Ich bin hier ganz neu, weil unsere Heizung bringt mich nach nun bald 2 Jahren zum Wahnsinn. Seit 2 Jahren versuchen wir unsere Heizung in den Griff zu kriegen, aber weit gefehlt. Entweder wir frieren, oder wir "verlaufen". Etwas normales gibt es nicht.
Wir haben eine Elco Aerotop CS8is Wärmepumpe. Der von der Elco war schon X Mal hier, dann der Heizungsmonteur schon sicher 20 Mal und keiner bekommt es in den Griff.
Ich weiss wenn man eine Einstellung verändert braucht es gute 2 Tage bis man von der Verstellung etwas merkt.
Am Anfang waren die Rücklaufventile alle ganz offen und die Vorlaufventile mussten wir im EG bald alle ganz zudrehen,wenn wir nicht "verschmachten" wollten. Das andere Problem ist man bringt nicht genügend Wärme nach oben. Jetzt haben wir im EG alle Rücklaufventile nur noch wenig offen (damit laut Heizungsmonteur) die Wärme nach oben geht) und dafür die Vorlaufventile ganz offen, und die Pumpe auf 3. Nun ist es wieder nur im EG zu warm, im OG bleibt es immer zu kalt. Nun habe ich wieder die Vorlaufventile etwas im EG reduziert, und die Wärmepumpe wieder auf 2,5 zurückgenommen.
Was ist besser, Rücklaufventile fast zu und Vorlaufventile ziemlich offen, oder Rücklaufventile ganz offen und Vorlaufventile fast ganz zu?? Ich meine natürlich nur im EG, oben ist alles offen, ganz Rück- und Vorlauf. Aber mehr als 21 Grad kriege ich im Bad und Büro im OG nicht hin. Im Schlafzimmer ist es mir egal wenn es kalt ist. Wir haben immer einen extremen Temperaturunterschid vom EG zu OG, und zwar fast 3 Grad. Jetzt haben wir im wieder Hochsommer mit über 24 Grad !!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Kann Dein leiden verstehen, aber eine Ferndiagnose ohne das Schema und die Detaileinstellungen zu kennen ist unmöglich. Ich würde mal den Servicechef von der Elco vor Ort zittieren und ihm rede und antwort stehen lassen. Bevor er nicht eine Lösung parat hat, würde ich Ihn im Wohnzimmer in Winterkleidung schmoren lassen.
Soll ich Dir die Details von dem Display der Steuerung abschreiben? Was für ein Schema? Habe kein Schema wo die Heizschlangen durchgehen. Für das kämpfen wir auch bereits 2 Jahre.
Ist es sinnvoller die Vor oder die Rückläufe mehr zu drosseln? Das würde mir für den Anfang vielleicht mal weiterhelfen. Es war schon mehr als einer von der Elco da. Dann wurde versprochen, dass es jetzt garantiert klappt, aber mann muss ja 2 TAge warten mit der trägen Bodenheizung. Und bis dahin kann ich den Mann nicht in der Stube fesseln. Wäre auch zu teuer😀
Kannst du ein Foto des Bodenheizungsverteiler reinstellen? Oft sind beim Vorlauf-Verteiler Kunststoffkappen zum zu- und aufdrehen des Vorlauf. Beim Rücklauf sind Durchflussmengenmesser zum zu- und aufdrehen montiert. Das sind Röhrchen mit einem roten Stift innendrin. Auf dem Röhrchen sind Zahlen aufgedruckt.
Ich würde ALLE Vorlaufventile voll aufdrehen. Dann die Rücklaufventile so weit auf- oder zudrehen bis alle roten Stifte gleichhoch sind.
Eigentlich sollte der Heizungsplaner angeben, wieviel Liter/Minute eingestellt werden muss.
Habt Ihr Raumthermostate? Radiatorengriffe, die etwa 30cm über dem Boden sind, in jedem Zimmer.
Ich versuche am Abend mal Fotos zu machen. Wie einstellen /emoticons/default_confused.png😕
Also die Rücklaufventile haben kein Gläschen, kein Stift, keine Anzeige, sondern kann man nur mit einem Imbusschlüssel verstellen, die Vorlaufventile haben eine weisse Kappe ohne Skale, wir haben mal mit Filzstift Zahlen drauf markiert, damit wir ungefähr wissen was und wieviel wir geschraubt haben. An den Rücklaufventilen, haben wir immer eine Vierteldrehung zugemacht. Also nur noch 3/4 Drehung offen war, wurde es zu kalt, dann haben wir wieder auf 1 Drehung gemacht und an den Vorlaufventilen zugemacht, aber es wird nicht mehr kühler.
