Wir für unser Haus aus dem Jahre 1756 erbringen die Gesamtenergiemenge von ca. 32MW/a aus Stückholz vom Lieferanten vor Ort (20MW/a), aus dem örtlichen Stromnetz (8MW/a für den Betrieb) und aus Sonnenkollektoren an der Südfassade (4MW/a für Warmwasser und einen kleinen Teil Heizung).
In einem Passivhaus mit geringstem Energieverbrauch, in Verbindung mit Photovoltaik könnte wir uns mit einem Cheminéeofen, viel Romantik und kleinstem Investitionsaufwand ein energie-sorgenfreies Wohnen gönnen.
Ich befinde mich ja schon seit einiger Zeit in der Evaluation der verschiedenen Heiztechniken. Zurzeit für mich topaktuell ist immer noch die WP mit Sonde (Aufpreis WP mit Sonde vs. WP Luftwasser = CHF 14T für Bohrung und Leitungen). Solar- und Photovoltaik sind bei mir auf dem "absteigenden Ast", weil über die Lebensdauer nicht amortisierbar resp. ev. in ein paar Jahren (wenn die Preise massiv gesunken sind) interessant.
Heute war ich auf Empfehlung eines Bekannten bei der Firma Tiba bezüglich Pelletsheizungen. Nach diesem Gespräch müsste ich eigentlich sagen, dass sich eine Pelletsheizung - aus ökonomischer und ökologischer Sicht - rechnet. Klar, die Nachteile wie Platzverlust im UG für Pelletslagerung, grosse Pelletsheizung, Lieferung der Pellets durch Drittfirma 1x Jahr sind schon vorhanden aber sonst hört sich das doch ziemlich überzeugend an. Oder nicht?
Hat es "unter uns" auch Pelletsheizung-Besitzer oder "nur" L/W-WP, S/W-WP, Gas- und Oelheizung-Eigentümer?
So wie ich es heute verstanden habe, würde mir eine Pelletsheizung inkl. Kaminofen mit Wasserwärmetauscher (optinoal) rund CHF 30T kosten. Eine WP mit Sonde kostet mir auch rund CHF 34T aber dafür verbrauche ich viel weniger Strom wie bei der Pelletsheizung... Und die Holzindustrie sollte mittel- bis langfristig auch stabiler sein, als die Oel- oder Gasindustrie. Ausser, wenn das ganze Abfallholz für die Bioethanolproduktion verwendet wird...
Würde mich um Inputs freuen. /emoticons/default_additional/111.gif
> Eine WP mit Sonde kostet mir auch rund CHF 34T aber dafür verbrauche ich viel weniger Strom wie bei der Pelletsheizung
Wie ist das möglich? Pelletsoefen brauchen doch nur Strom für Steuerung, Umwälzung und Förderung der Pellets sowie fürs Anzünden, bei einer WP hat man zusätzlich zur Steuerung und Wasserumwälzung je nach Wirkungsgrad 1/2 bis 1/3 der HEIZleistung von der Steckdose.
Eben, Du meinst doch, dass man bei der Pelletsheizung WENIGER Strom als bei der WP verbraucht, oder? Aus Deinem Beitrag ist das verwirrend "herauszulesen"...
ich bin mir nicht sicher, ob eine Pelletheizung im Gebrauch billiger ist als eine WP.
A) Kamin. Den brauche ich für die WP nicht. In den SIA-Normen sind Kamine, soweit mir bekannt, eine separate Position. Also Kosten die vermutlich zur Heizung noch dazu kommen.
/emoticons/default_cool.png Jährlicher Unterhalt. Ich habe hier momentan noch eine Ölheizung. Ich vermute, dass es sich bei Pellets ähnlich verhällt.
1x Service und vorgeschriebene Feuerungskontrolle = 300.-
1x Kaminfeger = 200.-
Davon spare ich mit einer WP sicher auch einiges.
C) Die Marktwirtschaft. Angebot und Nachfrage. Es ist wohl nur eine Frage der Zeit bis die Nachfrage steigt. Wenn das passiert, werden die Preise automatisch auch steigen.
ein kleiner (hier) noch nicht erwähnter Punkt der für die Erdsonden-WP spricht: Im Gegensatz zur Luft-Wasser-WP zieht diese egal welche Aussertemperatur herrscht gleich viel Strom zum heizen! Bei tiefen Temperaturen heizt man bei einer Luft-Wasser-WP eigentlich zu 100% elektrisch!
Das war einmal. Zu 100% elektrisch kommt erst bei extrem tiefen Temperaturen vor. Meine L/W-WP hat bei -8°C noch einen COP von 3.0.
Bei -15°C sind es immer noch 2.0. Wieviele Tage hatte es die letzten 5 Jahre weniger als -15°C im Flachland?
