[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Zahlreiche Pflanzen in Haus und Garten sind giftig, jedoch möchten wir sie deswegen nicht gleich aus unserem Umfeld verbannen. Leben jedoch Kinder im Haushalt, empfiehlt es sich, besonders solche mit attraktiven Beeren, die gerne mit Johannis- oder anderen Beeren verwechselt werden, wenigstens für eine gewisse Zeit aus dem Garten zu verbannen, oder man klärt die Kinder so früh wie möglich über deren Eigenschaften auf.[/COLOR]
Schönfrucht
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Das auch [/COLOR][COLOR= rgb(0, 0, 0)]Liebesperlenstrauch[/COLOR][COLOR= rgb(0, 0, 0)] (Callicarpa bodinieri) genannte Gehölz stammt ursprünglich aus Mittel- und Westchina, wird maximal zwei Meter hoch und eignet sich daher gut für kleinere Gärten. Es bevorzugt einen humosen, durchlässigen Boden an einem geschützten Standort. Sein Wuchs ist breit und das im Austrieb dunkelbraune Laub wechselt bis zum Sommer in ein eher stumpfes Grün. Von Juli bis August zeigen sich unscheinbare Blüten. Die wahre Schönheit des Strauches kommt aber erst im Herbst zum Vorschein, wenn seine dicht mit violetten Beeren besetzen Zweige einen schönen Kontrast zu den sich gelbviolett verfärbenden Blättern bilden. Die Blätter wirft der Strauch bald ab, die Beeren halten jedoch bis in den Winter hinein, was sie zu beliebten Hinguckern im Garten und auch in der Vase macht. Da die giftigen Beeren leicht bitter schmecken, werden sie oft gleich wieder ausgespuckt.[/COLOR]
Eibe
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Eine der giftigsten Pflanzen unter den Gehölzen ist die [/COLOR]
Eibe[COLOR= rgb(0, 0, 0)] (Taxus). Da sie im Garten jedoch vielseitig verwendbar ist, vorausgesetzt, der Boden ist nährstoffreich und nicht zu trocken, ist sie sehr beliebt. Ob als Formgehölz, blickdichte Hecke oder Deckstrauch im Unterholz, im Handel sind für jede Verwendung entsprechende Arten und Sorten erhältlich. Mit ihren immergrünen Nadeln wirken sie sehr edel. Eiben sind meist zweihäusig, daher tragen nur die weiblichen Pflanzen Früchte. Jedoch ist nicht der rote Samenmantel, der übrigens leicht süss schmeckt, giftig, sondern alle andern[/COLOR][COLOR= rgb(0, 0, 0)]Pflanzenteile. Daher könnte man das Fruchtfleisch durchaus essen, jedoch keinesfalls den Kern. Damit diese Gefahr gar nicht erst entsteht, man aber trotzdem nicht auf das edle Gehölz verzichten muss, wählt man ganz einfach nur männliche Pflanzen. Die Eibe wurde übrigens zur Giftpflanze des Jahres 2011 gewählt.[/COLOR]
Gewöhnlicher Liguster
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Der zu den Ölbaumgewächsen gehörende Gewöhnliche oder Gemeine Liguster[/COLOR][COLOR= rgb(0, 0, 0)](Ligustrum vulgare) wächst wild an Waldrändern, wird aber im Garten, da er reich verzweigt und dicht wächst, gerne als halbimmergrüne Heckeeingesetzt. Auch in Wildhecken ist er sehr beliebt, werden doch die im Mai erscheinenden, länglichen, weissen Blütenständen an den Spitzen des Neuaustriebs gerne von Bienen besucht. Bis zum August bilden sich schwarze Beeren, deren Verzehr beim Menschen Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall verursachen kann. Für Vögel sind die Ligusterbeeren dagegen eine gute Nahrungsquelle. Wird bei Hecken ein Sommerschnitt durchgeführt, bilden sich in den meisten Fällen erst gar keine Früchte. Dabei sollte man unbedingt Handschuhe tragen, denn auch die lanzettförmigen, 2 bis 8 cm langen Blätter enthalten Giftstoffe, die bei Hautkontakt Reizungen hervorrufen können.[/COLOR]
Kirschlorbeer
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Als blickdichte Hecke oder Solitär ist die immergrüne Lorbeerkirsche (Prunus[/COLOR][COLOR= rgb(0, 0, 0)]laurocerasus) sehr beliebt. Wie bei der Eibe sind auch hier für unterschiedlichste Einsatzbereiche entsprechende Sorten und Arten erhältlich. Kirschlorbeeren sind äusserst genügsam und nehmen mit fast jedem Boden vorlieb, vorausgesetzt dieser ist nicht zu trocken. Im Frühjahr zeigen sich zahlreiche, stark duftende, weisse Blütenkerzen, die viele Bienen anziehen. Bis zum Sommer bilden sich fast schwarze Früchte, die in reifem Zustand zwar süss schmecken, aber einen bitteren Nachgeschmack haben. Giftig sind jedoch die ledrigen Blätter und relativ grossen Samen, wobei hier weniger die Gefahr besteht, dass diese verzehrt werden.[/COLOR]
Gewöhnliches Pfaffenhütchen - Euonymus europaeus
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Das Pfaffenhütchen ist bei uns heimisch und bevorzugt halbschattige Lagen an Waldrändern, Hecken oder Abhängen in nährstoffreichen, kalkhaltigen und salzarmen Böden. Im Frühjahr zeigen sich grüne eiförmige bis lanzettliche Blätter an kantigen, teils korkigen Zweigen, denen eine leuchtend rote Herbstfärbung mit attraktiven, orangeroten Früchten folgt. Diese machen den Strauch, der eine Höhe von bis zu fünf Metern erreichen kann, für naturnahe Gärten besonders attraktiv. Wichtig zu wissen ist, dass alle Pflanzenteile giftig sind. Besonders bei Kindern besteht die Gefahr, dass sie die Beeren zum Spielen verwenden.[/COLOR]
Aronstab – Arum maculatum und Arum italicum
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Der Aronstab gehört zur Familie der Aronstabgewächse (Araceae). A. maculatum ist in der Schweiz vor allem in den Voralpen und im Jura verbreitet, während A. italicum im Südtessin heimisch ist. Ersterer bevorzugt einen durchlässigen, kalkreichen Boden und lebt oft in Gemeinschaft mit weiteren frühjahrblühenden Pflanzen der Krautschicht, wie Lungenkraut und Bärlauch, während letzterer feuchte Böden in Hecken oder Ödland liebt. Im Frühjahr zeigen sich dunkelgrüne, pfeilförmige Blätter sowie ein Blütenstand, bestehend aus Blütenstandschaft, Spatha und Kolben. Zum Sommerende folgen Kolben, dicht besetzt mit roten Beeren, die Blätter hingegen, und dies macht ihn zur beliebten Gartenpflanze, ziehen schon währen des Sommers ein.[/COLOR]
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Alle Teile der Pflanze sind giftig und schon das blosse Berühren kann Hautrötungen und Blasen hervorrufen. Da die attraktiven Beeren süss schmecken, kommt es am ehesten durch deren Genuss zu Vergiftungen.[/COLOR]
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