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Anforderungen Komfortlüftung bei Minergie

65Antworten18’321Aufrufevon Ikarus · 13. Oktober 2008letzter Beitrag vor 15 Jahren
  1. isitom2’343 Beiträge31. Januar 2012
    So, wollte nun noch abschliessend berichten wie bei uns mit der Telefonie ausschaut.

    Leider konnte diese nicht behoben werden. War ein echtes hin und her. Insgesamt waren Zehnder und unser Installateur sicherlich 10 mal hier und haben sich die Sache angehört. Am Anfang hörte sich dies noch richtig positiv an mit "Spezialschalldämpfer". Leider gibts sowas nicht.

    Gemacht wurde letztendlich folgendes:

    - Die Rohrreduzierer wurden komplett entfernt (reduzieren nur die Strömungsgeschwindigkeit).

    - Zudem wurden die Zuluftfilter bei den Ausströmungen entfernt.

    - Die Ausströmungskästen (Zuluft) wurden innen gedämmt.

    Das war's dann auch schon. Mag subjektiv ein wenig was geholfen haben. Weg ist die Telefonie jedoch nicht.

    Am schlimmsten ist diese vom Wohnzimmer zum Kinderzimmer hinauf. Zudem hört man jedoch auch im unteren Bad die Musik wenn im oberen diese angemacht wird. Grundsätzlich ist die Telefonie jedoch überall vorhanden.

  2. Meierei368 Beiträge1. Februar 2012
    interessant.... daran haben wir noch gar nicht gedacht! (wir sind erst in der Planungsphase). Könnte man das evt mit der Verlegung der Rohre etwas steuern? Also ich meine nicht vom Material her, sondern vom Verlauf der Rohre (von wo nach wo)? Hat jemand hier mehr Erfahrungsberichte?

  3. mpaxx1’174 Beiträge1. Februar 2012
    Seit knapp zwei Jahren "belüftet" eine Hoval "Homevent 250" mit integriertem Enthalpietauscher unser Haus. Die Erwartungen, die wir an eine solche Lüftung hatten, erfüllten sich zu fast 100%. Die Anlage ist auch bei höchster Leistungsstufe nicht wahrnehmbar, meistens läuft sie im Normalfall auf einer Stufe von 40%. Die Luftfeuchtigkeit stellen wir im Winter auf 45%, die Hygrometer zeigen Feuchtigkeitswerte zwischen 38 und 45% und bewegen sich unserer Ansicht nach in einem sehr angenehmen Bereich. Früher plagten mich ich im Winter trockene Nasenschleimhäute und Hautrisse (Fingerkuppen), diese Phänomene sind definitiv passé.

    Telefonie-Effekte gibt's in unserem Haus glücklicherweise keine, mit einer Ausnahme. Vom untersten WC in das obere Bad sind sehr gedämpft Stimmen hörbar. Nicht in der Weise, dass Gespräche "mitgehört" werden könnten, aber es ist eine schwache Form von Telefonie-Effekt ausmachbar. Weshalb das so ist, weiss ich nicht, bei allen anderen Lüftungsein- oder ausgängen ist absolut nichts zu hören.

    Jemand in diesem Forum fragte nach einer Möglichkeit, die Feuchtigkeitswerte während den Sommermonaten ausschalten zu können: Nichts einfacher als das, stellt den Feuchtigkeitsregler auf 65%. Auf keine Fälle 0% einstellen, dann versucht der Tauscher unter Vollast (hohe Drehgeschwindigkeit, damit wenig Feuchte zurückgewonnen wird) und hoher Luftwechselrate die Luft "auszutrocknen". Bei 65% dreht die Anlage gemütlich langsam und verharrt dann in etwa auf Luftfeuchtigkeitswerten der Aussenluft.

    Kürzlich habe ich mir ein Hoval-Steuergerät für die KNX-Leitsystem-Anbindung angeschafft, damit wir im Sommer je nach Aussentemperatur die Lüftung vollautomatisch abschalten/ einschalten können. Die Anbindung steht noch aus, nehme diese aber in den nächsten Monaten in Angriff.

    Fazit: Die Hoval-Lüftungsanlage erfüllt ihren Zweck zuverlässig, die Feuchtigkeitsrückgewinnung ist effizient und verhilft zu einem spürbar besseren Raumklima (besonders im Winter). Der uns zugeteilte Servicetechniker verfügt über eine hohe Sachkompetenz und ist jeweils rasch vor Ort (innerhalb einer Woche).

