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Vogelfreundliche Gärten

Mehr Vogelarten im Garten mit einheimischen Sträuchern Im März ist der ideale Zeitpunkt, um Gehölze zu pflanzen. Nicht nur Dank der etwas milderen Temperaturen, auch der Gartenfachhandel bietet gegenwärtig das umfangreichste Sortiment an.…

Redaktion17. November 20165 Min. Lesezeit

Nahrungsnetz im Garten: elf Kreise verteilen sich auf drei Stufen von unten nach oben, unten die Pflanzen, oben die Räuber; die Kreise werden nach oben grösser. zehn geschwungene Linien mit Richtungswinkel verbinden je eine untere mit einer oberen Stufe.
Mehr Vogelarten im Garten mit einheimischen Sträuchern




Im März ist der ideale Zeitpunkt, um Gehölze zu pflanzen. Nicht nur Dank der etwas milderen Temperaturen, auch der Gartenfachhandel bietet gegenwärtig das umfangreichste Sortiment an. Wer die Wahl hat, hat bekanntlich auch die Qual. Nun gilt es Prioritäten zu setzen. Warum nicht einmal zu Gunsten unserer Vogelarten? [COLOR= rgb(0, 0, 0)]Die beste Voraussetzung zur Ansiedlung eines möglichst grossen Vogelbestandes sind naturnahe Gärten, in denen nicht nur Blumen und Gemüse gedeihen, und im Sommer wöchentlich der Rasen gemäht wird. [/COLOR][COLOR= rgb(0, 0, 0)]Natürlich soll jeder Gartenbesitzer auch auf seine Kosten kommen, was seine Vorlieben angeht, aber Gärten, die zumindest stellenweise sehr naturnah gestaltet sind, stehen als potenzielle Lebensräume bei Vögeln besonders hoch im Kurs. Das heisst nun aber nicht, dass ein naturnaher Teil im Garten ein Unkrautplatz wird. Vielmehr geht es darum, den gesamten Garten vielfältiger zu strukturieren, so dass sich eine artenreichere Insekten- und Vogelwelt einfinden kann. Dabei wird bei Pflegemassnahmen nur regulierend in die Zusammensetzung der Pflanzbestände eingegriffen. So kann sich die Tierwelt ungestört ansiedeln.[/COLOR]

[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Daneben sollte der Gartenbesitzer weiterhin in Sitzplatznähe den Anblick und Duft seiner Rosen geniessen dürfen, im Beet gleich nebenan Stauden und Sommerflor für den Schnitt ziehen und im Nutzgarten Gemüse, Beeren und Kräuter ernten können. Etwas abseits hat es vielleicht auch Platz für einen Teich, gesäumt von heimischen Wildstauden. Dies auch als Nahrungsquelle für Insekten im Sommer und Vögel im Winter, sogenannte Standvogelarten, welche in der kalten Jahreszeit hier bleiben und daher auf Früchte und Samen angewiesen sind. Aber auch eine Blumenwiese oder zumindest ein Rasen mit Gehölzgruppe bildet eine solche Struktur.[/COLOR]

  

[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Je mehr artenfördernde Strukturen also geschaffen werden, desto besser ist die Ansiedlungsmöglichkeit eines artenreichen Vogelbestandes im Garten. Mann darf aber keine allzu grossen Wunder erwarten, denn erstens bilden Vögel Reviere, in denen sie oft keine Artgenossen, aber auch keine andere Arten tolerieren. Oft sind auch bestimmte Standvogelarten dennoch nur zeitweise in unseren Gärten anzutreffen. So beispielsweise das Rotkehlchen, welches sich während des Winters gerne im Unterholz im Garten aufhält, diesen aber im Frühling zum Brüten oft wieder verlässt. Auch kann man nicht erwarten, dass sich in einem Stadtgarten gleich viele Vogelarten einfinden wie in einem Siedlungsgebiet am Waldrand, wo in der Umgebung schon viele Arten leben.[/COLOR][COLOR= rgb(0, 0, 0)]Dennoch lohnt es sich, im Garten Nahrungsangebote, Unterschlupf- und vor allem Brutmöglichkeiten für Vögel zu schaffen, benötigen diese doch, um ihre Brut aufzuziehen, vor allem Insekten, welche uns als Schädling oft das Gärtnerleben schwer machen. Die wichtigste Struktur dazu ist nebst der Begrünung von Mauern, Hausfassaden oder Lauben durch Kletterpflanzen wie Efeu, Weinreben, Waldreben oder Rosen, das Pflanzen von einheimischen Gehölzen. Dies am besten in Form von naturnahen Hecken, wie sie an Waldrändern oder Bachläufen anzutreffen sind. Aber auch schon eine kleine Strauchgruppe im Rasen reicht aus. So können Amseln, die nach einem Sommergewitter emsig Würmer auf dem Rasen einsammeln, auch im eigenen Garten brüten.[/COLOR][COLOR= rgb(0, 0, 0)]Zudem werden einheimische Gehölzarten besonders gerne von Bienen und anderen Nützlingen besucht, und die Früchte, die sich bis zum Herbst bilden, bieten den Vögeln Nahrung fürs Winterhalbjahr. Auch beanspruchen einheimische Arten weniger Pflege, vorausgesetzt, die Standortbedingungen stimmen, und sie werden nicht zu nah zusammengepflanzt. Dadurch können ihre Bewohner in Ruhe brüten, und wir haben mehr Zeit zum Beobachten. Zwar haben Schwarz- oder Weissdorn, Berberitzen und Heckenrosen oft kratzbürstige Dornen oder Stacheln, diese bieten jedoch einen guten Schutz vor Feinden, was wiederum die Artenvielfalt fördert.[/COLOR]

  


Art


Blüten


Früchte


Höhe


Heckenrose (Rosa Canina)


weiss bis rosa


rote Hagebutten


bis 2 m


Schwarzdorn (Prunus spinosa)


weiss


kleine, schwarze Pflaumen


bis 3 m


Weissdorn (Crataegus)


weiss


rot, kugelig


bis 3 m


Holunder (Sambucus nigra)


weiss


schwarze Beerendolden


bis 4 m


Felsenbirne (Amelanchier)


weiss


bläulichschwarz, kugelig


bis 3 m


Hartriegel (Cornus sanguinea)


weiss


schwarz, kugelig


bis 4 m


Liguster (Ligustrum vulgare)


weiss


schwarz, kugelig


bis 4 m


Wolliger Schneeball (Viburnum lantana)


weiss


erst rot, dann schwarz


bis 5 m


Rote Heckenkirsche (Lonicera xylostum


weiss


leuchtend rot


bis 3 m


Gemeine Berberitze (Berberis vulgaris)


zartgelb


länglich rot


bis 3 m


Haselstrauch (Corylus avellana)


unscheinbar


Nuss


bis 5 m


 
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