Wir haben KEINE Raumthermostaten, wir können nur unten an der Heizung einstellen, mit Rück und Vorlaufventilen und die Wärmepumpe kann ich um 0,5 Schritten verstellen plus Maximal 5 minus Maximal 5, das heisst, man kann von der voreingestellten Temperatur in 0.5 Schritten verstellen. Je höher die Wärmepumpe ist, z.B. auf 3 wird es ein bisschen wärmer oben, aber dann kriege ich unten die Sommerhitze nicht mehr runter !!!!!!!!!!! Echt zum verzweifeln, jetzt ist morgen und ich habe im Wohnzimmer bereits 24,5 Grad!!!!!!!!
Um eine Heizungsanlage auszulegen benötigt man eine Wärmebedarfsberechnung des Gebäudes nach SIA384/2. Der Wärmebedarf wird pro Raum unter der Berücksichtigung der Konstruktion der einzelnen Bauteile nach SIA381/1 errechnet.
Anhand der berechneten Leistung kann der Heiziger, unter Berücksichtigung des Bodenaufbaus und der geplanten Auslegungstemperatur von Vorlauf- und Rücklauf (diese ist abhängig von kantonalen Vorschriften, der Wahl des Wärmeerzeugers und die Wahl der Wärmeverteilung) die Fussbodenheizung auslegen. Er bestimmt dann anhand des Wärmebedarfs die Länge der Fussbodenheizungsrohre pro Raum damit dieser die gewünschte Raumtemperatur erreichen kann.
Damit eine Heizungsanlage dann auch richtig funktioniert, muss bei der Inbetriebnahme ein hydraulischer Abgleich gemacht werden, damit jeder Heizkreis die errechnete Wassermenge bekommt.
Anhand deinen Schilderungen gehe ich davon aus, dass das Problem nicht beim Wärmeerzeuger zu suchen ist. Du hast ja geschrieben, dass manchmal eine Raumtemperatur von 25° im Raum herrscht. Ich glaube das Problem liegt viel mehr bei der Wärmeverteilung resp. beim hydraulischen Abgleich, der eventuell nicht oder schlecht gemacht wurde.
Beim Kauf eines Wohnobjektes erhältst du in Regel auch Revisionsunterlagen der einzelnen Gewerke. Bei der Heizungsanlage bekommt man auch die Grundrisspläne mit den eingezeichneten Fussbodenheizungskreisen, wo in der Regel auch die Voreinstellungen der Ventile auf dem Verteiler aufgeführt sind.
Diesen Punkt würde ich überprüfen und die Ventile genau so einstellen. Wenn du dann immer noch unterschiedliche Raumtemperaturen in den Geschossen oder den Räumen hast würde ich mich an den Heiziger wenden, damit er diesen Mangel behebt. Falls auf den Plänen oder auf einem Abnahmeprotokoll keine Voreinstellungen vermerkt sind muss der Heiziger dir diese nachliefern und die Einstellungen auf der Anlage vornehmen.
Heute wird vielfach eine Einzelraumregulierung mit Raumthermostaten eingesetzt wo man die gewünschte Raumtemperatur einstellen kann und zugleich als Feinregulierung dient. Gemäss deinem Beschrieb ist dies bei dir leider nicht der Fall.
Hier noch einige Punkte die du kontrollieren könntest. Kann es sein, dass die Heizungsanlage schlecht entlüftet wurde? Ist das Expansionsgefäss noch funktionstüchtig? Wenn du mit einem Gegenstand darauf klopfst, tönte es dann leer oder voll?
Stell mal unbedingt Fotos vom Heizverteiler rein, von der Umwälzpumpe und von der Anzeige, wie hoch der Druck im System ist (soll irgendwo bei +- 1.5 Bar liegen). Ist ne analoge Anzeige die in der Hauptleitung der Heizung (Im Vorlauf) sein sollte.
Ich bin auch etwas erstaunt, dass man an den Rücklauf und Vorlauf Ventilen rumschrauben soll. Normalerweise sind die Ventile im Rücklauf angebracht.
