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Elfenblumen - Epimedium

ist dafür bekannt, Schatten und Wurzelkonkurrenz von Gehölzen zu tolerieren. Sie bildet dichte Teppiche, ist langlebig und trägt von April bis Mai kleine, akeleiähnliche Blüten. Elfenblumen breiten sich durch unterirdische Rhizome aus, die…

Redaktion22. November 20165 Min. Lesezeit

Das Gartenjahr als Ring: ein offener Halbjahresbogen mit sechs Monatssegmenten, zwei konzentrische Bänder tragen fünf farbige Bogenstücke für die Monate, in denen eine Arbeit ansteht. Vier längere Striche markieren die Jahreszeiten.
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Elfenblumen - Epimedium ist dafür bekannt, Schatten und Wurzelkonkurrenz von Gehölzen zu tolerieren. Sie bildet dichte Teppiche, ist langlebig und trägt von April bis Mai kleine, akeleiähnliche Blüten.[/COLOR]

[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Elfenblumen breiten sich durch unterirdische Rhizome aus, die nur die obersten 20 cm des Bodens besiedeln. Deshalb können sich die trockenheitstolerantesten Epimedium-Arten auch im Wurzelbereich von Gehölzen behaupten – eine gefragte Eigenschaft bei Bodendeckern. Ein weiterer Atout ist ihr attraktives Laub. Es ist spitz eiförmig, am Rand meist gezähnt und bei vielen Arten wintergrün. Der Austrieb im Frühling ist ganzflächig kupferrot, rot gerandet, gefleckt oder manchmal auch violett überhaucht. Dabei ist der Anteil an roten Farbstof­fen (Antho­cyanen) umso höher, je kühler die Witterung und je grösser die Sonneneinstrahlung. Wenn die Temperaturen steigen und die darüber stehenden Gehölze ihr Blätterdach schliessen, vergrünt das Laub der Elfenblumen. Oft bekommt es eine glänzende Oberfläche und eine ledrige Konsistenz. Derart ausgereifte Blätter eignen sich gut als Schnittgrün. Mit dem Laubfall und den sinkenden Temperaturen im Herbst nimmt die Anthocyan-Konzentration zu, und Epimedium beglückt uns mit einer Herbstfärbung in Gelborange bis Rot.[/COLOR]



Epimedium grandiflorum besitzt grosse Blüten

Zarte Blüten

[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Doch Elfenblumen sind keine reinen Blattpflanzen, auch bei den Blüten lohnt es sich, genauer hinzusehen. Sie sind klein, erscheinen aber, wenn der Standort im Sommer nicht allzu trocken ist, in grosser Fülle. Die Farbpalette reicht von Weiss über Gelb und Rot bis hin zu Violett. Am besten kommen die zarten Blüten zur Geltung, wenn im Frühling kurz vor dem Austrieb das alte Laub zurückgeschnitten wird. Für optimales Gedeihen der Pflanzen ist dies jedoch nicht nötig.[/COLOR][COLOR= rgb(0, 0, 0)]Elfenblumen sind grundsätzlich sehr gesund. Nur gelegentlich werden sie von Dickmaulrüsslern, Schnecken oder Blattschneiderbienen heimgesucht. Nach ihrer Herkunft werden Epimedium in eine westliche, eine japanische und eine chinesische Gruppe unterteilt.[/COLOR]



Elfenblume, Funkien und Waldscheinmohn

Wüchsige Bodendecker

[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Zur westlichen Gruppe gehören Arten aus Europa, Kleinasien und Nordafrika sowie deren Hybriden. Die Vertreter dieser Gruppe sind bei uns am längsten bekannt und kultiviert.[/COLOR]



Trichterfan, Elfenblume und rotblättriges Purpurglöckchen

E. alpinum 

[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Ist als Einzige in Europa heimisch. Nur sie trägt noch die alte deutsche Bezeichnung «Sockenblume». Die anderen Epimedium bekamen um 1930, angeregt vom «Staudenpapst» Karl Foerster, den zugkräftigeren Namen «Elfenblume». Die Alpen-Sockenblume ist sehr robust. Ihre Blüten sind aber nur etwa 1  cm gross und werden vom gleichzeitig austreibenden Laub etwas überdeckt.[/COLOR]