    Gruss, Mäge

  4. Serge-CH1’717 Beiträge2. Februar 2012
    Die Anlage ist auch bei höchster Leistungsstufe nicht wahrnehmbar, meistens läuft sie im Normalfall auf einer Stufe von 40%.
    Hallo Mäge

    Wir haben ja dieselbe Anlage... Eine Frage: Merkst du einen hörbaren Unterschied des drehenden Rotors (ein Brummen) bei wechselnden Aussentemperaturen? Sobald bei mir die Aussentemperatur unter -5 Grad ist, brummt der Enthalpietauscher... aber immer nur im "zweiten Einsatzjahr"... Das Brummen höre ich nur im UG, weil mein Büro neben der Kellerwand steht wo die Anlage befestigt ist... Direkt VOR der Anlage (im Kellerraum) hört man diese Geräusche auch aber nicht so stark...

    Gruss,

    Serge

  5. mpaxx1’174 Beiträge2. Februar 2012
    Hallo Serge

    Ja Serge, dieses Problem verfolgt Hoval vielerorts und scheint eine Kinderkrankheit zu sein. Wie du beschreibst, ist ein Vibrieren/ Brummen bei < -5 Grad Celsius zu hören. Vor zwei Wochen wechselten wir den Rotor, nun ist auch bei - 12 Grad C. nichts zu hören. Aber wie du richtig beschreibst, nach zwei Jahren wird er vermutlich erneut ausgewechselt werden müssen.

    Auf meine Anfrage hin sind die Hoval-Ingenieure am Suchen einer dauerhaften Lösung.

  6. Pippen2’281 Beiträge2. Februar 2012
    @Serge & Mäge

    Ja, ist bei uns auch so. Wir haben auch so ein Brummen bei tiefen Temperaturen.

    Noch eine andere Frage:

    Kriegt ihr auch bei diesen tiefen Temperaturen (-9°C), Feuchtigkeiten von 38% hin? Ich nicht

    ganz. Momentan haben wir so 32% drinnen.

    In den ersten 3 Jahren hielt sich die Feuchte auch noch bei so 38% selbst bei -12°C über eine

    Woche lang. Da war wahrscheinlich noch etwas Restfeuchte im Spiel. Was meint ihr.

  7. isitom2’343 Beiträge2. Februar 2012
    Bei uns hilft nur aktives befeuchten.

    Ansonsten:

    - Pflanzen

    - Wäsche im Wohnzimmer trocknen

  8. mpaxx1’174 Beiträge2. Februar 2012
    Ich messe im Moment 40% Luftfeuchtigkeit, an Pflanzen steht lediglich ein "Palmengewächs" im Obergeschoss. Bei uns wird jedoch häufig geduscht und es kommt einiges an Wäsche zusammen :=)

    Gruss, Mäge

  9. Serge-CH1’717 Beiträge2. Februar 2012
    Noch eine andere Frage: Kriegt ihr auch bei diesen tiefen Temperaturen (-9°C), Feuchtigkeiten von 38% hin? Ich nichtganz. Momentan haben wir so 32% drinnen.
    Hallo Pippen

    Schön wieder mal von dir zu "hören". Momentan haben wir 31% Luftfeuchtigkeit. Pflanzen haben wir keine. Ich hänge unsere Wäsche im Büro/UG zum Trocknen auf. Letztes Jahr habe ich mir noch einen Luftbefeuchter gekauft, welcher ich wahrscheinlich gleich wieder einschalten werde...

    @all

    Ich habe heute der Hoval eine E-Mail geschickt bzgl. dieser Problematik. Mal schauen ob sich zwischenzeitlich etwas bewegt hat...

    Gruss,

    Serge

  10. wottau137 Beiträge5. Februar 2012
    Gemacht wurde letztendlich folgendes:

    - Die Rohrreduzierer wurden komplett entfernt (reduzieren nur die Strömungsgeschwindigkeit).

    - Zudem wurden die Zuluftfilter bei den Ausströmungen entfernt.

    - Die Ausströmungskästen (Zuluft) wurden innen gedämmt.
    Hallo isitom

    wie oder mit was sind die Kästen gedämmt worden?

  11. Moudi2’458 Beiträge5. Februar 2012
    Ich beneide euch....unsere Lüftung scheint der Luft alle Feuchtigkeit zu entziehen.

    Zur Zeit haben wir 22%. Meine Nasenschleimhäute sind trocken wie die Sahara :-(

    Auch bei Schwörer ist nicht alles perfekt ;-)

    Gruß moudi

  12. tremo143 Beiträge5. Februar 2012
    @Moudi

    dies mit oder ohne enthalpietauscher? sonst mal abklären, ob ein solcher nachrüstung in frage kommt.

  13. Moudi2’458 Beiträge5. Februar 2012
    Äääähhhh....wie heißt das Ding ? Ent....????

    Wie funktioniert so ein Teil ?

    Gr Jens

  14. tremo143 Beiträge5. Februar 2012
    @Moudi

    da du von lüftung sprichst, gehe ich davon aus, dass du eine KWL installiert hast. ein enthalpietauscher ist vereinfacht gesagt, ein feuchtigkeitsrückgewinner. er übergibt die feuchtigkeit der abluft an die frischluft, welche ins haus gelangt. nicht zu 100 %, aber immerhin. dies ist vorallem im winter wichtig, da die frischluft aufgrund der kälte wenige feuchte hat. frag mal beim hersteller deiner KWL nach...

