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Gemüsegarten anlegen

0Antworten198Aufrufevon Redaktion · 19. Januar 2017letzter Beitrag vor 10 Jahren
  1. Redaktion1’197 Beiträge19. Januar 2017
    Der Weg zum erfolgreichsten Gemüsegarten


    [COLOR= rgb(0, 0, 0)]Gartenfreunde sind sich einig: Selbstgezogenes Gemüse aus dem eigenen Garten schmeckt eindeutig am besten. Zwar ist dies mit viel Arbeit und Zeit verbunden, jedoch wer denkt schon an daran, wenn am Tisch eine Schüssel voll mit knackigem Salat, gewürzt mit aromatischen Kräutern aus dem eigenen Garten herumgereicht wird, und aus dessen Blättern verstohlen ein paar Blüten von Ringelblume, Hornveilchen oder gar Rose hervorblitzen. Für alle, die dies noch nicht geniessen, aber baldmöglichst tun wollen, ist der Frühling der ideale Zeitpunkt. Bevor wir jedoch zur Tat schreiten, sollte uns bewusst sein, dass auch Gemüse, Beeren und Kräuter Ansprüche an Lage und Boden stellen und eine gewisse Pflege benötigen. Zudem sollte sich der Arbeitswand in Grenzen halten.[/COLOR]


    Der richtige Standort


    [COLOR= rgb(0, 0, 0)]Oft haben nach dem Bau oder Kauf eines Hauses zuerst andere Gartenteile Priorität. Als Erstes möchte man einen schönen Sitzplatz, umrahmt von üppigen Blumenbeeten, am liebsten in Hausnähe und von der Sonne gut beschienen. Weiter einen schönen Rasen zum Spielen für die Kinder. Hier sollte es natürlich auch sonnig sein. Der Gartenteil vor dem Hauseingang sollte repräsentativ und pflegeleicht sein, daher kommen auch Blumen und - wenn’s pflegeleicht sein soll - Bodendecker ins Beet. Damit man vor unerwünschten Blicken geschützt ist, wird rund ums Grundstück eine Hecke gepflanzt. Was dann noch übrig bleibt, ist oftmals Halbschatten oder gar Schatten.[/COLOR][COLOR= rgb(0, 0, 0)]Früher wurden die 'Pflanzplätze' häufig an einem Feldrand angelegt, damit man gut hinzukam, sie lagen jedoch meistens in voller Sonne. Unsere Grosseltern wussten warum. Gemüse, das meist einjährig gezogen wird und in wenigen Wochen oft mächtig an Grösse zulegt, benötigt einen sonnigen Standort. Beeren übrigens auch und sie schmecken einfach besser. Denken wir also bei der Gartenplanung daran und halten zu Gunsten der Vitaminspender den Rasen etwas kleiner oder verschönern den Gartenteil rund um den Hauseingang oder Sitzplatz mit kunstvoll angelegten Gemüsebeeten bespickt mit einjährigen [/COLOR]Sommerblumen [COLOR= rgb(0, 0, 0)], gleich einem englischen 'Potager'. Hat man schon seit Längerem einen Garten, wählt man entweder den sonnigen Teil einer Blumenwiese, eines Rasenstücks oder einer anderen Stelle im Garten, wo über Jahre nicht geerntet wurde.[/COLOR]


    Ein guter Boden sollte es sein


    [COLOR= rgb(0, 0, 0)]Ein weiterer, wichtiger Faktor spielt die Bodenbeschaffenheit. Tiefgründig locker und humos sollte er sein. Während eines Hausbaus ist jedoch häufig das Gegenteil der Fall. Verdichtet durch schwere Baumaschinen, hilft eine Lockerung des Unterbodens mit einer Gründüngung von Oelrettich oder Bitterlupine, deren Wurzeln sich tief in den Boden schieben. Ist der Untergrund felsig, werden Hochbeet angelegt.[/COLOR]

