Wie ist denn das Aroma deiner Herbst-Tomaten? Kannst du es mit den Sommertomaten vergleichen?
Im Prinzip sind es ja "verspätete" Sommertomaten, liebe Melissa.
Der Geschmack ist nicht mehr ganz so intensiv wie bei den vorher gereiften Tomaten.Sie schmecken aber immer noch besser als die Tomaten von Discounter....
hab mal gehört, man könnte aus noch grünen Tomaten eine art Gelee machen...
Das ist ein gefährlicher Irrglaube welchen ich besonders auf Rezeptseiten schon oft las...... das Alkaloid Tomatin kann Erbrechen , Übelkeit bis schwereren Sympthomen hervorrufen....das gleiche wie Solanin in Kartoffeln.
Die grünen Tomaten welche für Gelees verwendet werden oder auch zum Rohessen sind , sind und bleiben grün.....Es sind spezielle Sorten wie zB. Green Zebra , Evergreen (hatte ich letzten Jahr) ,Green Giant , Green Grape (Cherry) ,
Wir haben das jahrelang gemacht, die Tomaten die nicht mehr rot werden wollten reingenommen einige tage an die wärme gelegt und wenn auch da nichts mehr ging irgend ein Gelee gemacht.
Das hatte ich vom Grossvater abgekuckt.
Was ich nicht mehr weiss wie die ganze Prozedur ging.
Ich hab mich jetzt mal rauf und runter gelesen zum Thema, da ich mit dem Chutney noch nie Probleme hatte.
Stiftung Warentest meint dazu:
Solanin: Das hitzebeständige Naturgift steckt vor allem in Nachtschattengewächsen (Solanaceae) wie Tomaten, die nicht ausgereift sind. Betroffen sind auch Kartoffeln mit grünen Stellen und Keimen, die nach zu heller und zu warmer Lagerung entstehen. Übelkeit bis zum Erbrechen und Krämpfe können Folgen einer Überdosis Solanin sein – ab 400 Milligramm kann es tödlich wirken.
Tomaten: Schon 25 Milligramm Solanin machen sich unangenehm bemerkbar – so viel kann in einer unreifen Tomate (80 Gramm) stecken. Bei halbreifen Früchten sinkt der Gehalt auf weniger als harmlose 2 Milligramm.
Grüne Tomatenspezialitäten: Vor allem US-Amerikaner und Südeuropäer lieben das saure Aroma von grünen Tomaten. Traditionell handelt es sich dabei um unreife Restfrüchte, die am Ende der Ernte pur oder eingelegt noch zu Ehren kommen. Wer darauf schwört, sollte sich auskennen. Einige Löffel Zucker können etwa in Konfitüre aus grünen Tomaten das Solanin um rund 35 Prozent auf unbedenkliche Gehalte reduzieren. Durch Gärung verschwindet ein Teil des Solanins in milchsauer eingelegten grünen Tomaten. Mehr als 100 Gramm davon sollte man dennoch nicht essen. Als gesundheitlich kritisch aber gelten süßsauer eingelegte und gebratene grüne Tomaten. Es sei denn, man findet für diese Rezepte seltene Züchtungen wie die Green-Zebra-Tomate. Sie hat reif eine grüne Haut und enthält kaum Solanin.
Kartoffeln: In und unter grünen Stellen auf der Schale sowie rund um Keime herum kann sich bis zu 35 Milligramm Solanin pro 100 Gramm konzentrieren. Es steckt nur außen und durchdringt die Kartoffeln nicht.
Tipps: Schneiden Sie grüne Stellen und Keime großzügig aus, denn Solanin verflüchtigt sich nicht beim Kochen. Kartoffeln am besten bei 5 ° bis 10 ° Celsius im Keller lagern. Grüne Tomatenspezialitäten sollten Erwachsene nur als Häppchen genießen, Kinder am besten gar nicht.
Das erklärt dann auch, warum Andreas und auch ich noch leben - wie immer macht die Dosis das Gift...
Ich versuche gerade, meine letzten grünen Tomaten zum Nachreifen zu bewegen; ich musste sie grün ernten, weil die Stöcke in den Kompost wanderten...
Aktuell befinden sich die Grünen also in einem Gefäss mit Deckel, zusammen mit einem Apfel. Mal sehen, ob sie darob erröten /emoticons/default_smile.png
Wenn du dich mit den mehrdeutigen Witzen auf meine zwangsverheirateten Tomaten beziehst: Sie sollen es eben nicht vertragen, sondern schamerröten /emoticons/default_laugh.png
Nach zwei frostigen Nächten war es das dann mit der diesjährigen Tomatensaison.
Die restlichen Tomaten und die Tomatenstöcke sind erfroren.
Aber nach der Saison ist ja bekanntlich vor der Saison.
Daher ist die weitere Samengewinnung voll im Gange.
Dazu taugen auch die erfrorenen Tomaten.
Nach zwei frostigen Nächten war es das dann mit der diesjährigen Tomatensaison.
Die restlichen Tomaten und die Tomatenstöcke sind erfroren.
Aber nach der Saison ist ja bekanntlich vor der Saison.
Daher ist die weitere Samengewinnung voll im Gange.
Dazu taugen auch die erfrorenen Tomaten.
Gruß
Heinrich
Meine sahen schon im August so aus, allerdings ohne Frost.
ich habe bisher immer nördlich der Alpen gelebt und wohne seit einem halben Jahr in südlich der Alpen in der nähe von Lugano. Hat jemand Erfahrung mit dem Anbau von Obst und Gemüse in diesem Klima? Ich finde leider keine Informationen zum Auspflanzzeitpunkt von z.B. Tomaten. Ist meine Annahme richtig, dass ich Tomaten und co sehr viel Früher in Garten Pflanzen kann als in nördlicheren Gebieten?
wohne seit einem halben Jahr in südlich der Alpen in der nähe von Lugano.
Martin
Hallo Martin
Ich wohne nicht im Tesssin.... aber, ich würde an Deiner Stelle einfach mal mit den Nachbarn dort reden.... oder eine örtliche Gärtnerei besuchen. Die sollten es ja definitiv wissen... und guten Samen, oder Jungpflanzen gäbe es dort vermutlich auch.
Der beste Zeitpunkt fürs Auspflanzen ist, wenn die Temperaturen nachts nicht mehr unter 10° fallen. Tagsüber dürfen die Schwankungen grösser sein, ideal sind Wachstumstemperaturen von 18-25°.
Im Tessin und anderswo gilt: Den Wetterverlauf beobachten 🙂 Letztes Jahr konnte man auch im Norden vergleichsweise früh auspflanzen.
Im Tessin regnet es selten, aber wenn es regnet, dann gleich Bindfäden. Tomaten mögen keinen auf dem Kopf, deshalb macht ein Dach oder eine vom Dach geschützte Mauer Sinn. Auch gegen zu grosse Hitze.