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Wo überwintern unsere Insekten?

0Antworten268Aufrufevon Redaktion · 19. Januar 2017letzter Beitrag vor 10 Jahren
  1. Redaktion1’197 Beiträge19. Januar 2017
    [COLOR= rgb(0, 0, 0)]Naht die kalte Jahreszeit, suchen sich viele Insekten einen Überwinterungsort, um sich dann im Frühling wieder gut ausgeruht fortzupflanzen, wie dies nebst Schädlingen auch viele Nützlinge tun.[/COLOR]


    Unterschiedliche Überwinterung bei Schmetterlingen


    [COLOR= rgb(0, 0, 0)]Dazu gehört auch das Tagpfauenauge, dessen Raupen sich von Brennnesseln ernähren, ein Zeiger stickstoffreicher oder gar überdüngter Böden. Zur Überwinterung suchen sich die Falter leicht feuchte, aber geschützte Winterquartiere, wie zum Beispiel Keller, Höhlen oder Fuchsbaue. Gelegentlich verirren sie sich auf Dachböden, hier vertrocknen sie aber oft wegen mangelnder Luftfeuchtigkeit. Ganz anders verhält sich der Zitronenfalter. Dieser überwintert als einzige mitteleuropäische Schmetterlingsart als Falter ohne Schutz in der freien Vegetation. Dabei sitzt er ganz einfach auf einem Zweig oder zwischen trockenem Laub auf dem Boden. Damit dies problemlos gelingt, vermag er mit Hilfe von Glycerin, Sorbit und Eiweissstoffen den Gefrierpunkt seiner Körperflüssigkeiten derart zu senken, dass schadlos Temperaturen von bis zu minus 20° C ausgehalten werden. An sehr milden Wintertagen kann er durchaus auch kurzzeitig aktiv werden, in der Regel verharrt er aber den ganzen Winter an seinem Platz, auch wenn dieser komplett von Schnee bedeckt wird. Im zeitigen Frühjahr wieder aktiv, erfolgt die Eiablage, womit der Lebenszyklus des Zitronenfalters abgeschlossen ist. Wiederum anders überwintert beispielsweise der Schwalbenschwanz. Dieser hat sich im Herbst an einem Ästchen oder einem Pflanzenstängel in eine grüne oder braungraue Gürtelpuppe eingesponnen. Ein spezieller Frostschutz verhindert während seiner Winterruhe ebenfalls die Zerstörung der Zellen. Wenn im Frühjahr die Temperaturen für mehrere Tage 20 °C und mehr erreichen, schlüpft der Falter.[/COLOR]



    Tagpfauenauge



    Zitronenfalter


    Marienkäfer lieben die Gesellschaft 


    [COLOR= rgb(0, 0, 0)]Je nach Art wird der Marienkäfer bis zu drei Jahre alt. Daher überwintert auch er. Lausfressende Arten, deren Beute nur kurz auftritt, oft in grossen Gruppen, wie dies gelegentlich zwischen Doppelfenstern ersichtlich ist. Ebenfalls in kleinen Gruppen auf dem Boden, unter Steinen, zwischen Laub, Gras, Stroh oder Rinde. Bevor es jedoch in die Winterruhe geht, sammeln sie nebst Fett, Lipoide und Glykogen in ihrem Körper an, um während der Ruhezeit davon zu zehren.[/COLOR]




    Fallaub für die Schwebefliege


    [COLOR= rgb(0, 0, 0)]Schwebefliegen ähneln Wespen, Hummeln oder Bienen, sind aber völlig harmlos. Bei vielen Arten ernähren sich die Larven von Blattläusen und sind daher als Nützlinge sehr geschätzt. Sie überwintern als erwachsene Tiere in Sträuchern, Hecken oder Falllaub. Damit sie uns weiterhin gute Dienste leisten, sollte man ihnen unbedingt Überwinterungsmöglichkeiten anbieten, in dem nicht alles Laub aus dem Garten entfernt wird.[/COLOR]




    Hummeln für einen Sommer


    [COLOR= rgb(0, 0, 0)]Die Hummel gehört wie die Biene zu den staatenbildenden Insekten mit einer Königin. Im Gegensatz zu den Bienen überlebt das Volk in Europa jedoch nur einen Sommer und geht, je nach Art, mit der Königin ein, nachdem der Fortbestand der Art vorab durch Jungköniginnen gesichert wurde, welche im Frühjahr an andere Stelle ein neues Volk gründen. Schon bald darauf fliegen die ersten Arbeiterinnen aus, um Nahrung zu suchen. Dabei sind sie auf frühblühende Pflanzen wie Schneeheide (Erica carnea), Skimmie (Skimmia japonica), Lungenkraut (Pulmonaria officinalis), Hasel- oder Weidenkätzchen (Corylus und Salix) angewiesen.[/COLOR]




    Der Wirt als Überwinterung



    [COLOR= rgb(0, 0, 0)]Schlupfwespenarten parasitieren beispielsweise Blattläuse, Blutläuse, Fliegen, Weisse Fliegen, Gespinstmotten, Kohlweisslingslarven, Schmetterlingseier (Apfelwickler) aber auch Puppen und Raupen von anderen Schmetterlingen. Dank ihrer kurzen Entwicklungszeit bilden sich übers Jahr oft viele Generationen. Die Überwinterung erfolgt als Larve im Wirtstier.[/COLOR]






    Holzschlupfwespe


     



    Gefräsiger Buchsbaumzünsler


    [COLOR= rgb(0, 0, 0)]Die Raupen und Puppen des Buchsbaumzünslers überwintern häufig im Innern von Buchspflanzen, wie auch an anderen Pflanzen in unmittelbarer Umgebung, wobei die Raupen in eine Art Winterstarre fallen. Im Frühjahr als Schmetterling geschlüpft, sorgen diese durch Eiablage für eine weitere, gefrässige Raupengeneration. Um dies zu verhindern, werden bei Temperaturen ab ca. 7 °C, wenn die Raupe wieder mit der Nahrungsaufnahme beginnt, an den Buchspflanzen regelmässige Kontrollen durchgeführt.[/COLOR]



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