Herbstanemonen - Anemonen Hybriden
Allgemeines Die Anemonen gehören in die grosse Familie der Hahnenfussgewächse (Ranunculaceae). Sie sind sehr vielfältig gestaltet und auch bei uns mit einigen Arten beheimatet. Bekannt ist die Küchenschelle oder Kuhschelle, Anemone…

[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Die Anemonen gehören in die grosse Familie der Hahnenfussgewächse (Ranunculaceae). Sie sind sehr vielfältig gestaltet und auch bei uns mit einigen Arten beheimatet. Bekannt ist die Küchenschelle oder Kuhschelle, Anemone pulsatilla, die heute unter Pulsatilla ssp. vermerkt werden. Das hübsche, weisse Buschwindröschen (Anemone nemorosa) findet man massenhaft in unseren Wäldern und sehr selten auch mal in der nördlichen Schweiz Anemone sylvestris, die Waldanemone. Sie sind beide zwar kleinwüchsig und nur entfernte Verwandte der grossen Herbstanemonen, und doch gehören sie alle zu einer Familie. Die hohen Anemonen werden in den gemässigten Gebieten als Zierpflanze in Parks und Gärten oder als Schnittblume verwendet. Mich erinnern die grossen weissen oder rosa Blüten immer an fliegende Schmetterlinge.[/COLOR]
Die wie ein Windrad angeordneten Blütenblätter machen ‘Königin Charlotte‘ zu einem Bijou. Da sie mehr als fünf Blättchen hat, wird sie als „gefüllt“ bezeichnet.
Anemone Japonica-Hybride 'Honorine Jobert‘, die weissblühende, grossblütige Herbstanemone.
Die ‘Königin Charlotte‘ gehört zu den „gefüllten“ Sorten, was bei Herbstanemonen soviel heisst wie viele, viele Blütenblätter. Kombinieren lässt sie sich mit vielen anderen Gartenstauden, hier sind es unter anderem Rudbeckien ‘Goldsturm‘.
Standort
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Unsere einheimischen, echten Anemonen sind Wald-, bez. Waldrandbewohner und schätzen darum einen halbschattigen Standort. Der Boden sollte humos sein und auch im Sommer nicht vollkommen austrockenen. Darum haben Buschwindröschen eine Platz unter Bäumen gewählt: Sie blühen noch lange vor dem Erscheinen der Laubblätter und haben so viel Licht. Die Blüten erscheinen noch vor den grünen Blättern, welche dreigeteilt gelappt sind und bis in den Sommer hinein als dekorative Bodenbedecker wirken.[/COLOR][COLOR= rgb(0, 0, 0)]Auch die Herbstanemonen lieben lichten Schatten, sind aber auch mit voller Sonne zufrieden, wenn der Boden humos, leicht feucht und durchlässig ist. Sie sind besonders für Bauerngärten, Mixed Borders und Naturgärten beliebt und gesucht. Ihre späte Blütezeit im Herbst ist ein tolle Sache, ihr Farbenspektrum und die verschieden hohen Wuchsformen sehr willkommen. Herbstanemonen neigen bei idealen Bedingungen zum Verwildern. Ihre wüchsigen Wurzelrhizome gehen öfters mal „ab durch die Hecke“! Achten Sie also bitte auf Flüchtling und werfen Sie auch niemals Pflanzenresten in den Wald.[/COLOR]
Den Charme der Einfachheit versprüht die intensiv lilarosa Herbstanemone ‘September Charme‘. Die Blüte ist nahezu zweifarbig, da einige Blütenblätter immer dunkler sind als die andern.
Herbstanemone Japonica-Hybride 'Honorine Jobert‘, eine Schönheit deren Blüten sich Ende August bis Oktober öffnen.
Wunderschön ist der Kontrast der gelben Staubbeutel mit den einfachen, lichtrosa Blütenblättern von Herbstanemone ‘Little Princesse‘.
Pflege und Rückschnitt
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Die Herbstanemonen werden nach der Blüte zurück geschnitten. Man sollte sie nicht versamen lassen. Herbstanemonen treiben relativ spät im Mai, mit ihrem grossen, dreigeteilten Blattwerk aus. Anfangs noch zögerlich, machen sie während des Sommers dicht beblätterte Horste. Die Blüten erscheinen ja nach Sorte von August bis November.[/COLOR][COLOR= rgb(0, 0, 0)]Die Waldanemonen brauchen keinerlei Pflege, sie kommen und gehen wie sie wollen. Vielleicht muss man auch bei ihnen ein wenig darauf achten, dass sie sich nicht ungehemmt verbreiten. Unerwünschte Rhizome lassen sich aber einfach entfernen, da sie nur ganz flach im Boden wurzeln. Die Wurzelteile können verschenkt oder an anderen Stellen im Garten leicht wieder eingepflanzt werden.[/COLOR]
Die Kronenanemone (Anemone coronaria) ist sehr farbenprächtig und auffällig. Sie eignet sich für Gartenbeete, Gefässe und als lange haltbare Schnittblume.
