Mönchspfeffer - Vitex agnus-castus
Oft fehlt es im Garten an spät im Jahr blühenden Sträuchern. Ein idealer Lückenfüller ist da der Mönchspfeffer (Vitex agnus-castus) mit seinen auffallenden, lilafarben und erst noch duftenden Blüten, der nochmals Farbe in den Garten…

Herkunft
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Beheimatet ist der zur Familie der Lippenblütler (Lamiacea) zählende Strauch vom Mittelmeerraum über Südwestasien bis zur Krim. Wie sein Name verrät, ist sein Geruch wie auch Geschmack pfeffrig. Da er angeblich den Geschlechtstrieb abschwächen soll, wird er auch Keuschbaum, Keuschlamm oder Tanis genannt. Dies kommt auch in seinem wissenschaftlichen Namen zum Ausdruck, bedeutet "agnus" im in der lateinischen Sprache Lamm und "castus" keusch. Schon im Altertum erhielt die Pflanze eine hohe kultische Wertschätzung. So schmückten sich die Frauen Athens während den achttägigen Thesmophorien, einem Fruchtbarkeitsfest zu Ehren der Göttin Demeter, mit seinen Blüten, zudem legten sie die Blätter auf ihr Lager, um ihre Keuschheit zu bewahren.[/COLOR]
Heilkunde/Wirkung
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Im Mittelalter waren die Früchte in den Klöstern nicht nur ein Ersatz für Pfeffer, man war auch davon überzeugt, dass ihr Genuss die fleischliche Lust (=Anaphrodisiakum) unterdrücken würde, worauf der deutsche Name "Mönchspfeffer" zurückzuführen ist. Zudem streuten sie die Spreu des Zierstrauches auf ihre Bettlager, und in Italien war es Brauch, die Wege zu den Klöstern für die Novizen (Mönch auf Probe) mit Mönchspfefferblüten zu bestreuen, welcher sich bis heute erhalten haben soll. Aber auch als Heilmittel kamen Teile der Pflanze schon früh zum Anwendung. So wurden diese bei Verletzungen, Unterleibsleiden, Wasser-, Milz- oder Lebersucht eingesetzt. Heute schätzt man den Mönchspfeffer als gynäkologisches Allheilmittel.[/COLOR]
Aussehen
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Beim Mönchspfeffer handelt es sich um einen sommergrünen, breit-aufrechtwachsenden Strauch, der bis zu 2 Meter hoch werden kann. Der Wuchs ist mässig verzweigt. Die gegenständig angeordneten, grünen, 15 bis 20 cm langen Blätter, gefingert mit 5 bis 7 lanzettlichen bis rundlichen Teilblättern, sind an ihrer Unterseite graufilzig und riechen aromatisch. Von August bis September zeigen sich am Ende der Triebe unzählige Blüten an grossen, blauvioletten Rispen. Daraus bilden sich violettrote bis dunkelbraune, kugelige Früchte von 3 - 4 mm Durchmesser, die reich an ätherischem Öl sind. Sie schmecken sehr scharf und dienen in der südländischen Küche als Pfefferersatz.[/COLOR]
Standort / Verwendung
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]In unseren Breitengraden ist der Zierstrauch winterhart, vorausgesetzt, er bekommt in geschützter Lage (Rebbauklima) einen vollsonnigen, warmen Standort mit durchlässigem Boden. Ob als Solitär oder in Gruppen gepflanzt, mit seiner fulminanten Blüte im Spätsommer wird der Strauch zum absoluten Hingucker. Man kann ihn aber auch in den Hintergrund eines Staudenbeetes pflanzen, wo er wunderbar mit spätblühenden Stauden wie Aster (Aster), Buschmalve (Lavatera), Fackellilie (Kniphofia), Hohe Fetthenne (Sedum), Kapfuchsie (Phygelius), Montbretie (Crocosmia) oder Sonnenhut (Rudbeckia) harmoniert. Aber auch für den Kübel eignet sich der Strauch ausgezeichnet, jedoch muss er während der kalten Jahreszeit frostfrei überwintert werden.[/COLOR]
Schnitt
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Wie bei vielen anderen sommerblühenden Sträuchern wie beispielsweise Bartblume (Caryopteris) oder Sommerflieder (Buddleia) ist im Frühjahr vor dem Austrieb ein starker Rückschnitt auf ein Drittel bis ein Viertel der Höhe ratsam. Dieser fördert nicht nur die Blühwilligkeit des Strauchs, er bleibt zudem kompakt und somit auch standhaft. Ebenfalls wird die Langlebigkeit stark verbessert.[/COLOR]
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Bild Quelle:[/COLOR] https://www.baumschule-horstmann.de/moenchspfeffer-keuschbaum-729_53360.html
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