Als (noch) Greenhorn im Bauwesen lese ich gerne im Forum mit und habe da aber noch fragen zu den Experten (finde irgendwie nicht die richtigen Beiträge)
Wir sind ganz am Anfang. Also Baulandsuche ist voll im Gang und wir machen uns Gedanken über Grundrisse, Bauweisen, GU's etc.
Nun ist die Heizung dran. Was ist sinnvoll?
Wir möchten gerne im Minergiestandard bauen (wenn möglich) und in Holzbauweise. Also eine gute Dämmung haben, damit auch die Heizkosten/Stromkosten niedrig bleiben.
Habe von verschiedenen Möglichkeiten gehört:
Frischluftheizung (ist das in der CH noch erlaubt)
Luft/Wasser Wärmepumpe
Erdsonde
Pellet
und noch eine Frage. Kontrollierte Be- und Entlüftung ... muss die immer laufen oder stellt man die auch ab (Stromkosten)...
Die Lüftungsgeräte kann man sicher an und aus schalten, meistens gibt es verschiedene Intesitätsstufen, je nach Bedarf.... I. d. R. laufen diese permanent. Die Rechnung ist folgendermassen: Die Energieeinsparung durch die Wärmerückgewinnung ist viel höher als die Unterhaltsenegie. Ausserdem sorgen sie für eine angenehm frische Luft,eine Entfeuchtung und eine Filterung der Raumluft.
Ich würde mir jederzeit wieder eine einbauen lassen, es werden sich aber sicherlich auch andere Meinungen hier finden......
Es kommt sicherlich viel auf das Modell und die Installation an. Und auf die subjektive Wahrnehmung eines jeden Einzelnen. Manche sind für solch niedrigen Frequenzen empfindlich, Andere wiederum nicht....
Die Anzahl der Googlehits und die Ensthaftigkeit der Disussionen zeigen jedoch, das hier keine abgehobenen Eso-Spinner am Werke sind, sondern, dass das Problem real ist!
Das System (frag mich nicht nach dem Namen:149🙂 gäbe es scheinbar schon seit einiger Zeit.
Die Anlage beinhaltet alles.
Heisst, die Aussenluft wird in unserem Fall zwischen Parterre und 1. Stock an gesogen.
Die Luft von Innen wir in den Nebenräumen (WC, Bad, Wirtschaftsraum) eingezogen und in dem Teil wird der "alten" Luft die Wärme entzogen und der "neuen" Frischen zugegeben. Diese wird dann an 2-3 Punkten, je nach Grösse des Hauses ein geblasen. Brauchwasser, Heizung und Luft wird alles über diese Anlage gemacht. Wenn z.B. der Wasserverbrauch hoch ist wird mit Strom nach geheizt.
Die Bodenplatte, in unserem Fall ist kein Keller, ist eine Thermogrundplatte.
Die Bodenheizung ist in der Bodenplatte eingegossen und somit ist die Platte ein grosser Wärmespeicher.
Ach ja, die kontrollierte Be- und Entlüftung ist in einem Schrank der etwa die Masse 190cm x 80 x 80 hat und steht im Wirtschaftsraum.
Als wir im Januar die Bemusterung machten, waren wir in einem Schwedenhaus und ich fragte ob denn die Anlage laufe.
Die Antwort war, selbstverständlich laufe diese und man zeigte sie mir.
Ein gaaaanz feines Surren kam von der Anlage, sonst hörten wir im Haus überhaupt nichts. Und das Klima war perfekt!
6 Stunden in dem Haus und meine Frau hatte nicht eine Sekunde kalt!
Ja das läuft in etwa so ab. Will mich aber nicht zu sehr auf die Äste raus lassen, weil ich es noch nicht richtig kenne.
Ich stand in dem besagten Schwedenhaus vor der Anlage und fragte noch mal nach ob die wirklich laufe.
Ehrlich, ein ganz leises säuseln war zu hören, mehr nicht.
Und im Haus selber stille und eine sehr angenehme frische Luft ohne Gerüche.
An dem Tag schneite es auch und wir standen zwischen durch auch auf dem Sitzplatz und rauchten. Die Tür nach drinnen war dann immer halb offen um weitere Infos mit zu bekommen.
Und es war immer wohlig warm drinnen.