Anemone blanda, die Strahlenanemone, wird im Herbst als kleine „Knollen“ gepflanzt und blüht im Frühling gleich nach der Schneeschmelze. In Ruhe gelassen, verwildern sie und bilden schöne, dichte Bestände.
Anemone nemorosa, das Buschwindröschen, ist eine über ganz Nord-Eurasien verbreitete Waldpflanze. Sie blüht noch vor dem Erscheinen der Laubblätter der Waldbäume und hat so genügend Licht um sich zu entwickeln.
Sorten und Artenvielfalt
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Anemonen gehören zur grossen Familie der Hahnenfussgewächse (Ranunculaceae). Buschwindröschen sind ein ganz spezielles Sammlerhobby und es sind äusserst selten Kultursorten im Handel. Trotzdem, es gibt gefüllte, lila und leicht rosa Sorten, insgesamt über Hundert davon.[/COLOR][COLOR= rgb(0, 0, 0)]Bei den Sorten der Herbstanemonen ist etwas ein Durcheinander vorhanden, da viel Arten miteinander gekreuzt (hybridisiert) wurden und so nicht mehr ganz klar ist wer was ist. Grundsätzlich werden alle hohen Herbstanemonen zu Anemone hupehensis gezählt. Diese Art ist in Ostasien verbreitet und wächst wild in China, Korea und Taiwan. Die Unterart Anemone hupehensis var. japonica wächst in Japan und ist wahrscheinlich schon vor Jahrhunderten nach China gebracht worden und dort heute flächig verwildert. Man sollte also am besten alle Sorten mit Namen als Anemone-Hybriden bezeichnen. Natürlich ist die Bezeichnung “die Schönste“ sehr, sehr fragwürdig. Für mich ist es aber eindeutig die weisse ‘Honorine Jobert‘, deren grosse Blüten vor einem dunkleren Hintergrund erstrahlen. Weissen Schmetterlingen gleich stehen sie an ihren dünnen Stielen. Wie gesagt, sehr fragwürdig, denn genauso entzückend sind die rosablütige einfache ‘Splendens‘, die lichtrosa ‘Little Princesse‘, die halb gefüllte ‘Königin Charlotte‘ und die kleinblumigere, aber ebenfalls gefüllte ‘Pamina‘. Dann gibst da noch weitere “gefüllte“ Sorten: die weisse ‘Whirlwind‘, die intensiv dunkelrosa blühende ‘Bressingham Glow‘ und der vielblättrige ‘Prinz Heinrich‘, um nur die bekannteren zu nenne. Sie sehen, sortenmässig ist die Herbstanemone nicht so spektakulär wie das Buschwindröschen, aber aussehensmässig macht sie viel mehr her![/COLOR][COLOR= rgb(0, 0, 0)]Hübsche Verwandte übrigens sind die im Frühling blühenden, kleinblütigen und farbenfrohen Strahlenanemonen (Anemone blanda) die als kleine Knollen gepflanzt werden, sowie die Kronenanemone (Anemone coronaria), eine beliebte Schnittblume. Selten anzutreffen ist die rosarot blühende Frühsommer-Anemone (Anemone multifida ‘Rubra’ oder A. 'Lesserii', auch Anemone X lesserii [A.multifida x A. sylvestris]) die einem rotblühende Buschwindröschen mit behaarten Blättern ähnlich sieht.[/COLOR]
Pulsatilla alpina, syn. Anemone alpina, findet man in unseren Alpen. Diese weiss blühende Alpenanemone ist nicht ganz so häufig wie die Kuhschelle. Hier eine Pflanze vom Brienzer Rothorn/BE.
Ein zierliche, nur 30 cm hoch werdende Verwandte ist Anemone multifida ‘Rubra‘. Wo sie sich wohl fühlt, bildet sie schnell dicke Horste. Sie blüht Mai-Juni.
Pulsatilla vulgaris, syn. Anemone pulsatilla, ist die auch in den Alpen weit verbreitete Kuh- oder Küchenschelle.
Anemone sylvestris, die Waldanemone, ist zwar einheimisch, aber sehr selten geworden. Im Kanton Schaffhausen ist sie manchmal noch in lichten Wäldern zu finden.
Pulsatilla vulgaris, syn. Anemone pulsatilla, ist die auch in den Alpen weit verbreitete Kuh- oder Küchenschelle: Hier in einer rot blühenden Gartensorte.
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