SucheFür Unternehmer
ThemaStart · Forum

Jakobskreuzkraut

26Antworten4’339Aufrufevon Andreas · 5. August 2015letzter Beitrag vor 11 Jahren
  1. Andreas7’092 Beiträge5. August 2015
    wer kennt sich damit genauer aus ?

    IMG_6319_2_1.JPG

    IMG_6320_3_1.JPG

    IMG_6321_1_1.JPG

    3 Anhänge

    • post-645-0-04333100-1438763661.jpgpost-645-0-04333100-1438763661.jpg
    • post-645-0-66151200-1438763667.jpgpost-645-0-66151200-1438763667.jpg
    • post-645-0-15959800-1438763674.jpgpost-645-0-15959800-1438763674.jpg
  2. engadinstar42 Beiträge5. August 2015
    Neophyt /emoticons/default_icon_cool.gif

    War schon immer vorhanden, wurde vor etlichen Jahren in Samenmischungen unter anderem bei Böschungen mitverwendet und verbreitet sich seitdem rasant.

    Im Allgäu kämpfen die Bauern verzweifelt dagegen an, Kühe und Pferde fressen es auf der Wiese nicht, können es aber in Heu und Silage nicht erkennen.

    Gibt Testreihen, die die Giftigkeit in Silage/Heu belegen/widerlegen sollen.

    Heilpflanze, aber nur äusserlich.

    Und mehr weiss ich leider auch nicht. Was suchst Du denn darüber?

    Gruss Mona

  3. Andreas7’092 Beiträge5. August 2015
    ich hab den halben garten voll damit und bin heute per sogenannten zufall über einen zeitungsartikel von vor 20 jahren gestolpert.nnvorher habe ich mich an der planze nur gefreut ohne genau zu wissen was es ist, doch keine angst die freude bleibt und den bienen schmeckt es.

  4. engadinstar42 Beiträge5. August 2015
    Das heisst, das "Problem" existierte schon vor 20 Jahren??

  5. Andreas7’092 Beiträge5. August 2015
    obs ein problem ist weiss ich ja nicht so genau, weil probleme oft hochstilisiert werden wo gar keine sind.nnin den wiesen haben wir kein solches kraut, es hat gar keine möglichkeit auftzuwachsen wo doch schon gemäht wird, wenn das gras 5 cm hoch ist....nndie spinnen die bauern....

    IMG_6323_2_1.JPG

    1 Anhang

    • post-645-0-26572300-1438765264.jpgpost-645-0-26572300-1438765264.jpg
  6. Armin1509584986840 Beiträge5. August 2015
    Das die Bauern spinnen muss ich dir, als Bauernsohn und selbst ausgebildeter Bauer sehr wiedersprechen.

    Das Jakobskreuzkraut ist in den Wiesen wirklich ein grosses Problem. Und eben auch in Heu oder Silage.

    Es ist zwei jährig, bildet im ersten Jahr die Rosette und blüht im zweiten. 

    Wenn du es ausreissen kannst bevor es versamt dann bringst du es ohne Gift innert 3 Jahren weg.

  7. Andreas7’092 Beiträge5. August 2015 · bearbeitet
    hab ich geschriebe, das alle bauern spinnen ?nnwie ich es wegbringen kann weiss ich inzwischen aber ich will es ja gar nicht weg.nnund auf den umliegenden wiesen hab ich es nie gesehen.nnich habe 2 bauer-spinner beispiele in meiner nächsten nachbarschaft.nnfrüher gabs heu, danach 2 mal emd.nnheute, ich habs gezählt, werden die wiesen bis 12 x gemäht....nndie bauern bezahlen ja für den diesel ca. 49 rappen...

  8. Armin1509584986840 Beiträge5. August 2015
    Ja also wenn sie die Wiese wirklich 12 mal mähen dann ist das wirklich fraglich.

    Aber wo die den Diesel so billig her kriegen musst du mir unbedingt abklären, weil dann will ich auch  /emoticons/default_wink.png

  9. Andreas7’092 Beiträge5. August 2015
    bundessubventionen für bauern im berggebiet, glaube ab zone 2nnauf diesel / benzin kein zollzuschlag

  10. Armin1509584986840 Beiträge5. August 2015
    Zone 3

  11. Andreas7’092 Beiträge5. August 2015
    da es ja im toggenburg nur rauf oder runter geht ist diese zone 3 hier häufig....

  12. Armin1509584986840 Beiträge5. August 2015
    Wie du gesagt hast, macht das Kreuzkraut eigentlich keine Probleme in Wiesen die Mehr als einmal im Jahr gemäht werden.

    Bei den Biodiversitätsförderflächen sieht dies leider anders aus, da ist es sehr wohl ein Problem.

  13. Andreas7’092 Beiträge5. August 2015
    dasselbe hast du aber auch mit verschiedenen andern pflanzennngrad gelber enzian und gewissen distelarten

  14. Andreas7’092 Beiträge5. August 2015
    also was mich interessiert ist:nnob jemand erfahrungen hat mit Jakobskreuzkraut in sache heilpflanze, essbare teile, und dergleichen...nnnur unkraut lasse ich nicht gelten......nnbienen sind häufige gäste an den blüten aber ich denke, desswegen ist der honig nicht giftig......... ?

  15. Andreas7’092 Beiträge5. August 2015
    susann, vieleicht muss das thema unter       "Vorsicht, Gift!"

  16. Armin1509584986840 Beiträge5. August 2015
    Ja natürlich hat man das auch mit verschieden anderen Pflanzen, und auch die werden mühsam von hand entfernt.