    [COLOR= rgb(0, 0, 0)]Glücklich schätzen kann sich, wer über einen Lehmboden verfügt, denn dieser speichert Wasser und Nährstoffe. Zudem ist er warm, durchlüftet und wasserdurchlässig. Daher lässt er sich gut bearbeiten. Enthält er ausserdem genug Humus, ist er sehr fruchtbar.[/COLOR][COLOR= rgb(0, 0, 0)]Schwere Tonböden sind in nassem Zustand sehr elastisch und klebrig. Bei trockenem Wetter werden sie hart und sind daher kaum zu bearbeiten. Zudem neigen sie zur Verdichtung, was Staunässe und Sauerstoffmangel im Wurzelbereich zur Folge hat. Ausserdem sind sie "geizig", denn sie binden viele Nährstoffe. Nachhaltige Abhilfe schafft man durch Beimischung von Sand, reifem Kompost oder durch Gründüngung mit oben genannten Saaten.[/COLOR][COLOR= rgb(0, 0, 0)]Sandböden dagegen zerbröckeln leicht, sind daher nicht knetbar sowie rau und feinkörnig. Daher erwärmen sie sich rasch, kühlen aber eben so rasch wieder ab. Zwar lassen sie sich gut bearbeiten, halten aber Wasser und Dünger kaum zurück, was dauernd Nachschub fordert. Abhilfe schafft man durch jährliche Zugaben von Tonerde sowie durch eine ständige Bedeckung des Bodens.[/COLOR][COLOR= rgb(0, 0, 0)]Moorböden sind sauer und gleichen einem Schwamm. Nach langen Regenperioden sind sie sehr nass, bei Trockenheit können sie kaum Wasser speichern. Sie lassen sich zwar leicht bearbeiten, den meisten Gemüse- und Beerenarten schadet jedoch der saure PH-Wert. Moorböden können für den Nutzgarten durch überwinternde Gründüngungen sowie laufenden Beigabe von Tonerde, Steinmehlen und Algenkalk verbessert werden.[/COLOR]




    Das Anlegen der Beete


    [COLOR= rgb(0, 0, 0)]Geht’s endlich ans Anlegen der Beete, ist der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Praktisch sind jedoch immer noch rechteckige Beete. Mit einer Breite von ca. 1 m und einer Länge von bis zu drei Metern sind sie zugänglich und lassen sich daher auch gut bearbeiten. Die Wege dazwischen sollten mindestens 25 cm breit sein, etwas mehr ist besser. Diese können mit Betonplatten, Rindenmulch oder Brettern ausgelegt werden. Letztere sind Schlupfwinkel für Schnecken bei Trockenheit, hier können sie aber auch einfach eingesammelt werden. Angelegt werden die Beete am besten mit einer Richtschnur und Pflöcken. Für Beete mit gebogenem Rand füllt man eine Wasserflasche mit Sand und markiert damit die Beetumrisse. Anschliessend wird die Grasnarbe mit einem Spaten flach abgestochen, der Boden tiefgründig gelockert und schon geht’s ans Säen, später auch [/COLOR]Düngen[COLOR= rgb(0, 0, 0)] und Ernten.[/COLOR]




    Was benötigt es weiterhin


    [COLOR= rgb(0, 0, 0)]Damit die Arbeit leichter von der Hand geht, sollten die Geräte in der Nähe aufbewahrt werden können. Ideal wären ein kleines Gerätehaus oder eine Gerätekiste. Zudem sollte ein Wasseranschluss vorhanden sein, am besten mit genügend Platz für Giesskannen und Gefässe für abgestandenes Wasser oder Regenwasser. Pflanzen mögen das lieber als Leitungswasser. Beim Gärtnern und Ernten entstehen auch pflanzliche Abfälle. Die werden kompostiert, denn Kompost ist Gold wert. Natürlich möchte man den Kompostplatz nicht unbedingt in Sichtweite haben, besser steht er etwas abseits, idealerweise an einem halbschattigen Plätzchen.[/COLOR]



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