Wir freuen uns gewaltig auf unseres Haus /emoticons/default_smile.png*
Es wäre interessant wenn Du die Marke und den genauen Typ herausfinden könntest. Denn ich bin mir fast sicher, dass die WP selber nicht gelaufen ist, denn nur schon die Luftgeräusche sind gut hörbar. Denn da wird eine grosse Menge Luft transportiert.
Aber es ist tatsächlich so, dass es bei L/W WP grosse Unterschiede in der Geräuschentwicklung gibt.
Nach Informationen unseres Planers wechselt die Anlage 2x pro Stunde die gesamte Luft.
Wie ich schon geschrieben habe kann ich (noch) nicht so viel sagen. Lediglich dass was ich selber erlebt und gehört habe.
Bei Aussentemperaturen um den Gefrierpunkt, Schnee und man hörte nichts von der Anlage und der Luft... Die wird bei solchen Bedingungen sicher immer laufen.
Was ich weiss ist, dass die Firma NIBE Wärmepumpen auch in Schwedenhäusern Anlagen einbaut.
Leider gibt es viele Vorurteile und sehr viel Lobby dagegen.
Grundsätzlich ist festzuhalten, dass es sehr gute Lösungen gibt.
Möchte mich im Punkt Luftaustauschraten Wellingtonia anschliessen.
Für ein gutes Raumklima, sowie Schimmelvermeidung sollte 0.5 die Messlatte sein. Wenn dies durch eine Fensterlüftung geschieht, schmeisse ich die Energie zum selbigen raus. Was soll dann eine Gebäudeisolation? Ich muss ja die Gewinne zu Fenster rauslassen.
Wenn ich dann eine Komfortlüftung einbaue, bekomme ich bei normalen Systemen 80% und bei guten 95% der Energie zurück.
Besser ist wenn ich dann auch Direkt mit diesem System Heize hier bekomme ich die besten Luftwerte und die grössten Einspareffekte.
Luft ist der schnellste Energieträger!!! Mit Elektrostatischen Filtern kann man sogar für Gesundheitlich angeschlagenen Personen, ein Komfort bieten der bei keinem anderen Heizungssystem erreicht wird.
Dies wurde in Krankenhäusern, Alterswohnungen bereits bewiesen.
Mit den Aussagen kontrollierte Lüftung als Heizquelle benützen und Luft ist der schnellste Energieträger wäre ich vorsichtig.
Es gibt zu viele Studien und Berichte die aus physikalischen Gründen dagegen sprechen.
Bei normalen Luftwechselraten kann auch beim Passivhaus nicht die nötige Energiemenge über die Luft in die Räume transportiert werden, dass dieses System die Heizlast trägt.
Es wird immer noch eine Zusatzheizung d.h. ein zweites System benötigt.
Ich bin sicher kein Minergie allheilmittel Vertreter.
Aber gute Isolation und gute Haustechnikanlagen, die dann auch ordentlich geplant und ausgeführt werden, machen sinn. Sie Sparen Energie, dass ist belegt.
Von deinem Kollegen mit der KWL hört man leider immer wieder. Dies hat aber nichts mit dem System an sich, sondern mit der Planung,Ausführung und Anlagentechnik zu tun. So wie Du es beschreibst, handelt es sich klar um einen groben Baumangel.
Wenn er Eigentümer ist, sollte er hier sehr schnell aktiv werden.
Wenn er Mieter ist, sollte er sofort eine schriftliche Mangelanzeige mit eingeschriebenen Brief an den Vermieter senden.
In beiden Fällen sollte er sich bei Hausverein,HEV oder Mieterverband Unterstützung holen.
Deiner Logik nach müsste man dann ja in einem Zelt wohnen, in dem ein E-Ofen die ganze Zeit läuft.....Na ja Scherz beiseite: Was Du bei Deinen Ausführungen leider nicht einschliesst ist die Tatsache, das die Luft via Wärmeaustauscher (Achtung: analog zur WP) innerhalb der Lüftungsgerätes erwärmt wird. Kalte und warme Luft kommen nur dort miteinander in Kontakt und das Kondeswasser wird abgepumpt, in den Leitunge ist die Temperatur dann mehr oder weniger konstant..
Von Schimmel in den Lüftungsrohren habe ich noch nichts bemerkt, krank werden kann man auch von anderen Faktoren. Wenn Deine Kollegen eine Lüftung ohne Wärmeaustauscher gekauft haben, dann sind auch sicherlich sonst nicht so hochwertige Materialien verbaut worden... Da würde ich mal nachforschen...