Ich würde auch dringenst empfehlen dir rumschrauberei zu lassen. Auch macht das Ganze nur Sinn, wenn du weisst wieviele Lt/Min da durchgehen, ansonsten ist es eine Einstellerei mit einer Glaskugel (Sprich Hellsehen), und des kann nicht sein.
Ventile die mit dem Imbusschlüssel einzustellen sind sind die Rücklaufventile, die weissen sind die Vorlaufventile. Habe keine andere Möglichkeit, als die Raumtemperatur an diesen zu Regeln. Man möchte ja z. B. im Bad wärmer, also habe ich nur diese Möglichkeiten
Ventile die mit dem Imbusschlüssel einzustellen sind sind die Rücklaufventile, die weissen sind die Vorlaufventile. Habe keine andere Möglichkeit, als die Raumtemperatur an diesen zu Regeln. Man möchte ja z. B. im Bad wärmer, also habe ich nur diese Möglichkeiten
Grüessli
Marlise
Also rumschrauben darfst du sowieso nur bei den weissen Ventilen. Mir ist aber schleierhaft, wie man ohne Schauglas wissen soll, wieviele Liter/Min. da nun durchfliessen sollen. Pauschal gesagt: Je mehr Durchfluss, desto wärmer wird es".
Frag mal deinen Heiziger wie dus das machen sollst, ohne da ein Jahr rumzupröbeln.
Desweiteren wäre der Druck im System noch interessant. Es sollte zwischen dem Heizverteiler und der Wärmepumpe eine Anzeige haben, bei welcher der Druck in Bar angegeben ist. Der sollte irgendwo bei 1.5 Bar liegen.
Vielen Dank für Deine Antwort. Ja genau, darum hat ja der Heiziger gesagt, wir müssen den Durchfluss an den Imbussventilen zudrehen, weil es Hochsommer war. Das heisst, der Heiziger war alle 3 Tage hier und hat selber an den Rückläufen geschraubt.
Ich frage mal nach den Liter/Min., wenn er nächste Woche wieder kommt.
Jetzt ist es nicht so schlecht im EG, im Wohnzimmer noch eine Spur zu warm. Soll ich da an den weissen Ventilen noch ein bisschen zumachen?
Der Druck ist 1,25 Bar im Rücklauf. Ist das gut oder schlecht??????
Der Heiziger kommt nächste Woche dann will er noch schauen ob die Pumpe auf der höchsten Leistung läuft oder ob er da noch höher stellen kann, weil im OG kriegen wieder einfach zu wenig wärme hin.
Wie ist es im allgemeinen? Rücklaufventile ganz offen, oder wie der Heiziger jetzt eingestellt hat mehr zu?
Ich bin kein Heizungs-Spezialist, die 1.25 Bar, finde ich aber eher knapp. Bedeutet dass damit eine Höhe von knapp 12 Meter überwunden werden kann. Wie hoch ist es von der Wärmepumpe bis zum DG?
Dadurch ist evtl. der Durchfluss im DG durch den niedrigen Druck zu gering und es kann zuwenig Wärme abgegeben werden. Aber wie gesagt, ist eine Vermutung von mir.
Den Rücklauf von 22°C sollte so knapp in Ordnung sein, kommt auch drauf an, wie kalt es draussen war, als du das Foto gemacht hast.
Schau dir mal den Aussenfühler der Wärmepumpe an. Dieser sitzt auf der Sonnen-Abgewandten Seite und ist ein paar Zentimeter gross. Eventuell ist da ein Gehäude rumgebaut. Dieses "isoliert" ein wenig den Aussenfühler und die Wärmepumpe glaubt es ist wärmer draussen als es tatsächlich ist.
Eine weitere Möglichkeit ist, dass die Wärmpepumpe zu niedrig eingestellt ist, und der Vorlauf zuwenig Warm ist.
In meinen Augen gibt sind folgende Schritte nötig:
1) Der soll mal Schaugläser installieren, damit die Durchflussmenge bekannt ist, sonst ist es ja ein blindes einstellen.
2) Frage ob der Druck im System ausreichend ist
3) Überprüfe die Temperatur im Vorlauf und im Rücklauf und notiere dir die Zahlen zusammen mit der Aussentemperatur 1x im Tag zur gelichen Zeit
4) Frage ob eine Verschlämmung der Rohre da ist und ob diese schon durchgespült worden sind.