  15. idotter139 Beiträge5. Februar 2012
    Hallo zusammen

    Mal ne Frage ist die Komfortlüftung tatsächlich so energiesparend, wie sie dargestellt wird? Immerhin braucht sie ja auch strom.

  16. mpaxx1’174 Beiträge6. Februar 2012
    Hi Moudi

    Für das Wohlbefinden ist es sehr empfehlenswert, eine KWL mit Enthalpietauscher auszurüsten. Mit der derzeitigen Bisenlage werden wir mit sehr kalter und trockener Luft "überschwemmt", unsere Hoval-Lüftungsanlage mit Feuchterückgewinnung bringt es momentan auf einen angenehmen Wert von 35%-Luftfeuchtigkeit. Trockene Nasenschleimhäute gibts keine und fürs Holz (z.B. Parkett) ist eine minimale Luftfeuchtigkeit von 30% nötig, damit keine Schwundrisse entstehen.

    Einen Nachteil der Feuchterückgewinnung soll jedoch nicht verschwiegen werden: In unserem Fall entstehen bei sehr kalten Temperaturen (ab - 8 Grad C) und 35% und höheren Luftfeuchtigkeiten (innerhalb des Hauses) Kondenswasser an den Innenrahmen unsere Velux-Dachfenster. Obschon diese eine Dreifachverglasung aufweisen, entstehen in den Ecken Kondenswasser. Bei Freunden, die keine Lüftung mit Feuchterückgewinnung haben, zeigt sich dieses Problem nicht...dafür ist es in ihrem Haus furztrocken.

    @Pippen: Ich mag mich erinnern, dass du im letzten Winter dasselbe Problem hattest. Wurde bei euch zwischenzeitlich etwas wirksames dagegen unternommen?

    Gruss, Mäge

  17. Jetta53 Beiträge8. Februar 2012
    Hallo zusammen

    Mit Interesse habe ich eure Beiträge gelesen. Dies vor allem auch deshalb, weil wir am Anfang der Planung unseres Minergie-EFH stehen.

    Gerne möchte ich euch an dieser Stelle fragen, wer von euch welche KWL hat und welches die Vor- und Nachteile des jeweiligen Systems sind. Was kann eure KWL und würdet ihr diese wieder einbauen?

    Danke für die Antworten.

    Gruess, Jetta.

  18. smart80286 Beiträge8. Februar 2012
    zehnder comfosystems 350.

    vor- und nachteile von KWL wurden schon mehrfach diskutiert.

    ob produkteunterschiede gross sind, bezweifle ich.

    mein fazit: heute ohne KWL zu bauen, ist ähnlich, als wenn man heute noch 2fach verglasung nähme.

    unbedingt KWL!

  19. Serge-CH1’717 Beiträge8. Februar 2012
    @all Ich habe heute der Hoval eine E-Mail geschickt bzgl. dieser Problematik. Mal schauen ob sich zwischenzeitlich etwas bewegt hat...
    Der Hoval-Serviceverantwortlicher hat gemeint, dass mein Enthalpietauscher wahrscheinlich wieder ersetzt werden muss. Der Termin steht noch offen...

    @Mäge, Pippen und all

    Seit ein paar Tagen ist unsere Temperatur im Innenbereich des Hauses unangenehm zurück gegangen. Morgens haben wir Temperaturen zwischen knapp 19 bis 20 Grad (normal haben wir 24 Grad). Im Bad ist es morgens sehr unangenehm kalt. Ich „pröble“ seit Tagen an der Einstellung der Wärmepumpe; zuerst habe ich den Wasserdurchlauf in allen Zimmern erhöht, dann die Tages- und Nachttemperatur manuell erhöht und schlussendlich noch die Heizkurve erhöht. Die Fussbodenheizung ist zwar leicht wärmer aber die gefühlte und gemessene Temperatur lässt sich nicht erhöhen…

    Zur Frage: Könnte es sein, dass der Wärmeaustausch des Enthalpietauschers nicht richtig „funktioniert“? (ev. aufgrund der Brummgeräusche = Rotor funktioniert nicht richtig?) Ich befürchte, dass kalte Aussenluft nicht wirklich mit der warmen Innenluft „vermischt“ wird und daher die Zimmer ständig so kalt sind./emoticons/default_confused.png

    Was meint ihr? Habt ihr auch schon sowas erlebt?

    Gruss,

    Serge

  20. Puma27113 Beiträge8. Februar 2012
    Also Innen und aussenluft sollten nie miteinander in Kontakt kommen.

    Das wäre eine Leckage und die liegt bei einer neuen KWL bei ca.0 - 0,4%

    Ist der Bypass geschlossen?

    Gruss Puma