[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Im Winter sind Säugetiere wie Igel, Eichhörnchen aber auch unzählige Vogelarten, Insekten und Amphibien froh, wenn sie in unseren Gärten Futter oder gar einen Unterschlupf für kalte Tage finden.[/COLOR]
Nahrungsquellen für Vögel
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Wir Gartenbesitzer können dafür einiges tun, wobei sich der Aufwand völlig in Grenzen hält. Zum einen ist es hübsch anzusehen, wenn die mit weissen Kappen versehenen Samenstände von Brandkraut, Fetthenne, Schafgarbe, Blutweiderich, Gewürzfenchel und Kardendistel aus dem Schnee ragen. Zum anderen bieten sie unseren gefiederten Freunden eine willkommene Abwechslung für den winterlichen Speiseplan. Klar, an manchen Orten stören verdorrte Blütenstände. Diese werden nach dem Entfernen einfach zusammengebunden und umgekehrt aufgehängt, dies am besten vor einem Fenster, wo man die pickenden Vögel gut beobachten kann. Noch schneller geht es, wenn man die dürren Samenstände zerkleinert und auf einen Haufen legt. Aber auch die roten oder schwarzen Beeren von Schneeball, Liguster oder Hagebutten der Wild- oder Heckenrosen sowie einmalblühenden Ramblerrosen sollten nicht entfernt werden, denn auch sie werden gerne von Vögeln, Nagern und anderen Kleintieren verzehrt. Dabei zeigen einige gewisse Vorlieben: So fliegt der Distelfink besonders gerne die imposanten Samenstände der Karde an, die im Sommer mit ihren hübschen Blüten auch Sommervögel, Bienen und Hummeln anzieht. Die mit charakteristischen Kopfhauben und gelben Handschwingenspitzen versehenen Seidenschwänze bevorzugen die roten Beeren des Schneeballs. Sie brüten im Sommer in der Taigazone im Norden Europas und wandern bei Nahrungsmangel unregelmässig in die Schweiz ein.[/COLOR]
Überwinterungsorte für Insekten
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Ebenfalls sind die dürren Stängel und verwelkten Blätterhorste vieler Stauden ideale Überwinterungsorte für Insekten, wie Schmetterlingsraupen, Marienkäfer und anderen Kleinlebewesen. Auch rund um den Teich sollte man die Halme von Seggen, Simsen und Rohrkolben belassen, denn auch diese bieten vielen Tieren eine Rückzugsmöglichkeit. Der Rückschnitt sowie eine eventuell grössere «Teichputzete» erfolgt erst im zeitigen Frühjahr, bevor Frösche oder Kröten mit dem Laichen beginnen. Falllaub wird jedoch entfernt, da durch den Verrottungsprozess Faulgase entstehen, die das Wasser belasten. Damit der Teich bei starken Frösten nicht vollständig zufriert, was vor allem für Fische lebensbedrohend werden kann, legt man einfach ein Stück Holz ins Wasser. Besteht die Gefahr des Zufrierens, wird durch regelmässiges Bewegen des Holzstückes ein Teil der Wasseroberfläche eisfrei gehalten, was den Sauerstoffaustausch garantiert.[/COLOR]
Unterschlupf für viele Tiere
Ast- und Laubhaufen dienen besonders Igeln als Überwinterungsraum oder Tagesversteck. Aber auch Amphibien, Insekten und Kleinsäuger können darin Unterschlupf finden. Damit dieser nach Regen und Schneefall gut abtrocknet, bekommt er einen möglichst sonnigen, jedoch windgeschützten Ort im Garten. Ein solches Versteck beansprucht nur ungefähr einen bis zwei Quadratmeter und kann bis zu einer Höhe von 1,5 Metern aufgeschichtet werden. Dazu legt man zuerst übers Kreuz dickere Äste auf den Boden. Darauf werden mittlere und dünne Zweige locker verteilt und anschliessend mit einer dicken Laubschicht abgedeckt. Danach folgt im gleichen Verfahren wieder eine Lage mit dickeren Ästen sowie mittleren und dünnen Zweigen, gefolgt von einer dicken Laubschicht. Viele Tiere mögen auch verrottetes Holz. So entstehen auf unterschiedlichen Ebenen Hohlräume, die den Ansprüchen der jeweiligen Bewohner gerecht werden. Zum Abschluss folgt noch eine Schicht Zweige. Sie verhindert, dass bei Wind das Laub weggeblasen wird. Solche Ast- und Laubhaufen sacken durch den natürlichen Verrottungsprozess mit der Zeit in sich zusammen. Je dicker die Äste jedoch sind, desto langsamer dauert der Abbauprozess. Aber auch im Mulch des verrotteten Holzes fühlen sich viele Tiere wohl, daher kann man bei Bedarf immer nur neue Ast-, Laub,- und Zweigschichten auflegen.
Erste Bienenweide im Vorfrühling
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Zu den beliebtesten Winterblühern auf Balkon und Terrasse aber auch ausgepflanzt im Garten gehört die Schneeheide (Erica carnea). Im Gegensatz zur Besenheide (Calluna vulgaris), wovon viele, oftmals nur knospende Sorten erhältlich sind, öffnet sie nicht selten ihre weissen, rosafarbenen oder roten Blüten bereits im Dezember und blüht bis in den April. Daher gilt sie als wichtige Nahrungsquelle für früh fliegende Insekten. Damit dies über Jahre garantiert ist, sollten die Pflanzen nach der Blüte zurückgeschnitten werden.[/COLOR]
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