Mit diesen Fakten sollte eine vernünftige Einstellung möglich sein.
Bei uns ist der Druck bei exakt 2 bar, 1.5 ist bei uns die untere Grenze.
Vorlauf momentan bei knapp 30 Grad, wohlige 22 Grad im ganzen Haus, unsere Umwälzpumpe läuft auf der niedrigsten Stufe (I-III). Wenn die Ventile ganz offen sind haben wir knapp über 1lt Durchlauf.
Wie bereits aufgeführt ist das Problem sicher nicht beim Erzeuger zu suchen sondern an der Verteilung. Da die Rohre im Boden verschieden lang sind ergeben sich auch verschieden Druckverluste (Das heisst einfach das Wasser streift an den Rohrinnenwänden) Folglich fliesst das Wasser dem geringsten Wiederstand nach.
Um dies in den Griff zu kriegen, dienen ein richtiger Bodenheizungsvertreiler mit den Klarsichkappen und roten stiften (der rote Stift dient dazu, die richtige Wassermenge einzustellen)
Für die Abgabe der Wärmeleistung in den Räumen muss eine gewisse Anzahl Laufmeter bei einer berechneten Vorlauftemperatur eingebaut werden. Konkret: Wenn zuwenig Meter da sind, muss die Vorlauftemperatur höher gestellt werden - Dies ist aber nicht einfach möglich (zu heisser Boden) Des weiteren kann man vielleicht die Wassermenge erhöhen. Auch hier: Wenn das ganze zu klein dimensioniert ist, kann man vielleicht mit einer stärkeren Umwälzpumpe noch was rausholen.
Zu dem Druck noch kurz: Der wird so berechnet. Von Dort wo die Heizung beginnt (meistens im Keller) bis dort wo sie aufhört (z.B. Bodenheizung) plus 3 meter. Beispiel Keller hat eine Höhe von 2.6 meter, EG auch 2.6 meter, Decke EG bis zum Bodenheizungsrohr nochmal 0.25 meter ergibt Total 5.45 meter plus 3 meter Gleich 8.45 meter was 0.845 bar entspricht.
Mein Rat:
Fordert die Herausgabe aller Berechnungen und der effektiv installierten Rohre (Revisionsplan) innert 7 Tagen mit der Androhung sonst eine unabhängige Expertise zu Kosten des Heizungsunternehmers machen zu lassen. Ausserdem: für eine Baubewilligung bruacht es einen Energienachweis den jemand ja gemacht haben muss!
Wenn Ihr die Unterlagen habt, geht zu einem unabhängigen Heizungsplaner der ein paar Jahre Erfahrung hat und lasst die Unterlagen prüfen (dies halt zu Euren Kosten; sollte aber nicht so teuer sein 1000-2000 Fr.)
Wenn Ihr die Unterlagen nicht erhalten, lasst
geht zum einem Heizungsing. und lasst Euch helfen
Ps. Und der Verteiler sollte dringenst mit den Messanzeigen ausgestattet werden. Und den Heizungsunternehmer den Ihr jetzt habt würde ich sowieso wechseln. Der geht ja offenbar mit pröbeln als mit Wissen dahinter.
Falls Ihr Fragen oder einen Ing braucht könnt Ihr Euch über das PN melden. Ich arbeite nicht mehr in der Branche kenne aber fast Schweizweit diverse gute Leute.
Danke für Eure Antworten. Soo der "Heizungsmensch" war jetzt nochmals hier.
Er meint 1,25 bar reichen gut aus, weil nicht mehr als 6 Meter zu überwinden sind.
Nun hat er die Wärmepumpe von Mittel auf das Maximum gestellt, so gibt es mehr Druck und die Wärme sollte so besser nach oben gelangen. Ujjj wer glaubt wird selig. Bin ja mal gespannt. Nun haben wir die Vorläufe im Wohnbereich wo es zu warm ist noch etwas gedrosselt. So sind nun die Rücklaufventile im Obergeschoss ganz offen, im EG ganz zu und eine ganze Drehung offen und die Vorlaufventile alle offen ausser im Wohnzimmer/Küche um eine Drehung gedrosselt.
Sollte nun das keine Verbesserung bringen dass Wärme nach oben gelangt, werde ich wohl andere Schritte einleiten müssen. Habe aber noch die Hoffnung, dass es etwas bringt wenn man den Druck erhöht hat. Was meint ihr?