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Stiefmütterchen - Viola

.. und ihre Schwestern Ob gross oder klein - immer fein Nach alter Überlieferung begann die Geschichte des Stiefmütterchens, an deren Sippe das Echte Stiefmütterchen (Viola tricolor), das Gelbe Stiefmütterchen (Viola lutea) und andere…

Redaktion23. November 20164 Min. Lesezeit

sieben Blütenähren in Ansicht, in Höhe und Neigung verschieden: an jeder senkrechten Achse sitzen abwechselnd links und rechts Einzelblüten, unten grösser als oben. Am Boden liegt ein Kranz von Grundblättern.
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Ob gross oder klein - immer fein


[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Nach alter Überlieferung begann die Geschichte des Stiefmütterchens, an deren Sippe das Echte Stiefmütterchen (Viola tricolor), das Gelbe Stiefmütterchen (Viola lutea) und andere Wildarten beteiligt sind, im Jahre 1813: Bei einem Spaziergang ausserhalb Londons soll Lord Gambier einige wilde Stiefmütterchen entdeckt haben, deren Farben - vor allem die gelben - von einer aussergewöhnlichen Intensität gewesen sein sollen. Der Lord zögerte nicht lange, grub sie aus und übergab die Pflänzchen seinem Gärtner Thomas Thompson, der sogleich mit dem Selektieren und Kreuzen begann. Sein Ziel war, nicht nur Sorten in weiteren Farben, sondern auch in grösseren Blüten zu erhalten. Bald darauf fand das Stiefmütterchen den Eingang in die Gärten und 1835, soll der Naturwissenschaftler Charles Darwin über 400 Sorten gezählt haben.Im Jahre 1925 erhielten die Stiefmütterchen zu Ehren des schwedischen Botanikers Veit Wittrock, den botanischen Namen "Viola x wittrockiana". Dieser war jedoch nicht offiziell. Johannes D. Nauenburg vom Botanischen Garten der Universität Rostock, der 1986 über wilde Stiefmütterchen promoviert hatte, entdeckte diesen Missstand, den er in Zusammenarbeit mit seinem Kollegen Karl Peter Butler aus Frankfurt am Main behob. Ab diesem Frühjahr blüht nun das Stiefmüttterchen endlich unter seinen offiziellen Namen, nämlich "Viola wittrockiana GAMS ex Nauenburg & Buttler".Bis vor etwa 20 Jahren waren bei den Stiefmütterchen vor allem die grossen Blüten gefragt. Blütendurchmesser von bis zu 10 Zentimeter waren keine Seltenheit. Langsam wendete sich jedoch das Blatt, und so begann die Karriere der Mini- Stiefmütterchen, der Viola-cornuta-Hybriden. Die erste Sorte "Princess", welche weltweit in sieben Farben erhältlich ist, entstand in Amerika. Mittlerweile werden eine Vielzahl an Sorten, wie übrigens auch bei den Stiefmütterchen, im Handel ohne Namen angeboten. Wozu auch, sind sie doch auch ohne allerliebst. Erhältlich sind die hübschen Blütengesichter in unzähligen Farbtönen von weiss über gelb, orange, rot, blau bis hin zu schwarz, wobei blaue Farbvariationen besonders oft vertreten sind. Aber auch mehrfarbige und gar gesprenkelte Varietäten gibt es zu entdecken.Mit ihren farbenfrohen Gesichtern und unkomplizierten Wesen gehören die Hornveilchen-Hybriden ganz sicher zu den Lieblingen vieler Topfgärtner. Ihre Eltern sind übrigens das Ackerstiefmütterchen und die Wildform des Hornveilchens, das aus den Pyrenäen stammt. Die frostharte, meist zweijährig kultivierte Art eignet sich wunderbar zum Bepflanzen von Schalen, Ampeln, Töpfen oder Balkonkästen, und lässt sich besonders gut als robuster, dauerblühender Grabschmuck verwenden. Hier wirken sie solo, eventuell in unterschiedlichen Farbtönen, am besten. Setzen Sie diese jedoch nicht zu eng, denn mit ihrem buschigen, leicht auseinanderfallenden Wuchs schliessen sie bald jede Lücke. Im Beet entpuppt sich der überaus dankbare Lückenfüller über Wochen als wertvoller Dauerblüher, wobei er hier in Kombination mit Tulpen besonders attraktiv wirkt.Aber auch das Stiefmütterchen, mit seinen wesentlich grösseren Blütengesichtern, hat viel zu bieten und macht sich nicht nur als Grab- und Rabattenbepflanzung sehr gut. Mit ihnen lassen sich wunderbar Töpfe und Schalen bepflanzen, sie wirken jedoch weniger zierlich als ihre Schwestern.Alles was die anspruchslosen, zu den Veilchengewächsen gehörenden Pflänzchen benötigen, ist ein halbschattiger bis sonniger Standort in nährstoffreichem Boden. Die Pflanzzeit ist im Herbst oder Frühjahr, wenn keine allzu starken Fröste mehr zu erwarten sind. Achten Sie auf eine gleichmässige Wasserversorgung. Vermeiden Sie unbedingt Staunässe. Hier reagieren diese Pflanzen äusserst empfindlich mit Fäulnis.Wenn Sie von Zeit zu Zeit Verblühtes abschneiden und die Pflanzen von sämtlichen, verdickten Fruchtknoten befreien, ist eine kontinuierliche Blüte über Wochen garantiert. Kommt es jedoch zu Fruchtansatz, so stagniert auch die Blütenbildung.Lässt man Sie aussamen, so entsteht reichlich Nachkommenschaft, das Erscheinungsbild fällt jedoch sehr unterschiedlich und auch kleiner aus.Nach den "Eisheiligen" Mitte Mai weichen dann die Grossen wie die Kleinen dem Sommerflor.Übrigens: Hornveilchen und Stiefmütterchen - bei Letzteren Sorten mit kleineren Blüten verwenden - sind essbar. Sie eignen sich ausgezeichnet als farbenfrohe und zartschmeckende Bereicherung in Frühlingssalaten sowie als Garnitur von Antipasti, Suppen oder kandiert auf Desserts und Gebäck.[/COLOR]

  

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