Lampions - auch zum Basteln
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Als ausdauernde und wüchsige Gartenpflanze, die aber entsprechend viel Platz braucht, hat sich die prächtige Lampionblume, Physalis alkekengi ssp. franchetii, etabliert. Normalerweise wird die Pflanze 40 cm, selten 60 cm hoch. Die Kultursorte ssp. franchetii kann aber als beliebte Schnittblume bis zu einem Meter hoch werden! Die weissen, an Kartoffelblüten erinnernden Blüten, sind nicht besonders auffällig. Dann aber schon die leuchtend orangen Fruchtstände, bestehen aus einem hübschen Lampion und einer kirschgrossen, glänzenden Beere. Die grünen Pflanzenteile wie Triebe und Blätter sind wegen reizender Bitterstoffe leicht giftig. Über die Giftigkeit der Beeren ist man sich uneinig: einige sagen ja, andere nein. Jedenfalls ergibt sich daraus das Ergebnis, dass man sie nicht essen sollte. Sagen wir mal, sie sind „verdächtig“![/COLOR]
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Die Lampionpflanzen bilden in ruhiggelegenen Gartenpartien dichte Bestände. Sie lieben humosen, durchlässigen Boden.[/COLOR]
Wüchsig und ausbreitungswütig
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Wird sie einmal im Garten ausgepflanzt, neigen die unterirdischen Rhizome zu einer schnellen Ausbreitung. Obwohl sie als anspruchslos gilt, schätzt die Lampionblume doch eher locker-humose, aber etwas kalkhaltige Böden. Glücklicherweise ist sie ausserhalb von Gärten selten zu finden und gehört damit noch nicht zu den invasiven Pflanzen. Ursprünglich dürfte sie aus den Mittelmeergebieten kommen, da man sich da aber nicht sicher ist, wäre auch China ein mögliches Ursprungsland. Wie alle unterirdisch Ausläufer bildende Pflanzen kann man sie durch Rhizomsperren wie Beton-Stellriemen oder eingesenkte Kunststoffstreifen in Zaum halten.[/COLOR]
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Auch für Tröge und grössere Gefässe sind Physalis geeignet. So lassen sich die Dekorationspflanzen gleich auf der Terrasse kultivieren.[/COLOR]
Leckere Verwandte
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Ganz anders die Früchte der aus Südamerika stammenden Physalis peruviana, werden auch Andenbeere oder Kapstachelbeere genannt. Diese sind den Lampion denen der Lampionblume zwar ähnlich, jedoch um einiges grösser und leicht gelb gefärbt. Die knallig gelben Beerenfrüchte sind sehr schmackhaft und besonders bei Kindern beliebt. Und wenn sie vorher in flüssige Schokolade getaucht wurden, schmecken sie sogar mir! Die einjährige Kübelpflanze wird bi zu 2 Meter hoch und kann im Topf oder Garten gezogen werden. Sie ist nicht frosthart, könnten aber in einem temperierten Wintergarten überleben.[/COLOR]
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Bei guter Ernährung bilden die Triebe Lampions dicht an dicht. Besonders leuchtend sind sie in den kräftigen Strahlen der Abendsonne.[/COLOR]
Giftbeere als Unkraut
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Die mit dem bösen Namen Giftbeere bezeichnete Nicandra physaloides, eine Zierpflanze aus Südamerika, ist schon seit dem 18. Jahrhundert bei uns in Kultur. Die grossen, hellbauen Blüten stehen an den Triebenden der bis zu einen Meter hoch werdenden Pflanze. Trotz der langen Zeit ihrer Gartenkultur gibt es nur wenige Sorten, darunter eine rein weisse. Auch sie bildet einen auffallenden Lampion als Fruchtstand. Die im Inneren stehende Beere wird Violettgrün. Sie enthält viele Samen die sich weit im Garten verbreiten und die Pflanze fast schon zu einem Unkraut werden lassen. Wie Physalis ist sie aber selten verwildert und darum kein Neophyt. Nicandra ist nur einjährig und bleibt einem durch Versamung im Garten erhalten.[/COLOR]
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Im Inneren der Lampions stehen die satt orangefarbenen Beeren. Sie sind etwa in der Grösse einer Kirsche und nicht bekömmlich.[/COLOR]
Basteln im Herbst
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Die verschiedenen Lampions werden gerne für Bastelarbeiten verwendet. Besonders die orangen von Physalis, aber auch die violett geaderten von Nicandra sind dekorativ. Mit denen der Physalis lassen sich unter anderem Leuchtgirlanden für herbstliche Gartenfeste erstellen. Dazu nimmt man eine Lichtergirlanden vom Weihnachtsbaum. Die Beere der Frucht wird vorsichtig aus dem Lampion geschnitten, sodass oben nur ein kleines Loch entsteht. Durch das entstandene Loch schiebt man die kleine Leuchtdiode der Girlande und fertig ist die Partydekration![/COLOR]
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Die Andenbeere macht schmackhafte, besonders bei Kindern beliebte Beeren. Sie sind essbar und werden oft im Südfüchtehandel angeboten. In Restaurants werden sie manchmal in Schokolade getaucht als Dessert serviert.[/COLOR]
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Girlanden mit Physalis werden gerne als herbstliche Dekoration gebraucht. Hier schmücken sie eine immergrüne Efeuampel an einem Hauseingang.[/COLOR]
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]An eine Weihnachtsgirlande aufgereihte Lampions dienen als Lichterkette für eine gemütliche Herbstgarten-Party. Die Beere wird vorsichtig herausgeschnitten. Darauf achten, dass das Loch nicht zu gross wird und das Lämpchen wieder herausschlüpft. Übung macht den Meister![/COLOR]
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Diese aus Physalis-Lampions gefertigte Halbkugel ist ein herrlicher Herbstdekor in einem Eingangsbereich. Jede einzelne Lampion wurde mit einem Drähtchen versehen und ein eine Oasis-Kugel gesteckt. Sieht das nicht aus wie ein leckerer Kuchen?[/COLOR]
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Die Giftbeere Nicandra hat neben der dekorativen Ballons auch schöne, blaue Blüten. Sie versamt sich gerne und taucht immer wieder hier und dort im Garten auf. Obwohl sie nicht winterhart ist, wird man sie also so schnell nicht los.[/COLOR]
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