Hallo Brigitte! Es ist unglaublich sonnig und heiss, auf der Terrasse (Südwest) sicherlich 30 Grad, die Rosen (alle in Töpfen) wachsen wie verrückt, ich habe sie einmal gedüngt und geschnitten. Die neue Triebe sind merkwürdig weich, ist das normal? Auf der anderen Terrasse (Ost) stehen die Rosen schattiger und da sehe ich ein paar kräuselnde Blätter - ist das ein schlechtes Zeichen? Ich habe seit Austrieb mit Anti-Pilz Mittel einmal behandelt, einmal mit Neudo-Vital und einmal mit Schaltelhalmbrühe (mit Abständen von ca.10 Tagen). Was sagst Du dazu? Wie soll ich weiter handeln? Sonst sehen alle Blätter gesund und glänzend aus. Soll die Erde in Töpfen immer leicht feucht sein? Dann muss man bei diesem Wetter jeden Tag vom Schlauch giessen, ist das in Ordnung?
Danke im Voraus für Deine Antwort! Liebe Grüsse aus Basel, Polarstern
Hallo Polarstern
Auch bei meinen Rosen sind dieses Frühjahr die Triebe zum Teil etwas 'gagelig' geraten. Ich denke aber, die werden mit der Zeit schon noch kräftiger.
Zum Antipilzmittel: Um welches Produkt handelt es sich da.
Ein Foto von den kräuselnden Blätter würde mir zum genauen Bestimmen des allfälligen Verursachers weiterhelfen. Kannst Du eines hochladen?
Wenn nötig, solltest Du Deine Rosen täglich mit dem Schlauch giessen. Den Ballen gründlich wässern, achte jedoch darauf, dass die Blätter nicht nass werden, da dies Pilzkrankheiten begünstigt. Das Wasser darf auch kurze Zeit im Unterteller stehen. Anschliessend sollte der Ballen jedoch wieder etwas abtrocknen, da Rosenwurzeln empfindlich auf Staunässe reagieren.
Da durch das häufige Giessen die Erde verkrustet, sollte diese häufiger gelockert werden.
Es Grüessli
Brigitte
Hallo Brigitte, hier sind die Fotos von den kranken Blätter, man darf leider nur kleine Fotos hochladen, da sieht man nicht viel. Die beiden Rosen die betroffen sind, stehen neben einander und haben nur Morgensonne. Ich hatte Gesal Rosen Antipilzmittel.
Mit einer anderen Rose hatte ich ein Schock: beim lockern der Erde habe ich ca.20 Dickmaulrüssellarven im Topf gefunden. Wenn ich nicht alle entfernt habe, was passiert? Sind Nematoden wirklich der einzige Mittel und kann man die für Töpfe überhaupt anwenden?
Danke im Voraus! Grüsse von der Sonnenterrasse Basel!
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Hallo Polarstern (meine Rose heisst wie du /emoticons/default_wink.png ), liebe Brigitte,
meine "Polarstern" hat auch diese welligen Blätter...und die Stiele habe eine eigenartige Farbe bekommen. Sie sind so weisslich-bräunlich. Ich hoffe wirklich, dass ich nicht Radikalschnitt machen muss. Die Pflanze hat nämlich schon Blütenknospen!
Hoffnungsvolle Grüsse!
Larosa
Hallo Polarstern und Larosa
Ich denke eher, dass es sich bei den welligen Bättern um einen Frostschaden handelt. Im schlimmsten Falle würden dann die Triebe in den nächsten Tagen absterben. Keine Sorge, es bilden sich wieder neue, die auch im Juni, ev. etwas später blühen werden. Falls die Triebe nicht absterben, könnte der Anteil an einwandfreien Blüten reduziert sein.
Polarstern: Die Dickmaulrüsslerlarven müssen aus den Blumentöpfen raus, sonst schädigen sie die Rosenwurzeln. Natürlich wäre hier das Entfernen von Hand oder der Einsatz von Nemathoden am umweltschonendsten. Die Nemathoden bekommst Du bei Andermatt Biogarten. Ich hab die auch schon mit sehr gutem Erfolg bei Oleander (in Töpfen) angewendet. Der Einsatz von chemischen Mitteln kann ich Dir nicht empfehlen, da hier auch nützliche Bodenlebewesen zu Grunde gehen würden. Falls Du jedoch trotzdem ein Insektizid einsetzen willst, dann Marshal von Maag. Bitte Packungsanweisung genau befolgen.
Larosa: hast Du ein Foto von den weisslich bräunlichen Stielen?
Es Grüessli
Brigitte
Et voilà,
mittlerweile denke ich schon fast, dass das so sein muss...? /emoticons/default_icon_redface.gif
ein besseres Foto habe ich leider nicht hinbekommen. Das was hier so grünlich aussieht ist in real fast weiss. Die Blätter gesund.
Grüsse!
Larosa
Hallo Larosa
Ich bin mir sicher, dass es sich bei der weisslichen Triebspitze um keine Krankheit handelt. Hier käme höchstens der echte Mehltau in Frage, was aber nicht danach aussieht und welcher meist erst ab Juni auftritt. Hier würde ein weisslicher, mehliger Belag, den man mit den Fingern abreiben kann, an der Oberfläche erkennbar sein.
Wie ich gesehen habe, bist Du im Zürcher Oberland zu Hause. Es könnte also durchaus sein, dass Deine Rose einen Frostschaden erlitten hat. Weiche, krautige Jungtriebe an Rosen ertragen nämlich gerademal Temperaturen von -1° bis -2° Grad ohne wesentliche Schädigungen. Fällt das Thermometer während der Nacht tiefer, treten Frostschäden auf. Ich würde einfach mal zuwarten und beobachten.
Es Grüessli
Brigitte
Liebe Brigitte,
sie hat mir das zu frühe raussetzen nicht übel genommen...
heute morgen war es soweit:
noch nass vom nächtlichen Regen, wundervoll duftend...
Liebe Grüsse
Larosa
Liebe Larosa
Ja so ist es eben. Da hegt und pflegt man seine Schützlinge, kämpft mit Schnecken, Käfern, Raupen und Läusen, hat Angst, dass sie Frostschäden erleiden, oder sich gar eine Pilzkrankheit einfangen. Und was tun sie als Dank dafür, dass wir schlaflose Nächte um sie verbracht und uns dabei das Hirn zermartert haben, was ihnen denn nun fehlen könnte? Ja was denn nun?
Sie blühen einfach so, in vollster Schönheit, als wäre nichts gewesen.
Es Grüessli und viel Freude an diesen wudervollen Blüten
Brigitte