Als einzige in Europa heimisch: Epimedium alpinum

E. x versicolor ‘Sulphureum’ 

[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Blüht hellgelb, hat etwas kleinere Blätter und eine wunderschön rote Herbstfärbung. Weil diese Art weniger Ausläufer macht, verträgt sie sich mit vielen Nachbarn. Für den Frühlingsgarten empfehlen sich Nieswurz (Helleborus), Lungenkraut und Vergissmeinnicht (Omphalodes). Attraktiv ist auch die Kombination mit später blühenden Silberkerzen und Herbst-Eisenhut.[/COLOR]



Herbstlaub von Epimedium x versicolor „Sulphureum“

E. x rubrum

[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Wächst fast horstig. Trotz ihrer kurzen Rhizome ist sie ein beliebter Bodendecker, deren Blätter allerdings nur im Sommer grün sind. E. x rubrum hat hübsche Blüten mit roten Kelchblättern und feinen, milchig weissen Kronblättern. Sie blühen gut über dem Laub und kommen so wunderbar zur Geltung.[/COLOR]



Epimedium x rubrum wächst fast horstig

E. x warleyense und E. pubigerum ‘Oran­gekönigin’ 

[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Sind ebenfalls ausbreitungsfreundig. Beide blühen orangefarben mit gelber Mitte. Auch sie sind anspruchslos und über Jahrzehnte ausdauernd. Doch bei so langen Standzeiten kann der Boden ausgelaugt werden. Dagegen hilft periodisches Mulchen mit Rindenkompost oder leicht zersetzbarem Falllaub von Gehölzen.[/COLOR]

E. pinnatum ssp. colchicum und E. x perralchicum ‘Frohnleiten’ 

[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Haben intensiv gelbe Blüten. Ihr Laub ist zäh und auch im Winter gut haltbar. Beide Arten sind sehr widerstandsfähig, tolerieren zeitweilige Trockenheit und bilden kräftige Ausläufer. Als Partner eignen sich ähnlich konkurrenzstarke Pflanzen, etwa Bergenien, die denselben Standort lieben und sich mit ihren grossen, derben Blättern schön vom anmutig geformten Epimediumlaub abheben. Weiter in Frage kommen Geissbart, Schaublatt (Rodgersia), Funkien oder wüchsige Farne.[/COLOR]



Epimedium x perralchium „Frohnleiten“

Horstige Arten aus Japan

[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Viel zahmer und ohne Ausläufer wachsen die Arten und Sorten der japanischen Gruppe. Sie eignen sich gut für kleinflächige und artenreiche Pflanzungen. An ihre Standorte stellen sie deutlich höhere Ansprüche als die Vertreter der westlichen Gruppe. Sie verlangen lichten Schatten, humosen, leicht sauren Boden, hohe Luftfeuchtigkeit und vertragen keine Sommertrockenheit. Werden ihre Wünsche erfüllt, sind auch sie langlebig und zäh.[/COLOR]

E. grandiflorum

[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Bedankt sich mit bis zu 4 cm grossen, zauberhaft langgespornten, meist weissen Blüten, während sich E. x youngianum-Sorten mit einem besonders lang anhaltenden Flor erkenntlich zeigen.[/COLOR]

Neuheiten aus China

[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Bis Mitte des vergangenen Jahrhunderts kannte man im Westen nur elf Epimedium-Arten. Mit der Öffnung Chinas konnten Pflanzensammler und Botaniker ab 1980 vermehrt ins Reich der Mitte reisen und entlegene Gebiete erforschen. Seither ist die Zahl der bekannten Arten dank dieser chinesischen Gruppe auf über 80 angestiegen. Inzwischen sind viele davon in Spezialbetrieben in England und den USA in Kultur genommen und gekreuzt worden. Auf diese Neuheiten darf man gespannt sein. Sie sollen ähnlich genügsam sein wie die wüchsigen Bodendecker und in unserer Erde bestens gedeihen. Und laut Fachliteratur haben sie noch einiges mehr zu bieten: grössere Blüten als alle bisher kultivierten Arten, und Blütezeiten, die sich bis in den Sommer oder gar Herbst erstrecken.[/COLOR]

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