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Eisenhut – Aconitum

Die Pflanze Eisenhut (Aconitum) Allgemeines Der Eisenhut ist eine Pflanze, die bei uns unter Naturschutz steht. Von den über 400 bekannten Arten kommen alleine in China mehr als die Hälfte vor. Eisenhut ist über die nördliche Welthalbkugel…

Redaktion22. November 20164 Min. Lesezeit

Aufsicht auf einen Gartenteich: drei ineinanderliegende Tiefenzonen als unrunde Umrisslinien, die innerste blau gefüllt. Auf der Uferkante liegen drei Steine, drei Röhrichtbüschel stehen am Rand.
Die Pflanze Eisenhut (Aconitum)





Allgemeines


[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Der Eisenhut ist eine Pflanze, die bei uns unter Naturschutz steht. Von den über 400 bekannten Arten kommen alleine in China mehr als die Hälfte vor. Eisenhut ist über die nördliche Welthalbkugel verbreitet. Er zählt zu den giftigsten einheimischen Pflanzen überhaupt. Früher war es ein bekanntes Mittel um Raubtiere wie Wölfe und Bären zu vergiften, indem ausgelegtes Fleisch präpariert wurde. Darum auch der Name Wolfswurz, wogegen sich die Bezeichnung Eisenhut auf die helmartige Form der Blüte bezieht. Bei uns sind die blaublühenden Arten Aconitum napellus, mit einer unverzweigten alpinen Form A. compactus, sowie Aconitum variegatum und A. degenii bekannt, ausserdem  variegatum und degenii, sowie der gelbblühende Wolfseisenhut Aconitum vulparia (syn. lycotomus ssp.) bekannt. In den Gärten findet man Aconitum cammarum, carmichaelii (syn. arendsii) und henryi als dekorative Zierpflanzen.[/COLOR]


Standort


[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Eisenhut liebt es halbschattig bis sonnig, sofern der Boden gut durchfeuchtet ist. Das Erdreich sollte nährstoffreich und frisch sein. In der Natur liebt er überdüngte Weiden, im Garten nimmt er mit jedem Standort mit humosem Boden vorlieb. Die Pflanze wächst aufrecht und pyramidal bis kerzenförmig. Dadurch eignet sie sich wie Rittersporn und Lupine als attraktive, markante Hintergrundpflanze in Blumenrabatten mit niedrigeren Stauden. Durch seinen Wildcharakter wird der Eisenhut gerne in schattigere Partien eines Naturgartens gepflanzt. Da alle Pflanzenteile giftig sind, sollte man in nicht in Gärten mit Kindern und Haustieren setzen.[/COLOR]


Pflege und Rückschnitt


[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Aconitum ist eine beliebte und sehr attraktive Schnittstaude. Bei der Handhabung der Blütenstiele, aber auch bei allen Arbeiten im Garten sind wegen seiner hohen Giftigkeit Handschuhe zu tragen. Direkter Hautkontakt und ein Kontakt mit den Schleimhäuten (Mund, Nase, Augen) ist zu vermeiden, ein Händewaschen unvermeidlich. Die Pflanze ist im Garten äusserst pflegeleicht und benötigt keine allzu grosse Aufmerksamkeit. Hohe Sorten sollten rechtzeitig noch im Knospenstadium aufgebunden werden, damit Sturmböen und Regenschauer sie nicht niederdücken können. Noch vor der Blüte ist das hahnenfussartige, ausgefiederte Blatt (Eisenhut gehört zu den Hahnenfussgewächsen, Ranunculaceae) sehr attraktiv und kann als gestaltendes Element eingesetzt werden. Im Herbst ziehen sich die Blätter bald zurück und nur der trockene, braune Samenstand bleibt stehen. Er könnten nun abgeschnitten werde. Es ist aber meiner Meinung nach nicht angebracht, alle Pflanzen im Garten sofort abzuschneiden. Vor allem die Samenstände sind im Winter sehr dekorativ, so auch beim Eisenhut. Einen Rückschnitt empfehle ich darum erst im frühen Frühling. Dann werden diese nährstoffhungrigen Stauden auch gleich mit einer guten Portion Langzeitdünger versorgt. Kurz vor der Blüte, je nach Art im Juni oder August, kann noch mit einer gezielten „Kopfdüngung“ nachgeholfen werden. Eisenhut wird gelegentlich von einer Blattkrankheit befallen. Die verursacht schwarze Flecken auf den Blättern und eine Verkrüppelung der Blüten. Es handelt sich dabei meist um einen bakteriellen Infekt der nicht direkt bekämpft werden kann. Ein Abschneiden der kranken Blätter empfiehlt sich.[/COLOR]


Sorten-und Artenvielfalt


[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Neben dem einheimischen, im Juni-Juli blühenden Blauen Eisenhut (Aconitum napellus) sind in unseren Gärtnereien auch asiatische Arten und Sorten erhältlich. Die asiatischen Arten blühen eher später, teilweise erst im September/Oktober. Von Aconitum napellus gibt es die weisse Form ‘Album‘ die vom Wuchs her der Grundart entspricht, und ebenfalls bis zu 120 cm hoch werden kann. Der Herbst-Eisenhut (Aconitum carmichaelii) ist bei uns in den Gärten mit der Sorte ‘Arendsii‘ verbreitet, die früher als eigene Art angesehen wurde. Er wird fast so hoch wie unser Eisenhut, blüht aber sehr spät von September bis Oktober. Die Blätter sind stark gefiedert und der Blütenstand intensiv Blau. Mit 60 cm Höhe gehört Aconitum cammarum zu den niedrigeren Arten. ‘Blue Scepter‘ ist eine beliebte Handelssorte die weisse Blütenhelme mit einem purpurn-violetten Rand trägt. Sehr aussergewöhnlich gefärbt also. Die lange Blütezeit von Juni bis fast September, und die des Öfteren auftretende Nachblüte machen sie so gefragt. Oft findet man auch noch die alte Sorte ‘Bicolor‘ im Angebot die ‘Blue Cepter‘ gleicht. Hybriden werden immer beliebter. Auch mit Eisenhut wird gezüchtet und laufen kommen neue Sorten auf den Markt. Gut eingeführt ist ‘Blue Lagoon‘, ein ebenfalls spät blühend Sorte mit hellblauen, sehr dichten Blütenständen. Sie hat ausserdem ein sehr dekoratives, farnähnliches Blattwerk. Im Hochsommer (Juli-August) bringt der blass gelb blühende Wolfs-Eisenhut (Aconitum vulparia) Licht in dunkle Gartenecken. Die bis 80 cm und mehr hohen Pflanzen tragen lockere, meist vielverzweigte Blütenähren. Aconitum henryi ‘Spark‘ ist eine Sorte mit tiefblauen Blüten und einem mittelhohen Wuchs von 80-100 cm. Die tiefblauen, lockeren Blütenstände sind besonders schön an einem Gehölzrand mit dessen dunklem Hintergrund.[/COLOR]

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