SucheFür Unternehmer
ThemaStart · Forum

Sanitas Trösch, Richener und Co kassieren Busse

30Antworten8’424Aufrufevon Moudi · 3. Juli 2015letzter Beitrag vor 11 Jahren
  1. Chris80223 Beiträge3. Juli 2015
    Sobald Preisabsprachen im Spiel sind ist es eben keine freie Marktwirtschaft mehr.

    Es ging ja auch nicht nur um den Preis, sondern auch darum dass sie den Herstellern diktieren wen sie beliefern dürfen und wen nicht und auch die Rabatte der Sanitärler untereinander absprechen...das geht für mich einfach zu weit! Bezeichnest du so was als freie Marktwirtschaft?

    Und ja...ich würde gerne irgend wo anders diese Artikel besorgen (und zwar in der CH) aber wo???

  2. Ze Roberto99 Beiträge3. Juli 2015
    Hier bin ich einverstanden mit dir. Dieses Beispiel ist tatsächlich Mafia und ist ja offenbar auch zurecht gebüsst worden.

    In diesem Falle muss man statt Sanitas Trösch andere Anbieter wählen mit anderen Produkten, die etwas preiswerter sind.

  3. Moudi2’458 Beiträge3. Juli 2015
    Hallo Ze Roberto

    Ich sagte nicht, dass ich den Service aus dem Ausland beziehe, sondern die Ware.

    Ich habe mit einem kleinen, aber feinen Sanitär abgemacht, dass ich die Ware beschaffe und er mir diese verbaut

    und er dafür eine Entschädigung für die entgangene Marge erhält. Win-Win für beide. Und die großen Sanitär schauen in die Röhre !

    Gruß moudi

    4× hilfreich
  4. friedlim91 Beiträge7. Juli 2015
    Wo findet man denn die kleinen, günstigeren? Suche gerade Duschtüren - siehe mein anderer Post

  5. winner601’773 Beiträge7. Juli 2015
    Hallo Ze Roberto

    Ich sagte nicht, dass ich den Service aus dem Ausland beziehe, sondern die Ware.

    Ich habe mit einem kleinen, aber feinen Sanitär abgemacht, dass ich die Ware beschaffe und er mir diese verbaut

    und er dafür eine Entschädigung für die entgangene Marge erhält. Win-Win für beide. Und die großen Sanitär schauen in die Röhre !

    Gruß moudi
    Das ist genau der Punkt: Langsam geht mir das Bashing gegen Auslandeinkäufe auf den Keks - gerade im Sanitärbereich werden wir reichlich (nur sogar richterlich festgehalten) abgezockt. Wer das mitmachen will, der soll das tun.

    Ebenso geht mir das Gejammer der Sanitärinstallateure auf den Keks: Warum soll es nicht möglich sein, für seine (hoffentliche gute) Arbeit einen normalen (Schweizer)Lohn zu verlangen? Ich bin gerne bereit, für solche Leistungen korrekt zu bezahlen. Ja ich bin sogar bereit, bei 8% CH-MWST den gleichen Preis für ein Produkt wie in D (19%-MWST) zu bezahlen - das sind ja dann schon mal einfach so fast 10% Differenz. Aber dann einfach 50 und mehr % aufschlagen?

    Der Nachfrager hat es in der Hand.... das Vorgehen von moudi ist der einzige Weg, auch hier faire Preise zu bekommen. Sanitär ist nur eines der Beispiele (wenn auch ein krasses).

    Martin

    1× hilfreich
  6. Fred752 Beiträge7. Juli 2015
    gerade im Sanitärbereich werden wir reichlich (nur sogar richterlich festgehalten) abgezockt.
    Richterlich festgehalten ist noch gar nichts. Die Kommission hat nun nach 4 Jahren Bussen ausgesprochen.

    Dagegen könnnen die Gebüssten rekurieren.

    Also gibts noch kein rechtkräftiges Urteil und es gilt die Unschuldsvermutung.

    Gruss, Fred

  7. Pfälzer9’908 Beiträge7. Juli 2015
    Wenn kein Wettbewerb stattfindet, kann man, wenn man sich eben einig ist, seinen Preis verlangen. Dem Architekten oder GU ist das natürlich egal.... erhöht schliesslich auch sein Honorar /emoticons/default_smile.png

    Dem Sanitär kann es ebenfalls egal sein, so lange alle über diese Quellen beziehen müssen, kann auch ihm nichts passieren. Wobei es durchaus Unternehmen gibt, die dies durchaus nicht gut finden.

