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Remontantrosen - Rosa hybrida bifera

Die meisten Sorten der Remontantrosen sind in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstanden, also ungefähr zur gleichen Zeit wie die Bourbonrosen. Beteiligt waren viele wichtige Rosenklassen wie Portland-, Bourbon- und Noisetterosen…

Redaktion16. November 20165 Min. Lesezeit

eine niedrige Steinbegrenzung mit einem kompakten remontanten Rosenbusch, der mehrere halbgefüllte rosa Blüten trägt.
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Die meisten Sorten der Remontantrosen sind in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstanden, also ungefähr zur gleichen Zeit wie die Bourbonrosen. Beteiligt waren viele wichtige Rosenklassen wie Portland-, Bourbon- und Noisetterosen sowie Hybriden der Chinarosen, wodurch eine sehr vielseitige Klasse hervorging. Da auch die Samen sehr keimfreudig waren, entstand relativ schnell eine beachtliche Anzahl an neuen Sorten.[/COLOR][COLOR= rgb(0, 0, 0)]Wie der Name verrät, sind die meisten Sorten der Remontantrosen mit wenigen Aus- nahmen öfterblühend, oder mindestens nachblühend. Zudem waren sie bei der Züchtung der Teehybriden, auch Edelrosen genannt, oft der zweite Elternteil neben den Teerosen. Auch sind sie den Teehybriden oft schon so ähnlich, das einige Vertreter dieser Klasse in den Katalogen auch unter den Teehybriden aufgeführt sind. Viele dieser ausge-sprochenen Liebhaberrosen wurden hinsichtlich ihrer grossen Blüten gezüchtet. Die Gesundheit stand dabei weniger im Vordergrund. Trotzdem gehörten die Remontant- rosen bald zu der bevorzugten Rosenklasse ihrer Zeit, die um die vorletzte Jahrhundert- wende bald in vielen Gärten anzutreffen war. Die meisten Sorten sind kräftig im Wuchs und bringen zum Teil überhängende, aber auch straff aufrecht wachsende Sträucher hervor. Das Laub ist grossblättrig und fest.[/COLOR]

[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Bei der Blütenfarbe ist alles ausser der Farbe Gelb vertreten. Weisse Sorten sind allerdings eher weniger zu finden, dafür ein weites Spektrum vom zartestem Silbrigrosa bis hin zum kräftigen Rosarot. Aber auch wunderschöne, dunkelkarminrote und purpurfarbene Töne von einer unglaublichen Farbintensität bis hin zu einem samtenen Rotbraun sind vertreten. Am beliebtestes waren aber zu jener Zeit die tiefdunkelroten Sorten. Charakteristisch sind auch ihre grossen, starkgefüllten Blüten, die meistens einen guten Duft verströmen und ab Mitte Juni in grosser Fülle aufwarten. Anschliessend legen die meisten Sorten eine längere Pause ein, um dann noch einmal im Herbst eine Nachblüte zu zeigen, welche sich aber nicht bei allen Sorten gleichermassen entwickelt. Leider machen vielen der gut winterharten Sorten Pilzkrankheiten wie Mehltau, Sternrusstau sowie an heissen Standorten Rosenrost zu schaffen. Auch verbrennen bei dunklen Sorten, die in voller Sonne stehen, gerne die Blüten. Liebhaber, die diese Rosen zu schätzen und zu pflegen wissen, sind deshalb um einen eher halbschattigen, luftigen Standort mit gutem Boden und guter Düngung besorgt. Eher schwachwüchsige, nicht allzu hoch werdende Sorten zeigen in der Rabatte als Dreiergruppe gepflanzt eine bessere Wirkung. Höher wachsende Sorten wirken in Einzelstellung, unterpflanzt mit niedrigen Stauden wie Storchschnäbeln, Staudensalbei, Frauenmantel oder Katzenminze überzeugend. Nach der Hauptblüte im Juni sollten die verwelkten Blüten unbedingt rasch entfernt werden, da sich sonst Hagebutten bilden. Im Frühjahr wird überaltertes Holz entfernt und der Strauch mit einem mäßigen Schnitt in Form gebracht. Wer Lust hat, kann mit einer guten Erfolgsrate viele Sorten durch Stecklinge vermehren, die sich als sehr langlebig erweisen.[/COLOR]


