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Wer hat ein Fertighaus gekauft und ist zufrieden?

8Antworten4’227Aufrufevon Bakhira · 30. August 2013letzter Beitrag vor 13 Jahren
  1. Bakhira13 Beiträge30. August 2013
    Hallo zusammen

    Wir haben ein altes Haus geerbt, dass aber noch mit rund 255'000.- belastet ist. (Auszahlung Geschwister etc.)

    Zuerst wollten wir das Haus verkaufen, wo aber unterm Strich auch nicht sehr viel übrig bleibt und man dann auch erst noch was finden muss, was hier im Unterbaselbiet gar nicht so einfach ist, vorallem das man auch noch bezahlen kann.

    Gestern haben wir dann mit einem Bauleiter das Haus begutachtet, da wir mal wissen wollten, ob sich ein Umbau günstiger auswirken würde als ein Neubau, bzw. Fertighaus.

    Da an dem Haus aber selber seit über 15 Jahren nichts mehr gemacht wurde, ist der Zustand dementsprechend schlecht und der Herr meinte, dass da schon ethliche Kosten auf uns zukommen würden.

    Nun sind wir wieder am grübeln, ob wir ein Fertighaus kaufen sollen, da unser Budget doch eher begrenzt ist. Und der Bauherr meinte, dass Fertighäuser in der heutigen Zeit doch sehr gut wären und sicher die günstigere Variante wäre als mittels Architekt neu aufzubauen. Zu den 255'000.- würde ja zuallererst noch der Abrisspreis dazukommen.

    Nun meine Frage, was kostet so ein Abriss plus minus? Der Bauherr meinte mit ca. 40.000.- ist man dabei.

    Ausserdem möchte ich nach euren Erfahrungen fragen. Sind die Kosten bei einen Fertighaus schlussendlich wirklich so, wie sie im Prospekt stehen oder wird es am Schluss doch viel teurer?

    Haben uns mal Unterlagen von Swisshaus, Idealbau, Kobelthaus und Elk Haus schicken lassen. Bei allen wäre etwas dabei, dass uns gefallen und auch ins Budget passen würde.

    Ziel wäre es, dass wir bis Sommer 2014 einziehen könnten. Bin für jede Info dankbar.

    Liebe Grüsse Bakhira

  2. Moudi2’458 Beiträge30. August 2013
    Hallo Bakhira

    du meinst sicher Systemhäuser. Fertighäuser als solche gibt es nicht. Alle Häuser werden nicht fertig geliefert. Aber das nur en Details /emoticons/default_tongue.png

    Ein Systemhaus muss auch nicht zwingend aus Holz sein, es gibt auch Systemhäuser aus Stein und Beton.

    Wenn du nun die beiden am häufigsten erstellten Varianten vergleichst (Holzständerbauweise vs vor Ort gemauert)

    wirst du preislich keinen Vorteil einer Variante erkennen können. Es ist keine Frage des Geldes, welche Variante du bevorzugst, sondern eine Frage des Konzepts.

    Ein Vergleich via Katalog ist da nicht möglich. Sonst vergleichst du schnell Äpfel mit Birnen resp. Massa-Haus mit Weber-Haus /emoticons/default_wink.png

    Aber hierzu findest du im Forum genügend Lesestoff....viel Spass dabei.

    Gruss moudi

  3. JohnnyCashy17 Beiträge6. September 2013
    Also wir haben mit Swisshaus gebaut. Das Haus ist an sich schon gut, es gibt aber schon Sachen, da muss ich sagen, da hat man halt gespart! Zum Beispiel ist der Keller nicht Isoliert. Aussendämmung fehlt komplett -> Schimmelbefall bei Falschnutzung ist dann die Schlussfolgerung. Hat man aber bei jedem Keller der nicht isoliert ist, und falsch gelüftet wird. Dann baut Swisshaus unter dem Ziegel Meteroplaten aus Eternit ein...das ist auch nicht mehr wirklich Zeitgemäss. Sanitär-Ausstattung ist ein Witz, Küchenbudget auch. Gitterroste Lichschacht biegen sich beim Drauflaufen ca. 2cm durch...also wenn man etwas mehr will, dann bezhalt man halt auch viel mehr, und zwar mehr als wenn man es mit Architekt macht, weil der GU knallt ja auf allem nochmals 15% drauf...Zudem, die Unternehmungen die dann kommen, die betrachten einen Bauherr nicht als den eigentlichen Kunden, sondern den GU! Und das spührt man auch...Wir hatten unter dem Strich das gefühl, Swisshaus meine, wir müssten froh sein, mit ihnen gebaut zu haben, anstelle dass Swisshaus froh sein soll, für uns ein Haus gebaut zu haben.

