Eibe: eine zweischneidige Wundertüte - Taxus
Früher wurde sie für mörderische Absichten genutzt, heute rettet sie Leben die immergrüne Eibe. Vielseitiger, aber auch zwiespältiger ist wohl kaum eine andere Pflanze in der Schweiz.Im Mittelalter war das Eibenholz sehr beliebt für die…

Beinahe ausgerottet
Infolge der vielen Kriege wurde die Eibe beinahe ausgerottet und konnte sich nicht mehr von dieser Übernutzung im Mittelalter erholen. Auch andere Gründe tragen aber zu ihrer heutigen Seltenheit in Wäldern bei. "Pferdehalter und Fuhrleute haben die Eibe wegen ihrer Giftigkeit für die Pferde systematisch ausgerissen", sagt Marcus Ulber, Waldexperte bei Pro Natura, "und heutzutage stellt der Wildverbiss eine grosse Gefahr für die Naturverjüngung dar." Heute sieht man Eiben häufig in Gärten und besonders auf Friedhöfen.
Nicht von dieser Welt?
Eiben scheinen dank ihrer gedrungenen Gestalt etwas Mystisches an sich zu haben. Sie sind daher auch in vielen Sagen von Bedeutung, in denen sie böse Dämonen vertreiben und den Weg in die Unterwelt säumen. Fast könnte man denken, die Eibe habe sich zu uns verirrt. Eiben sind anders als andere einheimische Nadelhölzer. Sie bilden zum Beispiel keine Zapfen und besitzen auch keine Harzkanäle. Zusammen mit verwandten Arten in Asien und Nordamerika bildet die Eibe eine eigenständige Familie.
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