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Amberbaum - Liquidambar

Allgemein Es handelt sich bei den Amberbäumen um eine recht kleine Familie, die nur in 5 Arten vorkommt. Dafür ist ihr Verbreitungsgebiet interessant: Zwei Arten kommen in Ostasien vor, zwei in Amerika und eine sogar bei uns in Europa. Die…

Redaktion21. November 20162 Min. Lesezeit

Das Gartenjahr als Ring: ein offener Halbjahresbogen mit sechs Monatssegmenten, zwei konzentrische Bänder tragen fünf farbige Bogenstücke für die Monate, in denen eine Arbeit ansteht. Vier längere Striche markieren die Jahreszeiten.
Allgemein


Es handelt sich bei den Amberbäumen um eine recht kleine Familie, die nur in 5 Arten vorkommt. Dafür ist ihr Verbreitungsgebiet interessant: Zwei Arten kommen in Ostasien vor, zwei in Amerika und eine sogar bei uns in Europa. Die in den Gärten stark verbreitete Art Liquidambar styraciflua, 1681 als Zierbaum in Europa eingeführt, stammt aus einem grossen Gebiet zwischen dem Staate New York und Nicaragua. Auch bei uns gab es Amberbäume, nur dürfte das laut versteinerten Blättern von Liquidambar lievenii gegen 9 Millionen Jahre (Miozän) her sein. Während den Eiszeiten zogen sich die Amberbäume in wärmere Gefilde zurück und so findet man heute eine Art in der Türkei und, man staune, auf Rhodos. Früher wurde das nach Amber duftende Harz dieser Bäume unter dem Namen Styrax genutzt, daher auch der zweite Name Styraxbaum. Das Blatt erinnert in der Form an ein Ahornblatt, die Blüten hingegen erinnern an die einer Platane, sind kugelig und hängen an einem langen Stiel. Sie sind verholzt, bleiben fast den ganzen Winter über am Baum hängen und eignen sich für herbstliche Dekorationen. Die Rinde ist korkartig strukturiert, die Triebe haben dekorative Korkleisten. Von unbeschreiblicher Pracht ist die Herbstfärbung, irisierend von Goldgelb über Blutrot bis zu Purpurrot. Das gewonnene Balsamharz wurde von den Indianer (amerik. Sweet Gum) als natürlicher Kaugummi genutzt.


Standort


Amberbäume lieben es wintermild und sommerwarm zu stehen. Sie bevorzugen einen gut durchlässigen, offenen Boden. Liquidambar sind besonders als Solitäre geeignet, lassen sich aber auch zu eindrücklichen Gruppen formieren, wie es einige meiner Fotos zeigen. Die 10 bis 15 Meter hoch werdenden Bäume lieben es windgeschützt. Da es sich um Flachwurzler handelt, kann ein Sturm die Bäume flachlegen.

  


 



Schnitt und Pflege


Grundsätzlich muss der Amberbaum nicht geschnitten werden. In sehr rauen Gegenden sterben im Winter bei starken Frösten Triebenden oder ganze Triebe ab. Diese sollte man im Frühling entfernen um ein gutes Weiterwachsen zu gewährleisten. Der Baum ist ideal zum Aufasten als Hochstamm. Wen also die unteren Äste beim Rasenmähen oder Flanieren stören, kann sie ohne weiteres bis über Kopfhöhe entfernen.


Einige Arten und Sorten


Amberbäume haben keine sehr grosse Variationsbreite! Sie sind sich ohne Veränderungen schon selber schön genug und haben in ihrer jetzigen Form Jahrmillionen überdauert. Mit ’Slender Silhouette’ ist eine sehr schlank wachsende, aufrechte Form im Handel. Sie eignet sich durch ihren Wuchs für kleinere Gärten mit wenig Platz, ist aber auch als Alleebaum verwendbar. Diese Sorte bleibt mit 8-10 Meter Höhe etwas kleiner als die Grundform. Es gibt neben anderen, bei uns in Europa nicht geläufigen Sorten, auch eine Form mit weisspanaschierten Blättern. Der Kugel-Amberbaum ’Gum Ball’ hat eine dicht verzweigte, kugelige Krone mit dunkelgrünen, tief gelapptem Laubblättern und ist eine veredelte Form. Er benötigt keinerlei Schnitt. Die Höhe ist abhängig von der Stammhöhe, kann von 80-120 cm (Fusstamm) über 150-180 cm (Halbstamm) bis 200 cm (Hochstamm) variieren.

  

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