    Zudem musst man beim GU immer einen Vertrag unterzeichnen - da steht dann z.B. auch, dass sie keine Haftung übernehmen, wenn das Haus in Hanglage ist, und dadurch z.B. Wasser in den Keller druckt. Die sagen dann einfach am Schluss - Ne, hier im Vertrag, da ist das Ausgeschlosen, während der Architekt da halt schon von Anfang an was richtiges vorsieht - z.B. Sickerleitung, man bezahlt dann aber auch dafür. Ok, dafür ists aber beim GU zu spät, und die beharren auf ihrem Vertrag.

    Also wir würden nicht nochmals mit einem GU bauen wollen.

  4. 321meins149 Beiträge6. September 2013
    Wir haben selber zwar nicht mit GU gebaut. Wir bewohnen ein älteres Haus, aber auf der Bank in welcher ich im Hypothekenbereich tätig war habe ich in Sachen GU doch einige krasse Geschichten miterlebt. Ich selber würde niemals mit einem GU bauen und niemals ein Systemhaus bauen. Falls Du das doch machst empfiehlt es sich einen grossen "Batzen" für Mehrpreise beiseite zu legen.

    Wobei ich die Grundidee der Systemhäuser nicht schlecht finde, aber an der Ausführung mangelts leider oft. Natürlich kann man auch mit einem Architekten auf die Nase fallen.

    Gruss

  5. Bakhira13 Beiträge6. September 2013
    Hallo zusammen

    Es wäre auch eine Variante das Haus zu sarnieren, was wir uns auch schon ernsthaft überlegt haben. Wie gesagt die Wohnfläche so wie es jetzt ist, ist viel zu klein. Im Keller hat es an einer Wand Salpeterbefall man müsste das also neu abdichten.

    Ausserdem müsste die kompletten Leitungen und Elektrisch neu gemacht werden. Ebenso Heizung, Küche und Boden. Unsere Beraterin von der Bank meinte aber, dass wir mit einem Umbau doch viel billiger kommen würden. Den Fenster oder andere Sachen kann man ja nach und nach machen.

    Wir sind einfach ein bisschen überfordert, welche Schritte wir zuerst einleiten sollen. Ein Bauleiter war mal vor Ort und meinte ein Umbau wäre durchaus möglich und das Haus mit Bj. 1943 ist jetzt nicht so schlecht, dass es gleich abgerissen werden muss.

    Das mit den Systemhäuser kam dann halt mal so als Überlegung hinzu, wobei ich auch nicht wirklich ganz überzeugt von der Sache bin.

    Man müsste sich halt grob mal die Kosten zusammenrechnen können die für obengenannte Sachen ca. zusammen kommen.

    Da das Haus mittlerweile leer steht, ist es halt auch so, dass wir nicht unendlich viel Zeit verstreichen lassen wollen, bis mal was passiert.

