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Garten

Sichtschutz mit Kletterpflanzen

Ein guter Sichtschutz im Garten ist je nach dem Gold wert, um einen vor den Blicken der Nachbarn oder Strassenpassanten zu schützen. Ideal, wenn er platzsparend ist, dies besonders für kleine Gärten. Lässt er sich zudem begrünen, und kommt…

Redaktion17. November 20163 Min. Lesezeit

Höhenprofil eines Staudenbeets in der Ansicht: sieben Pflanzen stehen in einer Reihe und werden von der einen Bildseite zur anderen stetig niedriger — hinten Ähren und Dolden, vorn flache Polster. Oben ist die Staffelungsrichtung als Masslinie angegeben.
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Ein guter Sichtschutz im Garten ist je nach dem Gold wert, um einen vor den Blicken der Nachbarn oder Strassenpassanten zu schützen. Ideal, wenn er platzsparend ist, dies besonders für kleine Gärten. Lässt er sich zudem begrünen, und kommt es noch zu einer Blüte, wird es für Auge und Nase zum wahren Genuss.[/COLOR]

[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Wichtig ist ein stabiler Untergrund. Ideal sind Spaliere und Holzsichtschutzwände aus dem Fachhandel, welche in unterschiedlichen Ausführungen erhältlich sind. Zwischen ebenfalls stabile, im Boden fest verankerte Pfosten geschraubt, fehlt nur noch der passende Kletterer. Desgleichen beim Maschendrahtzaun an der Grenze zum Nachbargrundstück.[/COLOR]

[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Die Palette geeigneter Kletterpflanzen ist unermesslich. Nebst den Boden- und Standortbedingungen ist zu berücksichtigen, dass es hier unterschiedliche Kletterpflanzen gibt. Diese lassen sich in drei Kategorien unterteilen. Zum einen die Selbstklimmer, welche ohne fremde Hilfe Mauern und Sichtschutzwände hinaufwachsen. Den nötigen Halt verschaffen sie sich durch so genannte Haftwurzeln. Zu diesen gehört beispielsweise Efeu (Hedera), welcher einen nahrhaften und frischen Boden in halbschattiger Lage bevorzugt. Seine Blüten, übrigens eine gute Bienenweide, sind zwar eher unscheinbar, umso schöner jedoch das Blattwerk von panaschierten Sorten. Dieselben Bedingungen möchte die eher langsam wachsende Kletterhortensie (Hydrangeae anomala ssp. petiolaris). Sie wartet im Juni/Juli mit weissen Tellerblüten und im Herbst mit einer langanhaltenden, gelben Blattfärbung auf. Anders die sogenannten Spreizklimmer, die mittels Seitentrieben, Dornen oder Stacheln Halt finden. Zusätzlich müssen sie aufgebunden werden. Bekanntester Vertreter ist hier die Kletterrose, wovon mehrmals blühende, wie auch einmal blühende Sorten erhältlich sind, letztere tragen im Herbst oft orangefarbene Hagebutten. Ebenfalls Halt benötigt der Winterjasmin mit seinen goldgelben, forsythienartigen Blüten an rutenförmigen, schlanken Zweigen. Im Gegensatz zu Rosen, welche einen sonnigen, gut durchlüfteten Standort benötigen, um Krankheiten vorzubeugen, mag es der im Spätwinter blühende Winterjasmin gerne warm.[/COLOR]

[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Schlingpflanzen hingegen sind mit einer unermesslichen Auswahl an Arten vertreten. Dazu gehört der anspruchslose Blauregen (Glyzinie) und die wärmebedürftige Trompetenblume (Campsis). Beide bevorzugen eine sonnige Lage mit wasserdurchlässigem Boden. Sie können ein unglaubliches Ausmass annehmen, wachsen ihre Triebe während ihrer Vegetationszeit doch bis zu 10 Meter. Ideal zum Beranken von Zäunen oder mehreren, aneinander gereihten Sichtschutzwänden.Ebenfalls sonnig, aber mit beschattetem Fuss, mag es die Waldrebe, welche in drei Schnittkategorien eingeteilt wird. In der ersten finden sich frühblühende Arten, wie beispielsweise Clematis montana oder unsere heimische Art C. vitalba, mit denen sich, Dank ihres üppigen Wachstums, gut Zäune bewachsen lassen. Für einzelne Sichtschutzwände eignet sich besser C. alpina oder C. tangutica mit einem Wachstum von bis zu 3 Metern. Sie alle blühen im Frühling und werden, wenn überhaupt, kurz nach der Blüte zurückgeschnitten. Folglich lassen sie sich weniger gut mit Rosen kombinieren, da diese kurz vor der Blüte der Waldreben geschnitten werden. Zur zweiten Kategorie gehören die grossblumigen Sorten. Sie blühen im Mai, werden im ersten Standjahr, um die Verzweigung zu fördern, ca. 30 cm über dem Boden, knapp oberhalb eines Knospenpaares gekappt. Folgend wird nur noch dürres Holz entfernt. Die Hauptblüte der dritten Schnittkategorie ist im Sommer. Dazu gehört die Italienische Waldrebe (C. viticella). Diese wird im Frühjahr stark zurückgeschnitten und eignen sich daher besonders gut für die Kombination mit Kletterrosen.[/COLOR]

[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Das duftende Geissblatt hingegen mag es lieber halbschattig mit kühlem, leicht feuchtem Wurzelbereich. Besonders schön ist die Gartenform ‘Serotina‘ des Waldgeissblattes (Lonicera periclymenum), mit gelblich weissen, oft purpurn getönten Blüten. Dieses wie auch das Gartengeissblatt (L. caprifolium), auch Jelängerjelieber genannt, gilt nicht als invasiv. Beide erreichen eine Höhe von bis zu fünf Metern, sind eine gute Bienenweide, die aber auch Schwärmer und Nachtfalter anzieht.[/COLOR]

       

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