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Fuchsien - Fuchsia

Dankbare Blütenfreuden für den Halbschatten Dank ihrer zierlichen Blüten, die hängenden Glöckchen gleichen, sind Fuchsien bei vielen Balkon- und Terrassenbesitzern sehr beliebt. Aber auch in Kistchen auf dem Fenstersims oder als Hochstamm…

Redaktion21. November 20164 Min. Lesezeit

Auf dem Sims steht ein Terrakotta-Kasten mit hängenden Fuchsienblüten und daneben ein gefaltetes Paar Frottee-Gartenhandschuhe.
Dankbare Blütenfreuden für den Halbschatten[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Dank ihrer zierlichen Blüten, die hängenden Glöckchen gleichen, sind Fuchsien bei vielen Balkon- und Terrassenbesitzern sehr beliebt. Aber auch in Kistchen auf dem Fenstersims oder als Hochstamm im Topf beim Hauseingang versprühen sie einen ganz besonderen Charme. Ursprünglich stammen die sommergrünen Sträucher aus den Regen- und Nebelwälder Südamerikas. Im frühen 18. Jahrhundert in Europa eingeführt, sind bis heute durch intensive Züchtung über 10000 Sorten entstanden, die meistens mit zweifarbigen Blütenglöckchen in den Farben Rot, Purpur, Violett, Weiss und Rosa erhältlich sind. Zudem wird die verholzende Pflanze entsprechend ihrer Wuchsform in hängende, halbhängende und aufrecht wachsende Sorten unterteilt. Dies ermöglicht einen vielseitigen Einsatz und so machen aufrechtwachsende Sorten im Kübel eine stattliche Figur, während Kistchen und Schalen eher halbhängende und Ampeln hängende Sorten mit ihren Blüten schmücken. Aber Vorsicht: Da Fuchsien sehr empfindlich auf Spätfröste reagieren, dürfen sie erst ab Mitte Mai nach draussen.[/COLOR]


Gesund durch den optimalen Standort


Wie in ihrer Heimat bevorzugen Fuchsien auch bei uns einen halbschattigen Standort ohne pralle Mittagssonne, der zudem luftfeucht, kühl und geschützt sein sollte. Ideal ist ein Platz mit milder Vormittags- oder Spätnachmittagssonne oder im lichten Schatten von Bäumen, wo eine gute Durchlüftung herrscht, da sonst die Pflanzen gerne von Krankheiten und Schädlingen befallen werden.


Die richtige Pflege für eine reiche Blüte


Während der Vegetationszeit benötigen die Pflanzen eine stets leicht feuchte Erde. Daher ist es wichtig, ein Pflanzsubstrat von hochwertiger Qualität zu wählen, denn die Wurzeln vertragen weder Ballentrockenheit noch Staunässe. Je öfter Sie bei neu gekauften Jungpflanzen die Triebe entspitzen, desto mehr verzweigen sich diese und umso reicher fällt die Blüte aus. Am besten geht dies mit einer sauberen, scharfen Schere. Nur Abknipsen mit den Fingern würde die Triebe zu stark quetschen oder sie reissen ein, was Krankheiten fördert. Weiterhin bleibt die Blütenfreude nur dann den ganzen Sommer hindurch erhalten, wenn man Verwelktes regelmässig entfernt. Zudem sollten Fuchsien wöchentlich mit einem Flüssigdünger versorgt werden.


Krankheiten und Schädlinge


Bei zu hoher Luftfeuchtigkeit und zu dichtem Bestand können Fuchsien von Grauschimmelfäule (Botrytis cinera) befallen werden. Dabei bilden sich in Bodennähe an den Stängeln braunschwarze, faulige Stellen, die zum Absterben ganzer Zweigpartien führen können. Abhilfe schafft ein kräftiges Auslichten der Pflanzen sowie einen Standortwechsel an einen gut durchlüfteten Ort.
Weiterhin können die Pflanzen vom sogenannten Fuchsienrost, eine Krankheit, die durch den Rostpilz Pucciniastrum epilobii f. sp. palustris ausgelöst wird, befallen werden. Er tritt besonders gerne bei niedrigen Raumtemperaturen in Kombination mit einer zu hohen Luftfeuchtigkeit auf und ist an den gelbbraunen bis rostroten Sporen auf der Blattunterseite erkenntlich. Der Zwischenwirt ist das Weidenröschen, daher sollten dieses aus der nächsten Umgebung entfernt werden. Wurzelfäule tritt vor allem dann auf, wenn die Faserwurzeln infolge völliger Austrocknung des Erdballens absterben und nach dem Gissen zu faulen beginnen. Verantwortlich dafür sind Bodenpilze wie Phytophthora, Thieloaviopsis basicola und Fusarium, daher ist es wichtig, den Wurzelballen regelmässig mit Wasser zu versorgen.

[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Bei den Schädlingen sind es vor allem [/COLOR]Weisse Fliegen[COLOR= rgb(0, 0, 0)] , [/COLOR]Spinnmilben[COLOR= rgb(0, 0, 0)] und Blattläuse, die Fuchsien gerne befallen. Letztere treten oft bei warmer, trockener Witterung im Frühjahr und Vorsommer auf. Dies besonders an heissen Lagen und unter Vordächern. Befallen werden vorwiegend Knospen und junge, zarte Pflanzenteile wie Triebspitzen, was bei einem starken Befall das Wachstum der Triebe hemmen und zur Verkrüppelung der Knospen führen kann. Der Schädling kann durch Bekämpfung Abstreifen mit den Fingern. Wegspritzen mit Wasser entfernt werden. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass die Pflanzen baldmöglichst wieder abtrocknen. Bei grösseren Beständen hilft ein biologisches Präparat aus dem Fachhandel.[/COLOR]
 


Fuchsien Überwintern


Überwintert werden Fuchsien an einem frostfreien, jedoch kalten Standort im Haus bei 5 bis 8 Grad Celsius. Auch während der Ruhezeit ist es wichtig, dass der Wurzelballen niemals vollständig austrocknet. Gedüngt wird nicht. Im Februar / März werden die Pflanzen etwa um die Hälfte, zurückgeschnitten, in neue Erde gepflanzt.


Tipp:


Zur Stecklingsvermehrung eignen sich etwa 10 cm lange Triebspitzen ohne
Blütenknospen. Nachdem man die unteren Blattpaare entfernt hat, werden die
Triebe im Wasserglas bewurzelt. Anschliessend die Setzlinge in Töpfe pflanzen
und im Freien an einem halbschattigen Standort weiter kultivieren.

  

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