Der Hibiscus – Eibisch
Allgemein Anmutig stehen im Spätsommer die grossen, trichterförmigen Blüten an langen, geraden Trieben. Der straffe, aufrechte Wuchs ist typisch für ihn. Mässig geschnitten wird er von Jahr zu Jahr schöner und bietet im Sommer mit reichem…

[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Anmutig stehen im Spätsommer die grossen, trichterförmigen Blüten an langen, geraden Trieben. Der straffe, aufrechte Wuchs ist typisch für ihn. Mässig geschnitten wird er von Jahr zu Jahr schöner und bietet im Sommer mit reichem Blütenflor von Juli bis September einen herrlichen Anblick: Der Eibisch (Hibiscus syriacus). Wir kennen sowohl winterharte, strauchige Hibiskusse als auch staudenartig oder einjährig wachsende Arten.[/COLOR][COLOR= rgb(0, 0, 0)] [/COLOR][COLOR= rgb(0, 0, 0)]Hibiscus syriacus stammt aus Asien, dem Vorderen Orient und kommt sogar bis Japan wild vor. Der auch als Garteneibisch oder Straucheibisch bezeichnete Grossstrauch wird bis zu 4 m hoch, aber nicht sehr breit. Allen Hibiskusarten, strauchigen wie krautigen ist die grosse Blüte gemeinsam. Interessant ist, dass der Eibisch als Nationalblume Südkoreas gilt und schon 400 v. Chr. wurde in einer Ballade der „Streitenden Reiche“ Chinas dieser Hibiskus (auch Sharonrose) erwähnt. Die Koreaner züchten die Pflanzen, hier „Mugunghwa“ genannt (‘unvergängliche Blume‘) seit über 2000 Jahren! Wie gesagt gibt es neben der winterharten Art auch staudenförmige wie Hibiscus moscheutos (Sumpfeibisch), ein weiteres Malvengewächs (Malvaceae) aus den USA welches mit riesigen, farbigen Blüten aufwarten kann. Er ist winterhart, braucht aber etwas Laubschutz. Der Roseneibisch (Hibiscus rosa-sinensis) ist eine beliebte Kübelpflanze, die auch in einem hellen Zimmer gehalten werden kann. Und wer im arabischen Kulturkreis schon den säuerlich schmeckenden „Karkadeh“-Tee genossen hat, muss wissen, dass es sich dabei um Tee aus den roten Blütenblättern der Roselle (Hibiscus sabdariff, arabisch كركديه) handelt. Karkadeh wird bei uns verwendet um Hagebuttentee so richtig schön rot zu machen.[/COLOR]
Die prächtige Sorte ‘Oiseau Bleu‘ überragt Trennwände und verbindet Nachbarn durch ihre Blütenfülle.
Standort
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Der prächtige Zierstrauch braucht einen sonnigen, möglichst windgeschützen Standort. Vor allem die eiskalte Bise des Winters kann ihm stark zusetzen. Für höhere Regionen ist er also nur bedingt geeignet. Ideal sind Orte die durch Haus, Hecke oder Wald vor Nordwind geschützt sind. Der Boden sollte tiefgründig, locker und durchlässig sein. Am liebsten haben Hibisskuse einen frischen, nährstoffreichen und lehmig-humosen Boden.[/COLOR]
Hibiskusblüten erscheinen ab Juli, sind sehr farbintensiv und haben oft ein anders gefärbtes Auge. Die einzelnen Blüten halten nur 2-3 Tage, aber es blühen laufend unzählige neue auf.
Pflege und Rückschnitt
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Hibiskusse sind sehr gesunde Gehölze und werden von Schädlingen nur sehr selten behelligt. Die Blätter treiben spät im Frühling aus und anfänglich denkt man gerne, die Pflanze sei erfroren. Die dreilappigen Blätter werden selten mal von Dickmaulrüssler angefressen, dann aber nur aus Nahrungsmangel, denn die Tiere bevorzugen immergrüne Sträucher. Am schönsten wächst er ungeschnitten. Wird er zu gross, kann er aber auch gut mal stark eingekürzt werden.[/COLOR]
Hibiscus rosa-sinensis (Roseneibisch) ist eine sehr sortenreiche Gruppe, leider nicht winterhart und darum als Kübelpflanze zu behandeln.
Sortenvielfalt
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Am bekanntesten sind die einfachblühenden, grossblütigen Sorten. Es gibt aber auch gefüllte Formen. Einer der beliebtesten ist ‘Oiseau Bleu‘, mit intensiv blauer Blüte und rotem Auge. Auch ‘Woodbridge‘, rot mit violettrotem Auge und ‘Red Hart‘, weiss mit rotem Herz sind sehr bekannt. Ihr sehr ähnlich ist ‘Monstrosus‘. Etwas weniger oft sieht man ‘William R. Smith‘ mit reinweisser Blüte ohne Auge und die zierliche ‘Hamabo‘ deren lichtrosé Trichterblüten ein auffallend rotes Herz zeigen. Zu den „halbgefüllten“ Sorten wird die Chiffon-Serie gezählt. Sie bilden keine Fruchtkapseln und sind darum in Hausgarten beliebt. Es gibt ‘Blue Chiffon ‚ intensiv blau mit sichtbarem rotem Auge; ‘China Chiffon‘ in rahmweiss, leicht Rosa angehaucht, ‘Lavender Chiffon‘ in violettrosa und ‘White Chiffon‘ in reinweiss. ‘Totus Albus‘ ist reinweiss und eine der ältesten weissen Sorten mit halbvollen Blüten. Drei Sorten werden als gefüllt bezeichnet. Das ist ‘Leopoldii‘ mit schönem Rosa und roten Blütenblattenden, ‘Ardens‘ mit violetter Blüte und markant weinroter Mitte und ‘Speciosum‘ in weiss, das zur Mitte hin eine elegante, rosarote Schattierung bekommt und in einem roten Auge endet. Für Sammler gibt es auch buntblättrige Sorten. ‘Van Gogh‘ hat eine typische Hibiskusblüte, ist leicht gefüllt und rosarot. Die Blätter sind regelmässig gelbweiss gerandet. Ihr ähnlich ist ‘Meehanii‘. Aussergewöhnlich ist Hibiscus syriacus ‘Purpureus Variegatus‘: Seine Blätter sind auffallend weiss-gelb panaschiert, seine purpurrote Blüte ist extrem dicht gefüllt, sehr klein und öffnet sich gar nicht richtig.[/COLOR]
Die dicht gefüllten Blüten von Hibiscus syriacus ‘Purpureus Variegatus‘ öffnen sich nicht, dafür hat er im Sommer schöne weisspanaschierte Laubblätter.
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