Die Durchschnittstemperatur in den Wintermonaten in unserem Ort beträgt -1.9°C. Bei dieser Temperatur liegt der COP unserer WP bei 3.6!
Nach meiner momentanen Rechnung lohnt sich eine WP mit Sonde in den nächsten paar Jahren nicht. Wenn der Strom vielleicht mal dreimal so teuer ist wie heute sieht es wieder anders aus. Oekologisch gesehen ist die WP mit Sonde natürlich sinnvoller.
Eben, Du meinst doch, dass man bei der Pelletsheizung WENIGER Strom als bei der WP verbraucht, oder? Aus Deinem Beitrag ist das verwirrend "herauszulesen"...
Hallo Serge
Nochmals der Systemvergleich, wobei die Engergiepreise für Öl und Ergas nicht mehr ganz stimmen.
Also wenn wir in die Zukunft schauen könnten - dann hätte, könnte, sollte ...
Niemand kann sagen wie sich die Strompreise, der Ölpreis, die Pelletspreise usw. entwickeln... Natürlich ist überall der Markt der spielt - wenn die anderen Energieträger teuer werden wird auch der Pelletspreis steigen - einfach weil einen kWh Energie des einen Energieträgers mit einer kWh des andern Energieträgers verglichen wird. Und der Vergleich per kWh ist nun mal der primäre Vergleich.
Somit sind sicher alle Systeme, denen nur einen Teilmenge der Enegie zugeführt werden muss, langfristig im Vorteil.
Auf der anderen Seite kann ich die rund 30% elektrische Energie die die WP benötigt nicht speichern oder selber erzeugen - Pellets oder Öl kann ich lagern - und die zugehörige elektrische Energie könnte theoretisch mittels Photovoltaik erzeugt (und in Batterien zwischen gespeichert) werden um zumindest für ein paar Monate 100% autonom zu sein.....
Wer weiss ob in Zukunft die Energieversorgung immer unterbrechungsfrei ist wie wir uns das heute gewohnt sind....
Vielleicht setzten die SP und die Grünen zusammen mit dem VCS an Stelle des Klimarappens einen Klimafünfliber durch....
Vielen Dank für den Systemvergleich... Hatte ihn gestern im "Archiv" gefunden aber hatte dann Probleme beim Uploaden. Der Vergleich ist sehr interessant - auch wenn wie Du sagst nicht topaktuell.
Die WP mit Sonde schneidet aber auch nur bei diesen Zahlen (10 Fam-Haus)besser ab. Setze einmal Werte für ein EFH ein, dann sieht die Rechnung wieder ganz anders aus. Eine WP mit Sonde lohnt sich bei einem grossen Stromverbrauch natürlich entsprechnend mehr. Bei einem Minergie-EFH z. Bsp. sieht es für eine WP mit Sonde ziemlich schlecht aus (natürlich nur oekonomisch).
Hallo Pippen. Konnte nicht sehen, dass es sich hierbei um ein MFH handelt... Mein zukünftiger Wohnort liegt ca. 650 Meter über Meer. Was hältst Du von der Variante LW-WP mit Kaminofen mit Wasserwärmetauscher? So quasi anstatt eine Sonde für CHF14T einen Kaminofen, den man noch für die Warmwasseraufbereitung nutzen kann.
Würdest Du mit dem Kaminofen, dann nur das Warmwasser erwärmen oder auch das Heizwasser? Denn nur das WW fände ich nicht sinnvoll. Das Heizwasser via Speicher sehe ich dann schon eher.
Wir haben ja einen Kachelofen und haben uns überlegt, ob wir ihn auch via Wärmespeicher an den Heizkreilauf anschliessen sollen. Schlussendlich kamen wir aufgrund verschiedener Gespräche zum Schluss, dass es sich für uns nicht lohnt. Mit unserer kontrol. Lüftung können wir die Heizwärme des Ofens sehr gut im ganzen Haus verteilen.
Ist bei euch eine kontrol. Lüftung geplant? Falls nicht, wäre das nicht eine Möglichkeit diese 14t so zu investieren. So kann man auch viel Strom sparen.
Wir haben geplant zum Standardhaus das Minergie-Packet zu nehmen (bessere Dämmung und Komfortlüftung). Der Aufpreis Minergie beträgt rund CHF 34'000.-- (8% vom Standardpreis).
Was hältst Du von der Variante Minergie-Packet und NUR WP mit Erdsonde? Meiner Frau würde so ein Ofen gefallen. Mir persönlich wäre der Aufwand mit Holzbeschaffung & Lagerung irgendwie zu hoch... Ich bin eher der "Gärtner". Müsste mich mit dem Gedanken anfreunden. Wenn das ganze Heizungssystem allerdings so Sinn macht (ökonomisch) warum nicht...
Wie war bei Dir der Aufpreis Ofen mit Wärmetauscher und Ofen ohne Anschluss zum Zentralheizsystem?