Kletterpflanzen
Faszinierende Kletterkünstler Kletterpflanzen sind Gipfelstürmer. Manche ranken, winden und schlingen sich um alles, was aufwärts führt, einzelne kriechen sogar ohne Hilfe die glatten Wände hoch. Wer von einer grünen Wohnumgebung träumt,…

Kletterpflanzen[COLOR= rgb(0, 0, 0)] sind Gipfelstürmer. Manche ranken, winden und schlingen sich um alles, was aufwärts führt, einzelne kriechen sogar ohne Hilfe die glatten Wände hoch. Wer von einer grünen Wohnumgebung träumt, sollte sich diese Pflanzen nicht entgehen lassen. Mit den Klimmern kann man fast alles begrünen – vom Balkon über die Hauswand bis zur Pergola. Die klassische Wandbegrünung ist nur eine von vielen Möglichkeiten. Die Pflanzen und Wuchsformen sind so unterschiedlich, dass sich für jedes gestalterische Anliegen eine Lösung finden lässt.[/COLOR]
Selbst bei geringster Bodenfläche lässt sich die Wohnumgebung mit Kletterpflanzen verschönern.
Grün ist nicht Grün
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Doch nicht alles, was grün ist, stammt auch aus der hiesigen Natur. Bei vielen Begrünungen handelt es sich um Zuchtformen oder Pflanzen von weit her. Einheimische Arten bilden eher die Ausnahme. Eigentlich schade, denn unter den wilden Kletterern befinden sich regelrechte Kleinode mit duftenden Blüten und schönen Blättern. Sie haben nicht nur einen Nutzen für Wildtiere, sondern sind auch pflegeleicht und robust gegen Krankheiten. Wenn Sie keinen Garten besitzen, brauchen Sie trotzdem nicht auf Kletterpflanzen zu verzichten. Fast alle Arten bewähren sich auch im Topf bestens.[/COLOR]
Vögel wie der Grauschnäpper finden auf Kletterpflanzen willkommene Nistplätze und Nahrung.
Ein Stück Natur vor der Tür
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Wer einheimische Kletterpflanzen ans Haus setzt, kann mit spannenden Beobachtungen rechnen. Denn naturnahe Begrünungen sind Lebensraum und Nahrungsgrundlage für Wildtiere. Sie beherbergen zum Beispiel [/COLOR]Insekten[COLOR= rgb(0, 0, 0)], die auf der Speisekarte von Hausrotschwanz und anderen Vögeln stehen. Auch Beeren-Liebhaber profitieren vom reich gedeckten Tisch – darunter viele Zugvögel, die sich im Herbst die nötigen Fettvorräte für den Flug in den Süden anfressen.[/COLOR][COLOR= rgb(0, 0, 0)]Kletterpflanzen werden auch von [/COLOR]Schmetterlingen[COLOR= rgb(0, 0, 0)], Hummeln, Bienen, Spinnen und Käfern besucht. Bei vielen handelt es sich um [/COLOR]Nützlinge[COLOR= rgb(0, 0, 0)], die in der Natur als Blütenbestäuber oder «Gesundheitspolizei» wirken. Die kleinen Wesen haben kein Interesse, ins Haus zu kommen, da sie auf die Pflanze als Lebensraum angewiesen sind. Sollte sich trotzdem mal etwas ins Haus verirren: In einem leeren Konfitürenglas können Sie das Tier wunderbar beobachten, bevor Sie es wieder sanft nach draussen spedieren.[/COLOR]
Besseres Stadtklima
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Grossflächige Hausbegrünungen verdunsten laufend Wasser und kühlen dadurch die Umgebung etwas ab. Auch auf das Klima im Hausinnern haben sie einen günstigen Einfluss. So sorgt das Pflanzenkleid an heissen Tagen für angenehme Kühle und wirkt im Winter als wärmender Mantel. Obwohl Kletterpflanzen normale Grünanlagen und Stadtparks nicht ersetzen können, sind sie eine sinnvolle Ergänzung dazu. Ausserdem trumpfen sie in dicht überbauten Gebieten mit einem bestechenden Vorteil auf: Man kann damit auch bei minimalstem Bodenangebot relativ grosse Flächen begrünen – und das direkt vor dem Haus![/COLOR]
Schmetterlinge besuchen die Blüten einheimischer Kletterer zum Nektar Saugen oder – noch wichtiger – leben als Raupen auf der Pflanze.
Schutz für die Fassade
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Leider sind Kletterpflanzen hartnäckig mit Vorurteilen behaftet. Lassen Sie sich nicht beirren, was die Angst vor Gebäudeschäden betrifft. Denn Aussenwände und Verputze leiden vor allem unter der Unbill der Witterung. Kletterpflanzen verzögern die Alterung der Fassade, indem sie den Regen an ihren Blättern abtropfen lassen und grosse Temperaturschwankungen ausgleichen. Es lässt sich nachweisen, dass begrünte Wände länger intakt bleiben als solche ohne Pflanzenkleid. Grosse Kletterer, die am Gebäudefuss wurzeln, wirken noch aus einem weiteren Grund positiv: Sie saugen Wasser aus dem Untergrund und schützen das Mauerwerk an einer entscheidenden Stelle vor Feuchtigkeit. Nur beim Efeu gilt es, ein paar Punkte zu beachten.[/COLOR]
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Das Pro Natura Merkblatt «Einheimische Kletterpflanzen» (Artikel 4255, Format A5, 32 Seiten, farbig mit vielen Abbildungen, Fr. 5.–) erhalten Sie gegen Einsendung einer Adressetikette und einer Briefmarke bei Pro Natura, Postfach, 4018 Basel. Oder unter www.pronatura.ch im Pro Natura Shop.[/COLOR]
Wer sich an einem heissen Sommertag schon einmal unter eine Laube oder Pergola retten konnte, versteht, wieso diese Sitzplätze so beliebt sind.
Mit einfachen Mitteln, zum Beispiel frei gespannten Drähten, lassen sich neue, behagliche Grünräume schaffen.
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