[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Den ganzen Sommer über erfreuen dekorative Ziergräser mit ihren unterschiedlichen Farben und Formen die Garten- und Terrassenbesitzer. Gräser sind allgegenwärtig und mit über 10'000 Arten eine der grössten Familie im Pflanzenreich.[/COLOR]
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Trotz der riesigen Vielfalt schaffen nur wenige Arten den Einzug in die Gärten. Dies hat zum einen teilweise mit schwierigen Vermehrungsbedingungen zu tun und zum anderen wurden die Gräser lange Zeit ein wenig verschmäht, da sie farblich mit den spektakulären Blütenpflanzen nicht mithalten können. Doch mit der zunehmenden formalen Architektur wurde ihr Wert als Strukturpflanzen und Formgeber wiederentdeckt. Aber auch die Möglichkeit im Herbst und Winter im Garten noch Akzente zu setzten, wenn es nur noch wenig blühende gibt, haben zu einer breiten Akzeptanz geführt. Vor allem im Winter verbreiten die Ähren eine wunderbare Stimmung wenn Raureif oder Schnee die Konturen nachzeichnet und das ganze Gras zu einer Schneeskulptur wird. So sind Gräser mit den verschiedenen Stadien in jeder Jahreszeit spannend. Schöne und markante Solitärgräser wie das Pampasgras (Cortaderia selloana) und die verschiedenen Chinaschilfsorten (Miscanthus) dürfen in keinem Garten fehlen. Durch Ihren markanten Wuchs setzen sie Akzente. Das Chinaschilf bringt ausserdem das gewisse Flair in den Garten, welches Exotik und fernöstliche Lebensweise vermittelt. Die dekorativen Halme sind Symbole für «langes Leben». Die zart gebauten Gräser mit ihren filigranen Halmen bilden wunderbare Kontraste zu anderen Gartenpflanzen. Die Kombinationsmöglichkeiten sind daher grenzenlos. Gräser sind nicht nur ausgepflanzt eine Pracht, sondern kommen auch in Gefässen wunderbar zur Geltung.[/COLOR]
Trockene Standorte
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Viele Gräser wie Blauschwingel (Festuca), Zittergras (Briza) und das herbstblühende Federborstengras (Pennisetum) lieben trockene, warme Standorte. Es sind ausgezeichnete Pflanzen für sonnenverwöhnte Steingärten und trockene Hausrabatten. Mit seinen leuchtend roten Blättern ist das Blutgras (Imperata cylindrica ‘Red Baron’) den ganzen Sommer über der ganz grosse Renner für sonnige Standorte.[/COLOR]
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Mit wenig Licht kommen die Wald- und die Schneemarbel (Luzula nivea und silvatica) aus. Für halbschattige Rabatten, aber auch für alle Gefässe – wie Tröge und Balkonkistchen – sind Seggen geeignet. Die Buntsegge (Carex hachijoensis ‘Evergold’) hat herrlich weiss gebänderte, schmale Blätter. Diese hängen besonders dekorativ über die Ränder von Ziergefässen hinunter. Die Horste sind immergrün und können bis zu 30 cm Durchmesser erreichen. Die Bronzesegge (Carex comans ‘Bronze Perfection’) ist besonders feinlaubig und präsentiert sich wie ein kupferner Pelz. Von ähnlichem Wuchs ist Carex albula ‘Frosted Curls’, hat aber silbrigblaue Halme. Die Herbstsegge (Carex testacea) präsentiert sich dafür mit wild durcheinander gewürfelten Halmen in Gold und Grün.[/COLOR]
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Im und um den Gartenteich wächst eine Vielfalt an attraktiven Gräsern. Die verschiedenen Arten der Kanonenputzer (Typha) bevorzugen stehendes Wasser. Simsen und Binsen (Juncus und Schoenoplectus, syn. Scirpus) besiedeln die Flachwasserzonen. Das attraktive Wollgras (Eriophorum) mit seinen lustigen weissen Haarbüscheln begnügt sich genauso wie der Wildreis (Zizania) mit den permanent feuchten Uferzonen.[/COLOR]
Pflege
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Gräser benötigen nur wenig Pflegeaufwand. Der wichtigste Punkt ist sicher der Rückschnitt der abgestorbenen Pflanzenteile. Staunässe ist bei den normalen Gräsern strikte zu vermeiden. Sumpfpflanzen lieben hingegen stehendes Wasser. Gedüngt wird einmal im Frühling gleich nach dem Rückschnitt – am besten mit einem Langzeitdünger. Die Mehrzahl der Gräser wird nicht von Schädlingen und Pilzerkrankungen heimgesucht. Einige Arten, wie Blauschwingel und Zittergras, können aber bei zu dichtem Stand mit Botrytispilz (Schimmel) infiziert werden. Eine Spritzung mit einem entsprechenden Pilzmittel ist dann nötig. Eine wichtige Massnahme gegen Schimmel ist aber die Pflanzung der Gräser am richtigen Standort und der Rückschnitt im zeitigen Frühling, um ein Faulen von abgestorbenem Halmmaterial zu vermeiden. [/COLOR]
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Grundsätzlich werden Gräser erst im Frühling, kurz vor dem Neuaustrieb, zurückgeschnitten. Natürlich brauchen die immergrünen Arten keinen Rückschnitt; sie müssen aber regelmässig «ausgeputzt», das heisst, von abgestorbenen Teilen befreit werden. Das Pampasgras darf im Winter kein Wasser ins Zentrum (Herz) bekommen. Das verhindert man am besten, indem man die Grashalme zu einem dicken Bündel zusammenfasst und im oberen Teil verknotet. Eine dicke Schicht aus trockenem Laub, rund um die Pflanze auf dem Wurzelballen ausgebracht, schützt vor zu tiefen Temperaturen. Schnee und Wind können dem Chinaschilf trotz aller Flexibilität stark zusetzen. Um das Auseinanderdrücken der Horste zu verhindern, werden sie über den Winter zusammengebunden und nötigenfalls an einem Pfosten festgemacht.[/COLOR]
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Übrigens es kommen immer mehr exotische und somit nicht winterharte Gräser auf den Markt. Für Saisonbepflanzungen können sie eine farbliche Ergänzung sein, für Dauerbepflanzungen sind sie jedoch nicht geeignet.[/COLOR]
artikel vollständig sehen