    Wie immer im Leben gibt es natürlich auch hier Alternativen.

    Bei meinen Projekten kommt durchaus einiges von ausserhalb... zum Wohle meiner Kunden/Bauherren... und dem Schweizer Sanitär.

    Die Offerte meines Bauherren, vom Grosshandel ausserhalb der Schweiz, wies zudem ohnhin sehr grossen Preisunterschied noch einen weiteren Rabatt von 10% auf, zuzüglich der ersparten Mehrwertsteuer. Der Sanitär war informiert und bereit dies fachlich korrekt zu montieren (natürlich wie immer, denn was im CH-Grosshandel verkauft wird, kommt eh zum Grossteil nicht aus der Schweiz, also für den Sanitär letztlich das gleiche Material wie immer).

    Auf mein Anraten hat sich der Sanitär dort als CH-Handwerker angemeldet und bekam die dort üblichen Handwerkerrabatte zusätzlich....  er lieferte dann in seinem Namen die Teile und die Lohnleistung, mein Kunde bekam selbstverständlich auch die ansonsten bereits angebotenen 10% Rabatt, zzgl. Skonto... und alle waren zufrieden.

    Solche Lösungen fallen natürlich einem Schweizer Architekten und GU nicht bis ganz selten ein....warum auch... es brächte ihm nur Nachteile. Der mögliche Kundenvorteil interessiert hierbei niemanden.

    1× hilfreich
  8. winner601’773 Beiträge8. Juli 2015
    Richterlich festgehalten ist noch gar nichts. Die Kommission hat nun nach 4 Jahren Bussen ausgesprochen.

    Dagegen könnnen die Gebüssten rekurieren.

    Also gibts noch kein rechtkräftiges Urteil und es gilt die Unschuldsvermutung.

    Gruss, Fred
    Richtig. Dann halt eine kartellrechtliche Feststellung - ist mindestens so viel wert wie ein Richterurteil..... in dem Zusammenhang könnte das Wort "Unschuldsvermutung" zum Unwort werden.....

  9. vakuum358 Beiträge8. Juli 2015
    Es ist gut möglich dass das ganze nicht beweisbar ist und die dann noch "freigesprochen" werden.... 

    Die Machenschaften sollten nun aber für alle klar sein, sonst gäbe es die Preisunterschiede nicht, denn die sind mit nichts recht zufertigen. 

    Bis eine Kommission eine Busse ausspricht muss schon sehr sehr viel übles passiert sein.....

  10. stefanbrunner147 Beiträge9. Juli 2015
    Es sind nicht nur die Grosshändler, die für diese Preisunterschiede verantwortlich sind.

    Viele Hersteller und Importeure verlangen für den Schweiz Markt einen massiv höheren Preis.

    Es gibt in Süddeutschland Grosshändler, die geben Adressen von Schweizer Sanitären bekannt, die bei ihnen beziehen. Einige Deutsche Grosshändler liefern direkt in die Schweiz auf die "Baustelle".

    Einige Lieferanten/Hersteller verkaufen über Süddeutsche Sanitäre/Grosshändler Spiegelschränke mit Schweizer Steckdosen. Andere weigern sich, weil sie die hohen Preise in der Schweiz schützen wollen.

    Da sind so Erfahrungen, die ich und Freunde gemacht haben in vergangener Zeit in Sachen Bad.

     

  11. Dolce81395 Beiträge10. Juli 2015
    Sobald Preisabsprachen im Spiel sind ist es eben keine freie Marktwirtschaft mehr.

    Es ging ja auch nicht nur um den Preis, sondern auch darum dass sie den Herstellern diktieren wen sie beliefern dürfen und wen nicht
    Das ist aber üblich. Bei bestimmten Marken hat man einfach Exklusivrechte. Wenn der Konkurrent im Nachbarort dann das selbe hat, stelle ich die Firma halt vor die Wahl: entweder ich verkaufs oder der andere. Wenn ich besser bin als der andere, wird die Entscheidung leicht fallen.