Dämmung mit EPS - Brandgefahr
- habaUgeot1’199 Beiträge20. April 2015Liebe Alle
Es ist schon länger her, seit die letzten Fragen von wegen wie dämmen im Forum aufgetaucht sind. In einem neueren Artikel im Spiegel wird (erneut) auf das Problem der Brandgefahr hingewiesen. Den in den Tiefen des Netz gefundenen Artikel möchte ich Euch nicht vorenthalten.
Grüsse
Haba
Styropor-Fassaden sind gefährlich -Spiegel 2015-17_web.pdf
1 Anhang
- maningreen717 Beiträge20. April 2015Hallo @HabaUgeot
Danke für das Dokument.
Ob dies in Branche verstanden wird, ist eher unwahrscheinlich.
Der Bauherr vertraut auf die Ausführende und auf den preis, möglichst Günstig.
Heute gibt es bereits gute Lösungen, z.B. Steinwollenplatten, die für Sanierungen von Gebäudehüllen verwendet werden könnten.
Wünsche allen einen sonnigen Tag
- habaUgeot1’199 Beiträge20. April 2015Lieber ManInGreen
... dochdoch, ich glaube, die «Branche» versteht das zum einen schon lange und zum anderen sehr gut. Sie versteht aber auch, dass der Bauherr hier kein Geld investieren will, weil man das am Schluss weder sieht, noch vorzeigen kann.
Wie bei der Partnerinnensuche: Schlussendlich sagen wir alle laut und deutlich, dass es nur um die inneren Werte geht. Im Zweifelsfall entscheiden wir (Herren) uns dann doch meist für die Optik, oder? Und die, welche näher an den «inneren Werten» sind, meinen damit Aktien, Immobilien, potentielle Erbschaften... So genug grosse Klappe für heute.
Haba
1× hilfreich - makrthekaiser411 Beiträge20. April 2015
Hallo @HabaUgeot
Der Bauherr hat gar keine andere Wahl als dem Fachmann zu vertrauen. Dieser sollte dem Bauherren wiederum die Konsequenzen aufzeigen können.
Danke für das Dokument.
Ob dies in Branche verstanden wird, ist eher unwahrscheinlich.
Der Bauherr vertraut auf die Ausführende und auf den preis, möglichst Günstig.
Heute gibt es bereits gute Lösungen, z.B. Steinwollenplatten, die für Sanierungen von Gebäudehüllen verwendet werden könnten.
Wünsche allen einen sonnigen Tag
- turbo887 Beiträge20. April 2015Salü Haba
Das ist in der Branche und bei den Feuerwehren schon lange ein Thema findet aber keine Beachtung.
Auch der Sondermüll der damit an die Fassade gehängt wird wird gerne vergessen.
- mack104 Beiträge28. April 2015Für den Brandschutz bei EPS Fassaden gibt es mit Baubewilligung 2015 neue Vorschriften.
Es müssen neu z.B. "Brandriegel" (sehr umfangreiches Thema um es auf die Schnelle zu schreiben)
montiert werden.
Also ganz grob, je nach Gebäudegrösse, Bewohner und Benutzung muss pro Stock einen umlaufende
20 cm hohe "nicht brennbare Dämmung" eingebaut werden. Je Nach Objekt muss dann noch z.B. der
Fluchtweg, der Eingangsbereich usw. auch nicht brennbar gedämmt werden.
So mal ganz grob zu Info.
Mack
- Pfälzer9’908 Beiträge28. April 2015
im Spiegel wird (erneut) auf das Problem der Brandgefahr hingewiesen.
Hallo Haba
Ja eben, neu ist das Thema/Problem nicht.... und ja, im Prinzip sollten alle "Wissenden" das auch wissen... aber eben, solange etwas nicht "verboten" ist, solange es als "Standard" das "billigste" ist, so lange wird es eben als "üblicher Stantard" gepriesen von verbaut.
Die Platten ansich sind durchaus schwerentflammbar.... mit Streichholz/Feuerzeug bekommt man nichts zu brennen.. aber, was eben die entsprechenden Berichte und natürlich auch die Erfahrungen der Feuerwehren aufzeigen, sind die Brandschäden die durch (meist) vorhergegangene Wohnungsbrände entstanden. Wenn dort eine entspr. grosse Hitze vorhanden ist, die Fensterscheiben bersten, dann schlagen da natürlich Flammen im Bereich von 800°C oder höher raus, womit dann plötzlich die Fassade darüber in Flammen steht. Löschen kann man dies, auch durch den Putz/Abrieb dann halt nicht.
Daher werden auch im MFH-bau die Geschosse durch eine nichtbrennbare Dämmung, von der restlichen Fassadendämmung unterbrochen. Dies ist dann in aller Regel eine Mineralwolle/Steinwolle-Dämmung. Schlagen die Flammen aus besagten Fenstern, kann sich der Brand dann nicht ungehindert nach oben weiter ausbreiten.
Da ich ja bei Bauberatungsmandaten oft bei Gesprächen mit Architekten und GUs anwesend bin, kann ich Dir aus meiner persönlichen Erfahrung sagen, dass hier, ohne gezielte Nachfrage, in aller Regel keiner über die unterschiedlichen Dämmungsmöglichkeiten berät oder informiert. Das ist ja kostbare Zeit, man müsste ggf. ja andere Versionen anbieten.. nein, da kommt dann in aller Regel der Satz: ...wir machen dies gem. Standard... ggf. gefolgt von dem Satz: ...das würde ansonsten auch zu hohen Mehrkosten führen.. und schon ist der Käufer, als Baulaie, zufrieden und stimmt der Standardausführung zu.
Das ist natürlich sehr schade, da es ja viele Fassadenvarianten gäbe, aber man will hier keine Beratung ausführen sondern schnellstmöglich verkaufen, bauen und verdienen können.
Eine ausführliche Beratung ist ja nicht vorgeschrieben und somit Pflicht... also ist es letztlich legitim den Käufer auch im Unklaren zu lassen.
Nicht zu vergessen der Hinweis von Turbo... irgendwann muss das auch mal entsorgt werden.... die Deponie-Branche wird sich dann sicher freuen.
- maningreen717 Beiträge28. April 2015Lieber @Pfälzer
Super geschrieben.
Hoffe dass neue Bauherren dies aufnehmen und sich kritisch hinterfragen.
Wir haben 2010 für Doppelmauerwerk entschieden und würde wieder so entscheiden.
- Pfälzer9’908 Beiträge28. April 2015 · bearbeitetLieber maningreen
Danke.
Ich weiss von Deiner Doppelschale.. das ist eben auch eine mögliche Variante unter vielen weiteren Möglichkeiten. Im Bereich vom Brandschutz zudem sicher auch eine vorbeugende Lösung (wobei es aber auch weitere gäbe..).. im Hinblick auf die Wärmedämmung hätte man hier auch noch eine Schippe drauf legen können, wenn man die äussere Mauerschale mit werkseitig bereits ausgedämmtem Steinmaterial (gibt es in DE schon rund 6-7 Jahre- soweit mir persönlich bekannt) verwenden würde.
Es gibt eben viele Versionen auf dem Markt... nicht leicht für einen Baulaien, ohne fachlich neutrale Hilfe, hier den Überblick zu finden....oder zu behalten. Der Ansatz wäre hier zumindest eine fachliche Beratung für den möglichen Bauherren/Käufer.... er kann sich dann ja immer noch für die "Standardlösung" entscheiden. Aus welchem Grund auch immer, er sich für was auch immer entscheidet, letztlich war es dann eben seine persönliche Entscheidung.