Guten Abend!
Ich habe heute mit Schrecken dies an meiner Schneewalzer festgestellt...
*schnipp machte ich bereits (obwohl es mich total reute, darüber wuchsen zwei tolle Triebe /emoticons/default_icon_cry.gif ...das Holz darunter sieht zum Glück gesund aus und der Durchschnitt durch die "Problemzone" zeigte Holz, das in der Mitte noch grün, gegen aussen jedoch immer brauner wurde.
Gerne würde ich wissen, was sich meine Rose hier gefangen hat(te?)
Liebe Grüsse
Larosa, vollkommen zufrieden nach einem Tag im Garten bei sonnigsten Wetter...
Hallo La rosa
Ja, hier fast Du richtig gehandelt. Bei diesem grossen, dunklen Fleck handelt es sich offensichtlich um die Rindenflecknekrankheit, die sich da Deine Schneewalzer eingefangen hat. Da die befallenen Triebe meist nicht mehr zu retten sind, ist Abschneiden das einzig Richtige. Oftmls tritt diese Krankheît bei Rosen auf, die eine übermässige oder zu späte Stickstoffdünung erhalten haben. Also sich unbedingt an die Dosierungsangabe auf der Packung halten. Zudem sollte Rosen ab Juli keine Stickstoffdüngung mehr erhalten.
Falls die Krankheit trotz richtiger Düngergabe vermehrt auftreten sollte, könntest Du nächsten Winter eine geziehlte Winterspritzung mit Microperl (erhältlich bei Andermatt Biocontrol) durchführen. Dieses Produkt enthält jedoch Kupfer, welches im Boden nicht abbaubar ist, also bitte nur die gefährdete Pflanze damit behandeln.
Icn nehme nun an, dass Du zwecks genauer Untersuchung, mit Deiner Rosenschere in den kranken Teil des Triebes geschnitten hast. Ich empfehle Dir die Schere mit etwas Alkohol desinfizieren, bevor Du weitere Schnittmassnahmen durchführst.
Es Grüessli und e schöni Oschtere
Brigitte
Liebe Brigitte,
danke für deine Antwort! Als "frühere" Mikrobiologielaborantin nimmt mich natürlich wunder, was für ein Erreger (Bakterie? Pilz? Virus?) diese Krankheit auslöst. Weisst du da Bescheid?
Da ich absolut "Düngerfaul" bin, erstaunt mich der Befall. Ich habe letztes Jahr nur im Frühling 1x wenig gedüngt, dazwischen, ab und an eine Bananenschale verabreicht...Wobei, jetzt fällt mir ein, dass mir jemand gesagt hatte, dass man nach einer ersten Blüte nochmals düngt...das werde ich wohl gemacht haben /emoticons/default_icon_eek.gif .
Die Schere wurde selbstverständlich abgeflammt...*lach, gewisse Sachen legt man nicht so schnell ab.
Herzliche Grüsse und schöne Ostern!
Larosa
P.S ich habe den Bericht über dich und deines Mannes Teich in der Coop-(oder wars die Migroszeitung??) gelesen. Tolle Bilder!
Liebe Larosa
Bei der Rindenfleckenkrankheit (Coniothyrium wernsdorffiae) handelt es sich um einen Pilz, der zu den Schwächeparasiten gezählt wird und gerne die Gegend um die Augen befällt. In einem milden Winter, wie wir ihn jetzt endlich hinter uns haben, kommt es oft vor, dass die Zweige mit diesem Pilz befallen werden. Widerstandsfähige und gesunde Rosen mit ausgereiften Holz sind fast gar nicht betroffen.
Ich hab aber auch in meinem Garten beobachtet, dass gerade Triebe von Rambler und Kletterosen einfach weiter wuchsen und ihr Holz zudem nicht ausreifte.
Mit was für eienm Dünger hast Du denn leztes Jahr Deine Rose gedüngt? Wie lange steht Deine Rosen schon an diesem Ort? und was war dort, bevor Du die Rose gepflanzt hast?
Migroszeitung wars. Herzlichen Dank fürs Kompliment
Es Grüessli
Brigitte
Liebe Brigitte,
gedüngt habe ich mit...moment, kurz nachsehen geh...dem Rosendünger von Hauert. Die Rose steht erst seit letztem Frühling dort, hat letztes Jahr auch geblüht, nicht übermässig, jedoch konnte ich mich an einigen BLüten erfreuen. Vorher stand dort...nun, wir wohnen in einer Neubausiedlung, bevor die Häuser vor 2 Jahren gebaut wurden, war es eine grosse Wiese. Der Boden ist durch den Bau sehr lehmig und ich habe vor dem Einsetzen den Boden mit Rosenerde versucht zu verbessern. Wie gesagt, sie treibt an verschiedenen Augen aus, ich hatte sie ja fälschlicherweise zu stark zurückgeschnitten und scheint sonst nirgends befallen zu sein.
Grüsse zu dir!
Larosa
Liebe Larosa
Ich empfehle Dir, jetzt Deine Rosen mit einer normalen, ausgewogenen Düngergabe (z.B Hauert Rosendüger) zu versorgen. Vor Ende Juni kannst Du nochmals mit einer halben Portion Dünger nachdüngen. Damit die Triebe bis zum kommenden Winter ausreifen können, empfehle ich Dir, ab August eine Patentkaligabe von 40 g (eine Handvoll) pro Pflanze zu verabreichen. So werden Die Pflanzen resistenter gegen Krankheiten und Frost.
Damit Du ganz sicher bist, mit was für eiem Boden Du es zu tun hast, empfehle ich Dir eine Fingerprobe zu machen. Zerreibe etwas feuchte Erde zwischen Deinen Fingern. Fühlt sich die Erde samtig-mehlig an und lässt sie sich zudem gut formen, so hast Du den idealen Rosenboden in Deinem Garten.
Wenn Du die feuchte Erde wie Teig bearbeiten kannst, sie sich zudem schmierig und glitschig anfühlt und wenn sie sich gut kneten und zu Würstchen rollen lässt, so hast Du es mit einem Tonboden zu tun. Diesen kannst Du mit Zugaben von Sand verbessern.
Wichtig ist auch, dass der Boden um die Stöcke während der Vegetationszeit mehrmals ungefähr grabgabeltief gelockert wird. Bitte nicht umgraben, nur lockern, die Anhebung der Rosenwurzeln begünstigt Wildtriebe.
Übrigens, die abgeschnittenen, kranken Triebe bitte nicht kompostieren, sondern immer mit dem Hausmüll entsorgen.
Es Grüessli Brigitte