Hallo zusammen
Wahrscheinlich wurde dieses Thema schon einmal behandelt, aber ich finde keine schlüssige Antwort dazu.
Ein Maler hat uns eine Offerte auf Basis einer Ausschreibung für das Streichen Innen und Aussen unseres Hauses gemacht. Die Offerte lautete auf knapp Fr. 12'000.
Nun habe ich die Schlussrechnung bekommen, die fast Fr. 16'000 beträgt. Einerseits wurden die Türen und Metallstützen gespritzt anstatt wie offeriert gestrichen, andererseits tauchen neue Positionen mit Pauschalpreis auf, die in der Offerte nicht enthalten waren.
Eine alte Dachuntersicht musste angeschliffen und neu gestrichen werden. Alle Aufwendungen wurden als Regiearbeit verrechnet (11.5 Std), obwohl in der Rechnung bereits eine Position "Dachuntersicht Anlaugen mit Salmiakwasser und schleifen 62m2" verrechnet wurde.
Muss ich diese Punkte akzeptieren, bzw, was kann ich machen? Ist es nicht so, dass die Kosten maximal 10% mehr betragen dürfen als in der Offerte vereinbart?
Vielen Dank für Euren Input,
Tashi (die sich wirklich jede Handwerker-Rechnung genau anschaut )/emoticons/default_eek.png
Hallo tashi
Die Abweichungen gegenüber der Offerte hast du z.T. bereits selber herausgefunden. Eine gespritzte Stahlzarge sieht wesentlich schöner aus als eine gestrichene (die gestrichenen haben sichtbare Striemen). Der Maler hätte dir die andere Ausführung anzeigen müssen. Du kannst ihn darauf ansprechen. Auf die nicht erklärbare Abweichung der Dachuntersicht (das Streichen war jedoch nicht in der Offerte) solltest du ihn ansprechen. Eine Rechnung ist da um verhandelt zu werden. Wenn du nichts sagst, bist du damit einverstanden. Wenn der Handwerker einer derjenigen ist, die immer zu den Billigsten gehören, wird von Anfang an mit Regiestunden kalkuliert. Jede Offerte beinhaltet im Normalfall immer noch Eventualpositionen. Über diese muss nach Rechnungstellung diskutiert werden. Die Basis dazu sind der Auftrag an den Maler mit einem Leistungsumfang und die Aufstellung der Regiestunden. Bereite dich zu dieser Besprechung mit den nötigen Notizen vor.
Andy