[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Ein Hauch Zitronenduft sorgt in der Küche für die besondere Note. Dazu braucht es nicht zwingend die Zitrusfrucht, im eigenen Garten lassen sich diverse Kräuter ziehen, die genau so nach Zitrone duften.Frisch und ein bisschen herb ist der Duft der Zitrone. Er erinnert uns an Italien, die Provence oder Spanien. Vielseitig ist auch seine Anwendung in der Küche, passt er doch gut zu Fisch, Kalb- und Hühnchenfleisch, aber auch in Getränken, Kuchen und Desserts mögen wir ihn. Aber nicht nur Zitronen verströmen diesen typischen Duft, sondern auch gewisse Kräuter. Verantwortlich dafür ist das Aldehyd Citral, ein Bestandteil, der in den Kräutern enthaltenen, ätherischen Ölen. Am bekanntesten dürfte wohl die Zitronenmelisse sein. Jedoch sind noch mehr nach Zitrone duftenden Kräuter im Handel erhältlich. Einige davon stellen wir hier kurz vor, um zu zeigen, welche weitere Kombinationen von Zitronen- und Kräuterduft aus dem eigenen Garten als Inspiration in der Küche dienen können.[/COLOR]
Zitronenmelisse
Beheimatet ist die Zitronenmelisse, Melissa officinalis, im östlichen Mittelmeergebiet sowie in Westasien. Bei uns ist die Pflanze absolut winterhart. Sie liebt einen, warmen und trockenen Standort in nährstoff- und humusreichem, sandigem Lehm- oder lehmigem Sandboden. Hier bilden sich dichte, ausdauernde Horste. Aus ihnen wachsen im Frühjahr bis zu 120 cm hoch werdende Stängel, die dicht mit grünen, nesselartigen Blättern besetzt sind. Erhältlich ist auch eine grün-gelbe Varietät. Die Zitronenmelisse ist vielseitig verwendbar. Bekannt ist vor allem der Sirup. Dazu werden die Blätter mit heissem Wasser übergossen und über Nacht stehengelassen. Anschliessend wird der abgesiebte Sud 1 zu 1 mit Zucker aufgekocht und in Flaschen abgefüllt. Frisch geerntet und fein geschnitten verleihen die duftenden Blättchen knackigen Blattsalaten, Fisch oder hellem Fleisch ein herb-frisches Aroma. Ganze, frische Blätter geben Bowlen oder Eistees dieselbe Note und getrocknet Teemischungen.
Zitronenverbene
Die ursprünglich aus Südamerika stammende Zitronenverbene, Aloysia citriodora, ist ein mehrjähriger Strauch, der auch Zitronenstrauch genannt wird. Bei uns ist er frostempfindlich und sollte daher erst ab Mai draussen kultiviert werden. Hier steht er gerne an einem geschützten Ort im Halbschatten, am besten im Topf und in nährstoffreicher Erde mit guter Wasserversorgung. Wer möchte, kann die Zitronenverbenne auch in den Garten pflanzen, dabei darf man aber nicht vergessen, sie im Herbst wieder auszugraben. Ihr Winterquartier sollte hell und kühl, aber frostfrei sein. Ideal ist ein Wintergarten oder ein Treppenhaus. Geerntet werden die feinen Triebspitzen mit länglichen Blättchen ab Juli bis September. Frisch oder getrocknet können sie zum Aromatisieren von Tees, Eistee oder Bowlen verwendet werden. Hier harmoniert ihr Duft besonders gut mit Melisse oder Minze. Frisch verleihen die zarten Blättchen fein geschnitten Fruchtsalat, Obstsorbet oder Kuchen nicht nur ein feines Aroma, sondern auch Farbe.
Zitronenthymian
Streicht man mit den Händen durch einen kleinen Busch Zitronenthymian, Thymus × citriodorus), so streicht einem sofort ein feiner, zitroniger Duft um die Nase. Hier handelt sich um eine Zuchtform des Thymians, eines immergrünen Halbstrauchs, der im Mittelmehrraum heimisch ist. Leider ist der Zitronenthymian bei uns nicht ganz winterhart und benötigt daher einen Schutz, am besten aus Herbstlaub, das zum bessern Halt mit Tannenreisig abgedeckt wird.Zitronenthymian sollte man möglichst frisch verwenden, denn nur so kommt sein frischherber Geschmack vollumfänglich zur Geltung. Dieser passt übrigens wunderbar zu Fisch, Lamm oder Geflügel sowie fruchtigem Gemüse und eignet sich zum Aromatisieren von salzigem Gebäck und aromatischen Tees.
Zitronengras
Frisch zitronig riecht das zu den Süssgräsern gehörende Zitronengras, Cymbopogon citratus, jedoch mit einem Hauch Rosenduft. Die Herkunft der Wildform ist unbekannt. Die Pflanze ist mehrjährig und bildet in den Anbaugebieten - hauptsächlich Asien und Südamerika - mit den Jahren Horste von bis zu zwei Metern Durchmesser. Seine schilfartigen, hell- bis dunkelgrünen, im Ansatz aufrecht stehenden Blätter werden bis zu einem Meter lang. Die Enden sind überhängend und bewegen sich sanft im Wind.
In asiatischen Ländern werden daraus durstlöschende Teegetränke hergestellt. Beliebt in der vietnamesischen und indonesischen Küche ist die verdickte Basis der Blätter, die mittlerweile auch bei uns im Kühlregal von Supermärkten erhältlich ist. Als Pflanze ist das exotische Gras ab Mai auch im Topf erhältlich.
Nach den Eisheiligen steht es gerne an einem geschützten vollsonnigen Ort im Freien. Das Substrat sollte humos und feucht sein, daher regelmässige Wassergaben keinesfalls vergessen. Im Winter mag das Gras einen hellen warmen Standort bei Raumtemperatur oder leicht darunter.
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