    Gruss Bakhira

  6. 321meins149 Beiträge6. September 2013
    Wir haben unser Haus umbgebaut, es hat BJ 1948. Allerdings ist bei uns Fassade und Fenster vor ca.8 Jahren erneuert worden. Kannst mal in unserer Gallery schauen. gemacht haben wir

    - Rückbau komplettes UG bis Balkenlage

    - Grundrisse verändert (2 Wände, davon 1 tragende geöffnet)

    - Anhydritboden als Bodenausgleich gegossen

    - Fussbodenheizung verlegt (darunter Isolation zum Keller)

    - Isolation Dachstock und Decken mit Flumroc

    - Gesamtes Elektro

    - Neue Küche (in einem anderen Raum)

    - Fussböden erneuert

    - ganzes Haus Innen neu gegipst und gestrichen

    - Kachelofen haben wir natürlich belassen

    Wir haben relativ viel Eigenarbeit reingesteckt und konnten alles komplett unter 100k berappen

    Heizung wird nächstes Jahr erneuert. Danach können wir auch den Kachelofen wieder nutzen. Gasanschluss bereits vorbereitet. Den Badumbau im 1. OG werden wir danach realisieren. Da wir im UG noch eine neuere sep. Dusche haben, haben wir aus Kostengründen den Badumbau verschoben. Danach haben wir aber alles erneuert und sind auf dem aktuellsten Stand.

    Man muss sich aber bewusst sein, dass das Haus dennoch älter bleibt und gewisse Abstriche, z.B. Isolation gemacht werden müssen. Dafür hat das Haus einen eigenen Charme ;-)

  7. Moudi2’458 Beiträge6. September 2013
    Wir haben selber zwar nicht mit GU gebaut. Wir bewohnen ein älteres Haus, aber auf der Bank in welcher ich im Hypothekenbereich tätig war habe ich in Sachen GU doch einige krasse Geschichten miterlebt. Ich selber würde niemals mit einem GU bauen und niemals ein Systemhaus bauen. Falls Du das doch machst empfiehlt es sich einen grossen "Batzen" für Mehrpreise beiseite zu legen.

    Wobei ich die Grundidee der Systemhäuser nicht schlecht finde, aber an der Ausführung mangelts leider oft. Natürlich kann man auch mit einem Architekten auf die Nase fallen.

    Gruss
    Hallo 321meins

    Betreffend GU kann ich deine Bedenken teilen. In Bezug auf Systemhäuser in Holständerbauweise defifnitiv NICHT. Du kannst bei Häusern, die Stein auf Stein gebaut sind genauso reinfallen, wie bei allen anderen Häuseren. Und der Batzen "Extrageld" hängt von deinem Budget ab, nicht von der Bauweise des Hauses. Es kommt auf das Konzept an und NICHT auf das Geld ! Im Prinzip bauen die renomierten GUs meist Systemhäuser. (Baukastensystem Stein auf Stein)

    Gruss moudi

  8. jomazi1’373 Beiträge6. September 2013
    Dann baut Swisshaus unter dem Ziegel Meteroplaten aus Eternit ein...das ist auch nicht mehr wirklich Zeitgemäss.
    Das Meteo Unterdachsystem von Eternit ist nach wie vor und in vielerlei hinsicht eines der besten, ich würde sogar sagen das beste, und es spricht für ein Unternehemen, wenn es nicht das billigste, sondern das beste verbaut!

    Zürück zum Thema: Da hast du ein sportliches Ziel. Ohne sagen zu wollen das es unmöglich ist, scheint es mir sinnvoll, diesen Termin mindestens ein halbes Jahr nach aussen zu schieben...

    Wünsche dir viel Freude an deinem Projekt!

    liebs Grüessli, jomazi

  9. 321meins149 Beiträge6. September 2013
    Hallo 321meins

    Betreffend GU kann ich deine Bedenken teilen. In Bezug auf Systemhäuser in Holständerbauweise defifnitiv NICHT. Du kannst bei Häusern, die Stein auf Stein gebaut sind genauso reinfallen, wie bei allen anderen Häuseren. Und der Batzen "Extrageld" hängt von deinem Budget ab, nicht von der Bauweise des Hauses. Es kommt auf das Konzept an und NICHT auf das Geld ! Im Prinzip bauen die renomierten GUs meist Systemhäuser. (Baukastensystem Stein auf Stein)

    Gruss moudi
    Habe mich vielleicht etwas ungeschickt ausgedruckt. Ich meine Systemhaus gepaart mit GU, sry

    Absolut meine Meinung dass Systemhäuser wenn gut gemacht ebenbürtig wenn nicht gar besser als konventionelle Gebäude sind.