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Die Heilpflanze Fichte

0Antworten171Aufrufevon Redaktion · 21. November 2016letzter Beitrag vor 10 Jahren
  1. Redaktion1’197 Beiträge21. November 2016
    [COLOR= rgb(0, 0, 0)]Uns wohl am bekanntesten ist die Fichte (Picea abies) als Weihnachtsbaum im idealsten Fall. Weniger ideal ist, wenn man ein Grundstück mit ‘Altlasten‘ in Form von Fichten kauft, deren Wurzelgeflecht den Boden in nächster Nähe austrocknen lässt, so dass dem robustesten Pflänzchen nicht einmal ein Schattendasein gegönnt ist. Dass die Fichte uns Menschen als Heilpflanze jedoch auch Gutes bringt, ist unbestritten.[/COLOR]


    Vorkommen


    Die Fichte, wegen ihrer rötlichen Rinde auch Rottanne genannt, gehört zu den Föhrengewächsen und ist bei uns heimisch. Aber nicht nur bei uns, ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich bis nach Ostasien. Sie kann eine Höhe von bis zu 50 Metern erreichen und gehört daher zu den höchsten Bäumen Europas.


    Mythologie


    In unserer Region galt die Fichte als Mutter- oder Lebensbaum, ein Symbol der weiblich schützenden sowie lebenserneuernden Kraft. Auch das Heiligtum der Germanen, die Irminsäule, war eine Fichte. Man versprach sich von ihr Schutz vor unvollheilen Kräften. Aus ihr entstand später der Maienbaum, der auch heute noch zu Beginn des Wonnemonats auf den Brunnenstöcken der Dorfbrunnen steht, geschmückt mit zahlreichen, farbigen Bändern. Die rheinischen Kelten opferten den Quellgottheiten Fichtenzapfen, und man war der festen Überzeugung, das Hexen ihre Tanzfläche bei einer Fichte hätten. Schon die Steinzeitmenschen nutzten die Heilkraft der Fichte, und im Mittelalter wurden ihre heilenden Kräfte bei Seuchen eingesetzt.


    Heilkunde


    Für die Heilkunde werden vor allem Auszüge aus den Nadeln, Triebspitzen, Zapfen und Harz gewonnen. Sämtliche Ausgangsprodukte sind reich an ätherischen Ölen, Terpentinöl, Harz, Glykosid Picein, Gerbstoff und Vitamin C.
    In der Aromatherapie wirken die ätherischen Öle der Fichte beruhigend, aber auch erfrischend und belebend.
    Ihre Inhaltsstoffe stärken die Nerven und helfen bei Müdigkeit und Schwächezuständen. Wer also in der vorweihnachtlichen Hektik ein dickes Fell benötigt, ist mit einem Bad, dem einige Tropfen ätherisches Fichtennadelöl beigegeben wurde, gut beraten. Im Weiteren enthalten sie antibakterielle Stoffe, welche als Tee bei Husten und Entzündungen im Hals-Nasenbereich wirksam sind. Besser schmecken Fichtennadeln jedoch in einer Teemischung mit anderen, bei erkältungslindernden Heilpflanzen wie Salbei, Thymian und Pfefferminze. Bäder mit Fichtennadelextrakt helfen bei rheumatischen Beschwerden, Muskelerkrankungen und Erkältungen. Sie tragen zur allgemeinen Stärkung bei und wirken durchblutungsfördernd. Auch beim Räuchern, einem in allen Kulturen wichtigen Ritual, kommen Fichtennadeln zum Einsatz. Dabei werden die getrockneten Nadeln, welche im Juni bis August geerntet wurden, in der Glut, auf heissen Steinen oder auf Räucherkohle verglüht. Räucherungen mit Fichtennadeln helfen bei Stress, sind kräftigend, stärkend und helfen in stürmischen Zeiten, Halt zu finden. Zudem sind sie Bestandteile von Mischungen, die zu reinigenden Räucherungen in den.

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