Duftblüte - Osmanthus
Allgemeines Die Familie der Duftblüten ist nicht allzu gross, etwa 15 Arten umfassend. Mit einer Ausnahme, Osmanthus americanus, kommen sie alle im asiatischen Raum vor, vom Kaukasus über den Himalaja bis zu den pazifischen Inseln. Da sie…

[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Die Familie der Duftblüten ist nicht allzu gross, etwa 15 Arten umfassend. Mit einer Ausnahme, Osmanthus americanus, kommen sie alle im asiatischen Raum vor, vom Kaukasus über den Himalaja bis zu den pazifischen Inseln. Da sie aus südlicheren Gefilden stammen, sind sie alle mehr oder minder frostempfindlich. Die Herbstblühende Duftblüte (Osmanthus heterophyllus) sollte bei uns eher als Kübelpflanze gehalten werden. Eine Kreuzung aus Osmanthus decorus und Osmanthus delavayi ergab eine recht gut winterharte Hybride namens Osmanthus X burkwoodii, die Frühlingsduftblüte. Osmanthus gehört zusammen mit der Olive zu den Ölbaumgewächse (Oleaceae).[/COLOR]
Ein herrlicher Duft verbreitet sich aus den schönen, weissen Blüten. Diese werden auch von Bienen und Schmetterlingen als Futterquelle geschätzt.
Standorte
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Eine geschützte Lage und ziemlich nährstoffreicher Boden sind ideal. Der Standort kann von sonnig bis halbschattig reichen, wobei Morgensonne am idealsten ist. In jedem Falle müssen die Pflanzen vor winterlichen, eisigen Winden geschützt werden. Entlang einer Mauer oder einem Haus ist die Frühlingsduftblüte (Osmanthus x burkwoodii) sehr zäh und ausdauernd. Als Sichtschutz gegen neugierige Blicke ist sie vorzüglich. Osmanthus heterophyllus wird in rauem Klima als Kübelpflanze gezogen und bei 5-10° C überwintert. Auch ’Goshiki’ zähle ich eher zu den Kübelpflanzen mit Überwinterung im Kalthaus. [/COLOR]
In einer geschützten Hecke zusammen mit Ölweide verbreitet er neben seinem süssen Duft auch gleich Mittelmeerstimmung.
Pflege und Rückschnitt
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Beide Osmanthus-Arten sind schnittverträglich und können gut im Zaum gehalten werden. Mit Osmanthus heterophyllus werden oft auch Gartenbonsai gestaltet. Ein Rückschnitt fördert die Verzweigung und macht sie dichter. Er kann in bevorzugten Gegenden als Solitär oder auch als Heckenpflanzen verwendet werden. ’Goshiki’ lässt sich in Gefässen ideal schneiden und klein halten. Die Frühlingsduftblüte (Osmanthus x burkwoodii) ist ebenfalls ein hübscher Solitär, kann aber auch in Gruppen und als Hecke gesetzt werden[/COLOR]
Die Blüten stehen in dichten Büscheln, regelmässig verteilt an den letztjährigen Jungtrieben.
Sortenvielfalt
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Osmanthus X burkwoodii, die Frühlingsduftblüte, hat einen verzweigten, eher breit aufrechten Wuchs und kleine, ovale Blätter die an Lorbeer erinnern. Sie sind von glänzendem Dunkelgrün und immergrün. Einen ausgezeichneten Duft verströmen die dichten Büschel kleiner, weisser Blütchen, die von April bis Mai erscheinen. Sie wachsen nur an den letztjährigen Trieben, die Sträucher werden etwa 1,5 bis 2 Meter hoch. Osmanthus heterophyllus, die wie eine Stechpalme beblätterte Herbstblühende Duftblüte bringt nach den weissen, duftenden Blüten interessante blaue Früchte hervor. Der Pflanze wird höher als die vorhergehende Art und kann unter guten Bedingungen bis zu 3 Meter erreichen. Eine prächtige Kübelpflanze also. Sehr beliebt ist auch die buntblättrige Form Osmanthus heterophyllus ’Variegatus’. Die stachligen Blätter tragen breite rahmweisse Ränder. Als niedrig bleibende Sorte ist die viel gedrungener wachsende ’Goshiki’ sehr gesucht. Ihre Winterhärte ist nur in Weinbauklima oder in Seennähe gewährleistet. ’Goshiki’ blüht zwar kaum, aber ihre Blätter sind ein kleines Farbenwunder: Der stachelige Jungaustrieb ist von schönem Bronzerot. Danach färben die Blätter um in ein Creme-Goldgelb mit grünen Einsprengseln. Die älteren Blätter hingegen sind genau umgekehrt gefärbt: Glänzend Grün mit gelblichen Strichen und Flecken.[/COLOR]
Bald öffnen sich die duftenden Blüten nach einem langen, harten Winter. Der Februar 2012 hat ungeschützten Sträuchern zugesetzt. Ein Zeichen dafür, dass bei uns die Erderwärmung eben noch nicht so fortgeschritten ist wie wir oft meinen. Mittelmeerpflanzen sind gefährdet und eigenen sich nur für Weinbauklima oder als Kübelpflanze die frostfrei überwintert wird.
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