Baron Girod de l'Ain


Syn.: Princesse Christine von Salm


Reverchon 1897

Entdeckt wurde diese Sorte, bei der es sich um einen Sport der Rose 'Eugène Fürst' handelt, von einem Gärtner in der Gegend um Lyon. Kleine, in Büscheln stehende Knospen öffnen sich zu grossen, äusserst attraktiven Blütenschalen von einem schönen Karminrot, welche einen süsslichen Duft verströmen. Die leicht welligen Petalen sind mit einem schmalen, weissen Saum eingefasst. Im Herbst zeigt sich ein weiterer, jedoch schwächerer Flor. Der Strauch mit seinem eher schwachen Wuchs zeigt ledrige, rund- liche Blätter von einem satten Grün und ist mit wenig Stacheln besetzt. Um einen opti- malen Gesamteindruck zu erzielen, sollte diese Sorte in einer Dreiergruppe gepflanzt werden. Da Baron Girod de l'Ain leider etwas zu Sternrusstaubefall neigt, benötigt sie unbedingt eine gute Pflege.





Ferdinand Pichard 

Tanne 1921

Die Herkunft dieser panaschierten, sehr gesunden, wüchsigen und äusserst robusten Rose ist bis heute unbekannt. Sie gehört aber zu einer der letzten Sorten, die auf den Markt kamen. Zwar fallen die hellen, karminrosa, und karmin- und purpurrot marmorierten, gut gefüllten Blüten etwas kleiner aus als bei anderen Sorten dieser Klasse, sie zeigen sich jedoch reichlich und verströmen einen süssen Duft. Wird Ferdinand Pichard zudem noch wie eine mehrmalsblühende Strauchrose geschnitten, fällt ihr Flor erheblich üppiger aus. Auch wird die Sonne relativ gut vertragen, und im Herbst folgt eine schwache Nachblüte. Weiches, hellgrünes Laub bedeckt die reichlich mit hakenförmigen, starken Stacheln bewehrten und aufrechtwachsenden Triebe, die eine Höhe von 120 cm erreichen. Als Solitärpflanze in Kombination mit blaublühenden Stauden ein absoluter Traum.





 



Frau Karl Druschki 


Syn.: Schneekönigin, Snow Queen, Reine de Neige, White American Beauty


Lambert 1901

Diese, eine der bekanntesten weissen Sorte unter den Remontantrosen, hat ovale, leicht rosafarben überhauchte Knospen, die sich zu grossen, locker gefüllten, edelrosen-gleichen Blüten von einem wunderbaren weissen Farbton öffnen. Voll geöffnet werden die Staubgefässe sichtbar. Leider sind die Blüten ohne Duft. Im Herbst folgt eine gute Nachblüte. Hinter dem mattgrünen, gesunden Laub verbergen sich starke Stacheln.
Die kräftigen Triebe des gut winterharten und aufrechtwachsenden Strauches erreichen eine Höhe von bis zu 180 cm.





Mabel Morrison 


Syn.: White Baroness


Brougthon 1878

Bei dieser, seit ihrem Einführungsjahr sehr beliebten Schnittrose, handelt es sich um einen Sport der Rose 'Adolphe de Rotschild'. Schön geformte, in kleinen Büscheln stehende Knospen öffnen sich zu mittelgrossen, becherförmigen, weissen Blüten, die Rosa überhaucht sind und stark duften. Attraktives Laub sowie viele kleine Stacheln zieren die starken Triebe. Der Wuchs ist aufrecht und kräftig. Der stämmig wachsende Strauch kann eine Höhe von 120 cm erreichen. Mabel Morrison benötigt einen gut gewählten Standort in sonniger und luftiger Lage. Trotz hohen Pflegeansprüchen gehört sie zu meinen absoluten Favoriten.





 



Mrs John Laing 

Bennett 1887

Diese sehr anspruchlose und langlebige Sorte gehört ohne Zweifel zu den Schönsten ihrer Klasse. Im Juni zeigt sie eine Vielzahl an relativ wetterfesten, gut gefüllten, silberrosafarbenen Blütenschalen, die einen ausgezeichneten Duft verströmen. Eine weitere gute Blüte folgt im Herbst. Helles, graugrünes Laub ziert die mit feinen Stacheln bewehrten Triebe. Der Wuchs der relativ gesunden Pflanze ist aufrecht, und der Strauch erreicht eine Höhe von bis zu 120 cm.









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