  17. Andreas7’092 Beiträge5. August 2015
    Das Jakobs-Greiskraut (Senecio jacobaea; Syn.: Jacobaea vulgaris Gaertn.) wird auch Jakobs-Kreuzkraut genannt und gehört zur Pflanzengattung der Greiskräuter (Senecio) innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae).

    Der Artname bezieht sich auf den Blühtermin um Jacobi (25. Juli) –

    eigentlich beginnt die Blühzeit jedoch schon Anfang Juni mit schütteren Blütenständen.

    Die typisch „buschigen“, stark verzweigten Blütenstände werden aber tatsächlich erst im Hochsommer voll ausgebildet.

    Jakobs-Greiskraut ist die Nationalblume der Isle of Man, wo sie unter dem Namen Cushag bekannt ist.

    Inhaltsstoffe und Giftigkeit

    Diese Pflanzenart wird von Landwirten und Pferdehaltern nicht gerne gesehen, da alle ihre Teile auf Grund der enthaltenen leberschädigenden Pyrrolizidinalkaloide giftig sind und dies auch bei Hautkontakt.

    Der Gehalt ist in den Blüten bis zu doppelt so hoch wie im Kraut.

    Im Einzelnen sind Acetylerucifolin, E-Erucifolin, Z-Erucifolin, 21-Hydroxyintegerrimin, Integerrimin, Jacobin, Jacolin, Jaconin, Jacozin, Retrorsin, Ridellin, Senecionin, Seneciphyllin, Senecivernin, Spartioidin und Usaramin vorhanden. Die Alkaloide bleiben, im Gegensatz zu vielen anderen Giftpflanzen, bei der Konservierung in Heu oder Silage wirksam und werden auf diese Weise auch von Weidetieren mit aufgenommen, die die im frischen Zustand bitter schmeckenden Kräuter ansonsten eigentlich meiden.

    Auch kleine Dosen schädigen die Leber dauerhaft, so dass eine schleichende Vergiftung über Jahre möglich ist. Insbesondere bei Pferden, aber auch bei Rindern kann das Kraut zu ernsthaften Erkrankungen und schließlich zum Tod führen.

    Als tödliche Dosis für Pferde werden 40 bis 80 Gramm Frischpflanze pro Kilogramm Körpergewicht genannt, bei Rindern 140 Gramm.

    Schafe und Ziegen sind weniger empfindlich, bei Aufnahme größerer Mengen (zwei bis vier Kilogramm pro Kilogramm Körpergewicht) sollen aber auch bei diesen Todesfälle auftreten.

    Offensichtlich sind Kaninchen und verschiedene andere Nagetiere (beispielsweise Meerschweinchen und Wüstenrennmäuse)[7] resistent gegen oral aufgenommenes Jakobs-Kreuzkraut.

    Die intravenöse Verabreichung des Giftes führte allerdings zum Tode der Kaninchen, so dass das Gift möglicherweise im Magen-Darm-Trakt der Tiere inaktiviert oder nicht resorbiert wird.

    Nach einer Theorie soll der Rückgang der Kaninchenpopulation für die Häufigkeitszunahme des Jakobsgreiskrauts verantwortlich sein.

    Wegen seiner Giftigkeit wird das Jakobs-Greiskraut heute nicht mehr als Heilpflanze verwendet.

    Es ist möglich, dass Pyrrolizidinalkaloide über pflanzliche Nahrungskomponenten in den menschlichen Nahrungskreislauf eingetragen werden.

    Der Übergang von Pyrrolizidinalkaloiden in den Nektar und mit diesem in Honig wurde nachgewiesen.[10][2] Untersuchungen ergaben eine vergleichsweise geringe Belastung bei deutschen Honigen, kritischer ist dies bei Honigen aus Übersee.

    Das Bundesinstitut für Risikobewertung fordert aufgrund der extremen Giftigkeit eine Nulltoleranz für Pyrrolizidine.

    Bis heute gibt es bei Lebensmitteln weder Regelungen bezüglich Höchstmengen noch regelmäßige Kontrollen.

    Kontrollprogramme sind begonnen worden vom Bundesinstitut für Risikobewertung an Tees und Kräutertees und vom Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Freiburg an Honig.

    Innerhalb der Art können zwei Chemotypen unterschieden werden: Ein in Nordwesteuropa verbreiteter Jacobin-Chemotyp und ein in Südosteuropa verbreiteter Erucifolin-Chemotyp.

    Im Sommer kann man auffallend gelb-schwarz gestreifte Raupen am Jakobs-Greiskraut beobachten.

    Es handelt sich dabei um Raupen des Jakobskrautbären (Tyria jacobaeae), einer Schmetterlingsart, die sich auf Greiskräuter, insbesondere auf das Jakobs-Greiskraut, spezialisiert hat.

    Die Raupen werden durch das aufgenommene Gift für Fressfeinde ungenießbar.

    Das sagt u.a. google dazu.

  18. Andreas7’092 Beiträge5. August 2015
    also aus gelber enzianwurzel werden im jura die grüne fee gebrannt auch absinth genannt.

  19. engadinstar42 Beiträge5. August 2015
    grüne Fee wird aus Wermut gemacht.

    aus Wurzeln vom gelben Enzian macht man Enzianschnaps.

    Die Pflanze steht allerdings unter Naturschutz. Verarbeitet werden Pflanzen aus Ertragsanbau.

    Gruss

    Mona

  20. engadinstar42 Beiträge5. August 2015
    www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/sendungen/unser-land/umwelt-und-natur/wasserkreuzkraut100.html

    gibt auch noch mal Informationen weiter.

    Essen würde ich es nicht, aber diese Pyrrolizidinalkaloide sind ja auch in Beinwell und Huflattich.

    Und die wiederum verwende ich in meiner Hausapotheke.

    Gruss Mona