (dritte) Zuchtgeneration ist schon sehr nahe an der Qualität der heutigen regulären Äpfel», erzählt Pavel Beco von der gleichnamigen Bio-Baumschule aus Dicken. Er vermehrt vor allem die schorfresistenten Säulenbäume, die er auch Columnare nennt und für die er die Vermehrungslizenzen für die Schweiz besitzt, zusammen mit der Baumschule Dickenmann AG aus Ellighausen (Thurgau).




 



 



Kompakter Säulenwuchs


Vorwiegend werden die Columnare bei Apfelbäumen angeboten, welche sehr kompakt und säulenförmig wachsen. Statt langer Seitentriebe gibt es nur kurze Fruchtäste mit sehr reichem Blütenknospenansatz. Damit man den Wuchscharakter langfristig erhält, sollten je nach Sorte im Winter die steilen Seitentriebe entfernt werden. Die Fruchtbildung findet meist direkt am Stamm statt, und die Bäume sind daher sehr ertragsfähig und werden immer mehr in der Obstproduktion eingesetzt, da man auf wenig Raum viel Obst gewinnen kann. Einige Sorten neigen zur Alternanz, das heisst dass sie nur alle zwei Jahre Früchte tragen. Um dies zu vermeiden, sollten die Blüten von Hand ausgepflückt werden. Säulenbäume, im Gegensatz zu den Columnaren, sollten mindestens einen Meter auseinander stehen.


Neue Generationen


Bekannt sind die Säulenobstbäume durch die erste Generation der «Ballerinas», welche bereits in den 70er-Jahren in England entstanden. Aus diesen wurden später an der Forschungsanstalt Geisenheim in Deutschland die sogenannten CATS (Columnar Apple Tree Systems) sowie die Pom-Serie entwickelt. Am Institut für experimentelle Botanik an der Universität Prag wurden die Balerinas mit diversen schorfresistenten Sorten wie Goldstar, Topaz oder Victoria gekreuzt. So entstanden die heutigen schorfresistenten Apfelsorten.Rondo, Moonlight, Goldlane oder Redspring, welche einen guten Geschmack, Haltbarkeit und Säulenwuchs vorweisen können.




 



 



Keine Pfähle notwendig


Die Columnaren benötigen, wie die gezüchteten Säulenbäume, keine extra Stütze,
sondern sind aufgrund ihrer mittel- bis starkwüchsigen Unterlagen extrem robust,
frosthart und müssen kaum extra bewässert werden. Ausserdem haben sie eine lange Lebensdauer, es gibt bereits Bäume, die ein Alter von 50 Jahren aufweisen. Nicht nur im Erwerbsobstbau, sondern auch im Privatgarten sind die Columnaren interessant, da sie wenig Pflege und Platz benötigen und weil sie sehr standfest sind und auf kleinem Raum sehr viele Früchte tragen. Gepflanzt werden Columnaren in einem Abstand von 50 bis 80 cm. Jetzt im Frühjahr in der Blütezeit sind die beiden Säulenarten.


Keine Pfähle notwendig


Die Columnaren benötigen, wie die gezüchteten Säulenbäume, keine extra Stütze,
sondern sind aufgrund ihrer mittel- bis starkwüchsigen Unterlagen extrem robust,
frosthart und müssen kaum extra bewässert werden. Ausserdem haben sie eine lange Lebensdauer, es gibt bereits Bäume, die ein Alter von 50 Jahren aufweisen. Nicht nur im Erwerbsobstbau, sondern auch im Privatgarten sind die Columnaren interessant, da sie wenig Pflege und Platz benötigen und weil sie sehr standfest sind und auf kleinem Raum sehr viele Früchte tragen. Gepflanzt werden Columnaren in einem Abstand von 50 bis 80 cm. Jetzt im Frühjahr in der Blütezeit sind die beiden Säulenarten.



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