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Perückenstrauch – Cotinus goggygria

Allgemeines Diese Art des Perückenstrauchs ist vom Mittelmeer aus bis nach China beheimatet. Bei uns wächst er an den Südhängen des Wallis wild. Perückensträucher gehören zur Familie der Sumachgewächse (Anacardiaceae). Die Sträucher…

Redaktion28. November 20163 Min. Lesezeit

Aufsicht auf einen Gartenteich: zwei ineinanderliegende Tiefenzonen als unrunde Umrisslinien, die innerste blau gefüllt. Auf der Uferkante liegen vier Steine, acht Röhrichtbüschel stehen am Rand.
Allgemeines


[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Diese Art des Perückenstrauchs ist vom Mittelmeer aus bis nach China beheimatet. Bei uns wächst er an den Südhängen des Wallis wild. Perückensträucher gehören zur Familie der Sumachgewächse (Anacardiaceae).[/COLOR][COLOR= rgb(0, 0, 0)]Die Sträucher wachsen sparrig und pittoresk, sind breitbuschig und werden selten über 5 Meter hoch. Interessant sind die runden, lang gestielten Blätter. Diese werden im Herbst leuchtend Scharlachrot und machen den Strauch zu einem ausgezeichneten Ziergehölz für jeden Garten. Die hübschen, wolkenartig feinen Blütenstände sehen wie Perücken aus (Name). Im englischen Sprachraum heisst die Pflanzen «Smoky Tree», wegen der rauchartigen Samenstände.[/COLOR]
 


Standort


[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Die auch als Sumach bezeichnete Pflanze bevorzugt sonnige, trockene, steinige oder felsige Hänge, mit kalkhaltigen, durchlässigen Böden. In China kann er in Höhen bis 2000 m ü. M. steigen, bei uns ist das Klima rauer und 1400 m reichen ihm. Er ist anspruchslos und trockenheitsresistent. Zu nährstoffreiche Böden ergeben eine weniger ausdrucksvolle Laubfärbung. Für warme Standorte in Rabatten und Böschungen geeignet. Niedrige Sorten eignen sich auch gut für Gefässe.[/COLOR]


Pflege und Rückschnitt


[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Dank seiner Genügsamkeit ist der Perückenstrauch sehr pflegeleicht. An Schädlingen ist mir nichts bekannt. Das einzige können Erfrierungssymptome sein, wenn die Blattknospen sich öffnen und ein Spätfrost sie dabei überrascht. Selten tritt eine Pilzerkrankung, die Verticillium-Welke, auf. Hier empfehle ich die befallenen Triebe frühzeitig abzuschneiden, um eine Weiterinfektion zu verhindern. Merkmal ist ein brauner Ring im Holz. Der Strauch lässt sich problemlos zurückschneiden, verliert aber bei zu rigorosen Schnittmassnahmen schnell seine typische, pittoreske Form. Beim Scheiden sollte man den Kontakt mit dem leicht giftigen Pflanzensaft vermeiden. Vor allem Allergiker arbeiten besser mit Handschuhen.[/COLOR]



Hübsch ist beim Perückenstrauch der Frühlingsaustrieb, wenn die Knospen aufbrechen und die frischen Blätter in der Morgensonne leuchten.


Sortenvielfalt


[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Die Sorte 'Royal Purple' hat intensiv dunkle bis schwarzrot gefärbte Blätter, rote Blütenstände und rötliche, wie mit Silber überhaucht wirkende Fruchtstände. Die Höhe bleibt mit 2 - 3 m leicht unter der Grundform Cotinus goggygria. Diese Wildform hat grüne, leicht grau überwachste Blätter und grüngelbe Blütchen in bronze-grünen Rauchrispen. An den heissen, trockenen Hängen des Wallis wird sie knapp 2 m hoch, im Garten bis 5 m. Mit 'Velvet Cloak' haben wir einen mittelgrossen Strauch mit tief rot-purpurnen Blättern vor uns. Diese behalten ihre Farbe bis tief in den Herbst hinein, bevor sie sich schliesslich leuchtend rot färben. Etwas Besonderes ist die gelbblättrige Sorte ’Golden Spirit’. Sie hat, besonders im Austrieb, leuchtend goldgelbe Blätter und wird im Herbst orange. Wer auf Cotinus in Gefässen auf Balkon und Terrassen nicht verzichten möchte, greift zur neuen ’Young Lady’. Diese Gartenfee wird nur 1,2 bis 1,5 m hoch, hat frischgrüne Blätter im Sommer und herrlich gelb-orange im Herbst. Sie ist frühblühend und hat schon als junge Pflanze gelbe Blütchen in haarigen Büscheln.[/COLOR]



Der schönste Perückenstrauch ist Cotinus goggygria ’Royal Purple’ mit seinen intensiv purpurvioletten Blättern die während des ganzen Sommers so bleiben.

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