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Blutroter Storchschnabel

Meister im "Weitspucken" Einheimische Gewächse eignen sich ausgezeichnet als Garten- oder Balkonpflanzen. Beispielsweise der widerstandsfähige "Blutrote Storchschnabel" (auch Blutstorch-schnabel). Anders als viele der überzüchteten…

Redaktion22. November 20162 Min. Lesezeit

zwei Blumenzwiebeln im Schnitt: unter der schraffierten Bodenlinie liegen die Zwiebelschalen als ineinandergelegte Bögen, darunter fasern die Wurzeln aus, darüber tritt der Trieb mit Blättern durch die Erdoberfläche. Links ist die Pflanztiefe bemessen.
Meister im "Weitspucken"


[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Einheimische Gewächse eignen sich ausgezeichnet als Garten- oder Balkonpflanzen. Beispielsweise der widerstandsfähige "Blutrote Storchschnabel" (auch Blutstorch-schnabel). Anders als viele der überzüchteten exotischen Gartengewächse dient er Insekten und Schmetterlingen als willkommene Futterquelle. Zur Zeit leuchten die purpurroten Blüten dieser Wildblume in der freien Wildbahn - häufig an sonnigen Waldrändern.Oft wird der Storchschnabel aufgrund seines botanischen Gattungsnamens "Geranium" mit der Geranie, der allgegenwärtigen Balkonpflanze verwechselt. Die beiden Pflanzen gehören aber zu verschiedenen Gattungen. Trotzdem kann man durchaus auch Storchschnäbel in Töpfe pflanzen. "Sie blühen zwar nicht so lang und durchgehend wie die gezüchteten Geranien. Dafür sind sie sehr widerstandsfähig und ertragen Frost", sagt Reto Möckli, Biologe bei Pro Natura. "Als einheimische Wildblumen sind sie für Insekten und Schmetterlinge von grossem Nutzen und passen gut in naturnahe Gärten", fügt er hinzu. Der "Blutrote Storchschnabel" sieht auch noch besonders schön aus. Er hat fein gefiederte Blätter und seine Blüten leuchten purpurrot. Wild wächst er am häufigsten an sonnigen Waldrändern.[/COLOR]


Früchte mit Schnäbeln


[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Der Name "Storchschnabel" bezieht sich nicht etwa auf die Blüten, sondern auf die Form der Früchte, die gegen Ende der Blüte erscheinen, also ab August. Sie sind gegen vorne zugespitzt und erinnern an den Kopf mit Schnabel und den lang gestreckten Hals eines Storchs. In ihrem Wurzelstock enthalten Storchschnäbel heilende Gerbstoffe. Früher benutzte man diese Stoffe auch, um bei Verletzungen das Blut zu stillen. Vielleicht trägt der Storchschnabel deshalb den Zusatz "blutrot". Nahe liegender ist jedoch, dass man ihn auf Grund seiner leuchtend roten Blüten so taufte. Diese sind tellerförmig.[/COLOR]


Explosionsartige Verbreitung


[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Die Verbreitung ihrer Samen haben die Storchschnäbel erstaunlich ausgefeilt. Sie schleudern die gereiften Samen aus ihren Früchten - der "Blutrote Storchschnabel" bis zu zwei Meter weit. Noch vitalere Arten der Gattung "Storchschnäbel" streuen ihre Samen sogar bis zu sechs Meter weit - so beispielsweise der "Stinkende Storchschnabel". Ausgelöst wird der Schleudermechanismus, wenn im Herbst das Gewebe der Früchte austrocknet und sich zusammenzieht. Dadurch öffnet sich die Frucht, häufig explosionsartig, so dass die Samen hinaus spicken.[/COLOR]



K. Weber

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