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Was fehlt meinen Beeren?

5Antworten1’293Aufrufevon Lyliel · 12. April 2017letzter Beitrag vor 10 Jahren
  1. Lyliel4 Beiträge12. April 2017
    Hallo,

    Ich hab neuerdings ein Problem... bei meinen Aronia Beeren (Standort hell, vorm Fenster) und bei einer meiner Chinabeere (Halbschatten) treten Flecken und Vertrocknungserscheinungen auf. 

    Als Vergleich die Andere mit angehängt. 🙂

    Ich hab mich belesen, jedoch leider nicht rausgefunden, was Ihnen fehlen könnte.

    Vielen Dank im Vorraus!!

    Lg

    Lye

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  2. Susann6’311 Beiträge12. April 2017 · bearbeitet
    Hallo Lyliel

    Ich bin gerade etwas verwirrt: Deine Beeren werden als Zimmerpflanzen gehalten? 

    Was die Blattränder angeht, haben Schäden bei Zimmerpflanzen meist den immer gleichen Ursprung: Zu trocken am Kopf und zu feucht an den Füssen. Aktuell ist die Luftfeuchtigkeit eher niedrig, weil es lange nicht geregnet hat (und auch das ganze letzte Halbjahr zu wenig.) Zudem wird aber immer noch geheizt, die Luft trocknet drinnen also noch mehr aus und von draussen wird wenig Feuchtigkeit "nachgereicht". (Wir haben zum Beispiel aktuell am Mittag drinnen wie draussen gerade etwas über 50% Luftfeuchtigkeit.)

     Konkret gibt es aber verschiedene Möglichkeiten des Ursprungs :

    - die Luft ist zu trocken - (wie oben beschrieben)

    - die Pflanze steht im Durchzug - stehen jetzt im Frühjahr öfter Fenster/Türen offen?
    - das Substrat ist zu nass - zu wenig Luftfeuchtigkeit sollte nicht mit Giessen des Topfs, sondern mit Besprühen des Grüns ausgeglichen werden

    - das Wasser ist zu kalkhaltig - Regenwasser oder lange abgestandenes Wasser einsetzen

    - der Abfluss bzw. die Drainage ist ungenügend, die Wurzeln stehen im Nass und verfaulen längerfristig 

    - die Erde ist verpilzt (gibt's manchmal bei falscher Erde, besonders nach dem Umtopfen)

    - zuviel Dünger

    Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass deine Beeren an die frische Luft gehören, am besten draussen eingepflanzt und ansonsten wenigstens auf den Balkon... Die Bedingungen im Topf sind ausserdem suboptimal, gerade im Frühjahr wollen sie an allen Ecken und Enden wachsen, da kommt die Topfkultur schnell mal an ihre Grenzen. Kleine Pflänzchen haben damit noch keine Mühe, ab einer gewissen Grösse wird's aber schwierig mit der Ausdehnung, besonders für die stark wachsende Chinabeere. Wahrscheinlich sollten sie auch mal geschnitten werden, damit sie von unten her neue Triebe machen, sie wirken etwas "gargelig". Das gilt auch für Kletterpflanzen, die zudem unten gerne verholzen ohne einen Schnitt.

  3. Lyliel4 Beiträge14. April 2017
    Dankeschön =)

    Gut das ich den Balkon zusammen mit meinem Dad mit einer Pergola versehen hab. 🙂

    Besprühen bin ich seit geraumer Zeit dabei. Kalkhaltiges Wasser muss ich mir was überlegen 😉

    Grüße

  4. Andreas7’092 Beiträge14. April 2017
    Kalkhaltiges Wasser muss ich mir was überlegen 😉


    Kübel / Becken draussen aufstellen oder den dachkännel anzapfen, so gewinnt man regenwasser.

    auch ein umgedrehter regenschirm dient demselben zweck...

  5. Susann6’311 Beiträge14. April 2017 · bearbeitet
    Gut das ich den Balkon zusammen mit meinem Dad mit einer Pergola versehen hab. 🙂


    Das war eine gute Idee von dir und deinem Dad, die Chinabeere kann nämlich bis zu 5m hoch werden 😀  
    Im Gegensatz zur Chinabeere braucht die Aroniabeere übrigens - wenn draussen eingepflanzt - keinen Dünger. Im Topf wird's wohl ganz ohne nicht gehen, aber nur mässig im Frühling!

    Was das Giessen angeht, sind beide Beeren ja nicht wirklich empfindlich und wenn der Topf gross genug ist, musst du auch nicht ständig giessen. Wenn die Beeren draussen an der Luft stehen, sind sie auch weniger empfindlich, denn drin sind die Bedingen insgesamt schlechter.
    Du kannst auch einfach Leitungswasser lange genug stehen lassen, dann bleibt der Kalk an den Gefässwänden und das Wasser ist weich genug.
    Diese nette Idee hab ich mal für eine Freundin gefunden: Die "Blätter" - genannt reLEAF - sammeln bei Regen das Wasser und lassen es direkt in den Topf fliessen; ist der Regen vorbei, werden sie wieder weggeräumt.  Sowas könnten du und dein begabter Dad aus einem Stück Alublech ja auch selber basteln 😉  

    9243 Jonschwil.Hollenstein.UG.2300.01.pdfPDF · 943 KB

    Und nicht vergessen: Im Kübel sind alle Pflanzen weniger winterhart, weil ein Topf schneller durchfriert als der Boden draussen; also den Topf etwas einpacken und das Substrat bei frostfreiem Wetter ein wenig giessen...

    1 Anhang

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  6. Astin103 Beiträge18. April 2017
    Es ist oft so, dass (einheimische) Pflanzen resp. winterharte Pflanzen draussen besser wachsen als drinnen, und viele brauchen den Frost und den kalten Winter auch. Mein Onkel ist ausgewandert und wollte in einem (ziemlich) frostfreien Land Trauben für den Frischverzehr anbauen. Den ersten Winter haben sie überlebt, aber im Frühling/Sommer sind sie dann eingegangen. Vermutlich brauchen sie einfach mal eine "Pause" und es entspricht ja ihrem normalen Lebenszyklus, dass sie sich einmal etwas einziehen. Ausserdem merken sie durch das Sonnenlicht natürlich, dass sie ruhen müssten, aber Temperatur und Wasser sind dann ganz anders... Verstehst du, was ich meine? :wink: