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Lust auf Gemüse ?

0Antworten186Aufrufevon Redaktion · 19. Januar 2017letzter Beitrag vor 10 Jahren
  1. Redaktion1’197 Beiträge19. Januar 2017
    [COLOR= rgb(0, 0, 0)]Das persische Wort für Paradies heisst "pairidaeza". Übersetzt man das Wort in die deutsche Sprache, so bedeutet dies 'Garten Eden'. Gourmets fühlen sich daher wie im Paradies, wenn sie einen Garten ihr eigen nennen können, in dem es nebst Rasenfläche, Staudenrabatte u.s.w. auch noch genügend Platz für reichlich Gemüse hat, welches täglich frisch auf den Tisch wandert. Es ist übrigens gar nicht schwer, ein solches Schlaraffenland anzulegen, jedoch bedarf es, damit dies auch auf Anhieb gelingt, ein paar Vorbereitungen.[/COLOR]


    Der Standort


    [COLOR= rgb(0, 0, 0)]Das wichtigste ist der Standort. Gemüse wird meist einjährig gezogen, das heisst, aus dem Samenkorn muss in relativ kurzer Zeit eine oft stattliche Pflanze wachsen, die reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelemente sein sollte. Daher ist es äusserst wichtig, dass die Beete möglichst ganztägig besonnt liegen. Besonders Tomaten, Peperoni, Auberginen, Artischocken, Knoblauch und Kürbisse danken Ihnen dies ab Hochsommer mit einer aromatischen Ernte. Erstere sollte etwas wind und regengeschützt, am besten mit einer Folie überdacht stehen. So haben weder Schädlinge noch Krankheiten eine Chance. Werden zusätzlich die Geiztriebe Seitentriebe in den Blattachseln entfernt, ist eine reiche Ernte garantiert. Aber auch die meisten anderen Gemüsearten sind Sonnenanbeter.[/COLOR]




    Die Bodenvorbereitung


    [COLOR= rgb(0, 0, 0)]Vor der Aussaat oder Pflanzung sollte sich das Erdreich erwärmt haben und abgetrocknet sein. Die Erde wird nur so tief wie notwendig mit einer Grabgabel gelockert und anschliessend mit dem Kreuel eingeebnet. Steine sollten dabei entfernt werden. So gedeihen auch Wurzel Zwiebel und Knollengemüse wie Rüebli, Rettich, Radieschen, Zwiebel, Sellerie und Kohlraben problemlos.[/COLOR]


    Der Nährstoffbedarf


    [COLOR= rgb(0, 0, 0)]Damit die Pflanzen mit genügend Nährstoffen versorgt sind, wird gleichzeitig gut verrotteter Kompost eingearbeitet. Eine grosszügige Schaufel pro Quadratmeter reicht. Da die Nährstoffe im Kompost eher einseitig sind, erweist sich eine ergänzende Düngung mit 30 50 g Stickstoffdünger (z.B. Biorga aktiv) für Gemüse mit hohem Nährstoffbedarf wie Kohlarten, Krautstiele, Sellerie, Randen, Kartoffeln Tomaten, Gurken, Zucchetti und Kürbis als sinnvoll. Bei Gemüse mit mittlerem Nährstoffbedarf wie Salate, Fenchel, Karotten, Kohlrabi, Spinat, Schwarzwurzeln, Lauch, und Rettich reichen 20 30g Stickstoffdünger. Gemüse mit geringem Nährstoffbedarf wie Bohnen, Erbsen, Kefen und Radieschen benötigen keine Beigabe. Erstere sind zudem Stickstofflieferanten, das heisst, es gelingt ihnen mit bestimmten Bakterienarten den in der Luft reichlich vorhandenen Stickstoff in Form von Knöllchen an den Wurzeln zu binden. Dies ist nicht nur ausreichend für den Eigenbedarf der Pflanze, es reicht sogar noch für die Folgefrucht.[/COLOR]



    Roter Mangold


    Übrigens:


    [COLOR= rgb(0, 0, 0)]Auf Starkzehrer (Pflanzen mit hohem Nährstoffbedarf) sollten Mittelzehrer (Pflanzen mit mittlerem Nährstoffbedarf) und anschliessend Schwachzehrer (Pflanzen mit niedrigem Nährstoffbedarf) folgen. Dies gilt auch, wenn nur eine Gemüsesorte pro Saison auf dem Beet kultiviert wird. Im vierten Jahr wird eine Gründüngung und zusätzlich ab Herbst Mist oder folgendem Frühjahr halbreifer Kompost ausgebracht.[/COLOR]


    Aussaat und Pflanzung


    [COLOR= rgb(0, 0, 0)]Wer gerne selbst aussäht, findet im Fachhandel ein umfangreiches Angebot an Gemüsesamen. Beachten Sie die Angabe wie Aussaattermine u.s.w. auf der Rückseite der Packungen. Wird es nun etwas wärmer, können ab sofort Rüebli, Schwarzwurzeln, Pastinake, Spinat, Rettich, Radieschen, Puffbohnen, Kopf und Schnittsalat ausgesät werden. Ab Mitte April folgen Mark und Zuckererbsen sowie Kefen, Anfang Mai Sommersalatzüchtungen, die bei Hitze nicht so schnell in die Höhe schiessen, Pflücksalat oder Eissalat und erst ab Mitte Mai die wärmeliebenden Busch Stangen und Feuerbohnen. Eine schöne Alternative zur Stangenbohne ist die Feuerbohne mit ihren attraktiven roten Blüten. Sie sind zudem anspruchloser und gedeihen sogar in rauen Lagen sowie weniger guten Böden und eignen sich auch zum Beranken von Zäunen. Sellerie, Tomaten, Peperoni, Auberginen, Blumenkohl, Broccoli, Rosenkohl, Kohlrabi werden auf der Fensterbank oder im Gewächshaus in Saatschalen oder Töpfen ab Ende März vorgezogen. Ausgepflanzt wird erst nach den 'Eisheiligen' Mitte Mai.[/COLOR]

    [COLOR= rgb(0, 0, 0)]Kopfsalat, Endivie, Zuckerhut, Fenchel, Gurken, Zucchetti, Kürbis, Randen, Krautstiel und Stangenbohnen können vorgezogen oder direkt gesät werden. Wer weder Zeit noch Geduld fürs Aussäen hat, ist mit einem reichen Angebot an Setzlingen aus dem Fachhandel gut bedient. Nach dem Setzen die Pflanzen gut angiessen. Folgt eine Trockenperiode benötigen diese weitere Wassergaben. Ausgesät wie gepflanzt wird hauptsächlich in Reihen. Aussaaten in Saatschalen für die Setzlingsanzucht auch breitwürfig. Direktsaaten werden, falls nötig ausgedünnt. Zwischen den Reihen wird gemulcht, was einerseits eine zu schnelle Austrocknung verhindert und andererseits die Wärme im Erdreich zurückhält.[/COLOR]



    Pomodorini


    Fruchtfolge und Gründüngung


    Ist eine Gemüsesorte abgeerntet folgt eine weitere. Übrigens gedeiht Gemüse besonders gut in Gesellschaft. So ist Spinat gerne mit Stangenbohnen oder Tomaten zusammen und Mangold liebt eine Zwischenraumkultur mit Salat. Dieser verträgt jedoch keine Petersilie in seiner Nähe. Zudem ist zu vermeiden, dass Arten der gleichen Pflanzenfamilie über mehrere Jahre ohne Unterbruch im gleichen Beet gezogen werden, denn Krankheiten und Schädlinge würden sich sonst unweigerlich vermehren, die Pflanzen kränkeln oder gehen gar ein. Nach der Ernte sollte der Boden nicht über längere Zeit brach liegen. Im besten Fall folgt eine Kultur mit einer anderen Pflanzenfamilie. Ist dies nicht möglich, bietet sich die Aussaat einer Gründüngung an. Sie unterdrückt die Verunkrautung und gibt dem Boden die krümelige Struktur zurück.


     
     



    Gute Nachbarn


    • Frühe Rüebli und Zwiebeln
    • Tomaten und Petersilie
    • Tomaten und Sellerie
    • Späte Rüebli und Lauch
    • Buschbohnen, Randen und Bohnenkraut Kohl und Buschbohnen
    • Sellerie und Lauch
    • Gurken und Dill
    • Rüebli, Salat und Schnittlauch
    • Salat, Radieschen und Kohlrabi

     



     



    Schlechte Nachbarn


    • Tomaten und Fenchel
    • Zwiebeln und Buschbohnen
    • Zwiebeln und Kohl Erbsen und Tomaten
    • Tomaten und Kartoffeln
    • Bohnen und Erbsen




    Erbsen - Sellerie - Kohlrabi


    Die Einteilung in Pflanzenfamilien







    * Baldriangewächse
    * Nüsslisalat
    * Nachtschattengewächse
    * Tomaten
    * Kartoffel
    * Peperoni
    * Aubergine
    * Liliengewächse
    * Zwiebel
    * Knoblauch
    * Lauch
    * Korbblütler
    * Zuckerhut
    * Kopf/ Krach/ Pflücksalate
    * Endivie
    * Chicorée
    * Leguminosen (Schmetterlingsblütler)
    * Erbsen
    * Kefen
    * Bohnen
    * Kürbisgewächse
    * Gurke

    * Kürbis
    * Zucchetti
    * Melone Gänsefussgewächse
    * Randen
    * Spinat
    * Mangold
    * Krautstiel
    * Doldenblütler
    * Pastinake
    * Sellerie
    * Fenchel
    * Rüebli
    * Kreuzblütler
    * Kohl
    * Kabis
    * Blumenkohl
    * Rosenkohl
    * Kohlrabi
    * Chinakohl
    * Radieschen
    * Rettich


     

     
     




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