Von Haselnüssen und unehelichen Kindern
Im alten Volksglauben konnte die Hasel viel bewirken. Sie gab Anlass für Redewendungen und wurde sogar mit unehelichen Kindern in Verbindung gebracht. Auch heute gilt die Hasel als Botin des Frühlings. Sobald die Temperaturen im Winter…

Genau hinschauen
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Aufgrund seiner typischen gelben Kätzchen erkennt man den Haselstrauch von weitem. "Es lohnt sich allerdings, auch mal näher hinzusehen", sagt Pro Natura Waldexperte Marcus Ulber, "denn nur bei genauem Hinschauen erkennt man die unscheinbaren weiblichen Blüten, aus denen im Herbst die hartschaligen Haselnüsse heranreifen". Sie sehen ähnlich aus wie gewöhnliche Knospen. Man kann sie aber von diesen aufgrund der roten Narbenbüschel unterscheiden, die aus ihnen herausragen.[/COLOR]
Von der Eiszeit zur Hasel-Zeit
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Die Hasel ist heute in Mitteleuropa weit verbreitet. Noch häufiger war der Strauch allerdings in der Mittelsteinzeit vor rund 8000 Jahren. Damals setzte nach dem Ende der letzten Eiszeit die Wiederbewaldung ein. Die Hasel gehörte als ausgesprochene Pionierpflanze zu den ersten Baumarten, welche die eisfreien Flächen wiederbesiedelten. Sie setzte sich im Anfangsstadium der Wiederbewaldung so stark durch, dass diese Periode als Hasel-Zeit bezeichnet wird.[/COLOR]
Rendez-vous in der Hasel
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Viele Völker schrieben der Hasel besondere Kräfte zu. Die Leute pflanzten Haselsträucher vor ihr Haus, weil sie glaubten, dass diese Blitze ableiten würden. Seit Jahrtausenden verwendet man zudem gegabelte Haselnusszweige, um Wasseradern oder Erze aufzuspüren. Die Hasel gilt auch als Symbol für Fruchtbarkeit. Haselnüsse sollen wegen ihren hohen Anteilen an Vitaminen und Eiweiss bei Impotenz helfen. Die deutsche Redewendung "in die Haseln gehen" will sagen, dass man zu einem heimlichen Rendez-vous verabredet ist. Deren Ursprung liegt wohl darin, dass man sich hinter dem dichten Haselstrauch gut verstecken kann. Viele Haselnüsse im Herbst waren zudem im Volksglauben ein Hinweis darauf, dass im kommenden Jahr viele uneheliche Kinder auf die Welt kommen würden.[/COLOR]
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[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Quelle: © Pro Natura, K. Weber[/COLOR]
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