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Streusalz und Pflanzen

Streusalz – die Wirkung auf Pflanzen Streusalz ist für den Menschen zwar eine bequeme Art, Rutschfallen zu vermeiden, für Böden wie Pflanzen jedoch über längere Zeit schädlich. Natürlich geht die Sicherheit von Fussgängern und…

Redaktion17. November 20163 Min. Lesezeit

Bachlauf in der Aufsicht: ein schmales, blau gefülltes Wasserband mäandert von links nach rechts durch das Bild. vier Querlinien markieren Absturzstufen, vier Steine liegen im und am Lauf, dazu stehen einzelne Röhrichtbüschel am Ufer.
 


Streusalz – die Wirkung auf Pflanzen


[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Streusalz ist für den Menschen zwar eine bequeme Art, Rutschfallen zu vermeiden, für Böden wie Pflanzen jedoch über längere Zeit schädlich. Natürlich geht die Sicherheit von Fussgängern und Automobilisten vor, da es jedoch keine gleichwertige Alternative gibt, werden immer noch jedes Jahr Tausende von Tonnen Salz auf Strassen und Gehwege gestreut. Aber auch bei Eisregen, überfrierender Nässe und Schneeglätte wird Salz eingesetzt. Besonders in innerstädtischen Bereichen und an stark frequentierten Verkehrsachse entstehen so die meisten Pflanzenschäden, vornehmlich an Alleebäumen, denn durch den Auftauprozess gelangt das Streusalz mit dem Schmelzwasser in den Boden. Als erstes werden noch junge Wurzeln geschädigt, zudem auch nützliche Pilzgeflechte, die jeder Baum und Strauch zum Gedeihen benötigt. Dadurch wird die Wasser- und Nährstoffaufnahme herabgesetzt, ja sogar verhindert. Aber nicht nur über die Wurzeln wird das Salz von den Pflanzen aufgenommen, auch Spritzwasser und Salzgischt führt zu Schäden, wenn diese mit Nadeln, Blättern von immergrünen Bäumen in Kontakt kommen.[/COLOR]


Im Frühjahr sind die Schäden ersichtlich


Bereits im kommenden Frühjahr können die Folgen oberirdisch in Form von Verbrennungen an Blättern und Nadeln sichtbar werden. Bei Stauden sowie sommergrünen Sträuchern und Bäumen kommt es zu verzögertem Blattaustrieb, bei letzterem später im Jahr zu vorzeitigem Blattfall. Ferner ist schwacher Zuwachs, das Absterben von ganzen Pflanzenteilen, ja sogar der ganzen Pflanze möglich. Auch immergrüne Gehölze sind betroffen, da diese das ganze Jahr über Wasser benötigen. Zusätzlich kann bei jahrelangen Streusalzanwendungen der Boden unfruchtbar werden, da dieser auf die Dauer das Salz nicht mehr abbaut.


Wie schütze ich meinen Garten
Gegen Spritzwasser können bauliche Massnahmen, wie schützende Mauern aus Ziegelsteinen oder Beton helfen. Ist diese durch ein Fundament genügend tief im Boden verankert und liegt das Terrain dahinter noch etwa 10 bis 20 Zentimeter höher, so kann dies in vielen Fällen das Problem lösen. Sichtschutzwände aus Holz hingegen halten nur die Salzgischt und Spritzwasser ab. Kombiniert man diese jedoch mit in den Boden eingelassene Stellriemen wird auch das Oberflächenwasser weitgehend ferngehalten. Dies ist besonders wichtig bei Schneemaden an Strassen- oder Trottoirrändern, da diese, vorausgesetzt es wurde bei der Schneeräumung auch Salz ausgebracht, oft besonders viel davon enthalten. Werden sie weggeschaufelt, kann bei Tauwetter das Salz nicht in den angrenzenden Gartenboden gelangen. Auch wenn man den Nachbar nicht besonders mag, seine Pflanzen haben das Mehr an Streusalz nicht verdient, daher erst überlegen, dann schaufeln. Mittlerweile wird in vielen Dörfern die Winterräumung durch Schnee pflügen und Split ausbringen bewerkstelligt, kommt es jedoch zu prekären Situationen wie Eisregen, hilft auch hier nur noch das Streuen von Salz. Nur ein sehr kleiner Teil der riesigen Streusalzmengen wird von Privatpersonen auf deren eigenem Grund und Boden gestreut. Besser ist da ganz verzichten, die Pflanzen werden es Ihnen mit üppigem Wachstum danken. Hier lohnt sich also das Schneeschippen. Zusätzlich ausgestreuter Split oder Sand verhindert sofort nach dem Ausbringen ein Ausrutschen und wird nach der Schneeschmelze einfach zusammengekehrt. Beim Streusalz hingegen dauert es eine gewisse Zeit, bis die schmelzende Wirkung eintritt und bei sehr tiefen Temperaturen ist Streusalz schlichtweg wirkungslos.




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