Wenn die zugluft durch die Rohre kommen so genügt es die rohre zu verschliessen aber bitte nicht mit Schaum. Wir hatten dies mal mit einem kleinen silikon pfropfen gemacht dies kann wieder entfernt werden. Oder Kinderknete geht auch.
Das ist ein klarer Baumangel. Offenbar wurde die Dampfsperre durchbrochen. Die Feuchtigkeit der ein- oder austretende Luft kann innerhalb der Wand kondensieren. Die anfallende Feuchtigkeit kann Schäden am Bauwerk und Schimmel verursachen.
Bei unserem Minergie-Haus haben wir die Luftdichtheit mit einem Blower-Door Test überprüfen lassen. Dadurch lassen sich undichten Stellen bestimmen. In den Minergie-Richtlinien ist ein Grenzwert für die Luftdichtheit vorgeschrieben.
Trotz Erfolgreichem Blower-Door-Test kann es sein, dass es irgendwo reinzieht. bei diesem wird nämlich die Dichtheit der ganzen Hülle und nicht der einzelnen Bauteile gemessen.
Bei kaiser-elektro.ch (unter Produkte... etwas suchen notwendig...) oder proclima.ch (unter Produkte, Klebetechnik, Dichtmanschetten) gibts dazu extra Dichtstopfen...
Ich würde auch Silikon Pfropfen empfehlen. Sonst ist es natürlich die beste Idee einen Elektriker hinzu zu ziehen. Ist ja auch nicht ungefährlich an einer Steckdose herum zu spielen. 🙂
Wir haben ebenfalls Zugluft aus den nach aussen liegenden Steckdosen festgestellt. Gleichzeitig haben wir ein Schallproblem zwischen unserer Wohnung und der exakt gleich geschnittenen Wohnung im UG. Könnte es sein, dass es hier zu Übertragungen ("Telefoneffekt") über die Leerrohre kommt? Wenn ja, wie lässt sich das nachweisen (Test auf Luftschall war "in der Norm") und wie kann man das beheben?
Marode sollte sie hoffentlich nicht sein, ist ein Neubau (Bj 2011).
Aber möglicherweise wurden die entsprechenden Aussenwände nicht entsprechend isoliert, das halte ich durchaus für möglich. Eben gerade auch vor dem Hinlick auf das Schallthema. Wir hören von unten fast alles.. gemessene dB innerhalb unserer Wohnung, wenn z.B unten gespielt und gerannt wird: > 44 dB(A). In Ruhe 26 dB (A)
Wie bereits erwähnt, Baumangel mit zus. Wärmeverlust von wo auch immer, das sollte nicht sein und bei Minergie schon gar nicht, sowas kenne ich an meiner 40 jährigen Hütte nicht mal,
Vermutlich wurde früher einfach massiver und besser gebaut. Heutzutage alles "schnell-schnell", Termindruck ohne Ende und der Käufer wartet schon...
Wie auch immer, den Mangel werden wir melden. Interessieren würde mich nun noch, ob jemand einschätzen mag, ob die anderen (Schall-)Probleme die gleiche Ursache haben können (schlecht oder gar nicht isolierte Wände oder Kanäle)
Der Bauleiter meinte nun auf Rückfrage des Eigentümers, "das sei eben die Standard-Ausführung", und da zieht es eben durch die Leerleitungen, der Elektriker könne das aber "zukippen" (was immer das bedeutet), damit es dann nicht mehr zieht. Aber das sei so durchaus üblich.
Stimmt das wirklich? Nach allem, was ich hier bisher lese, scheint das doch völliger Blödsinn zu sein!?
Besten Dank für eine kurze fachliche Einschätzung!
Dem ist so = das ist normal, dass es in einem Minergie-Haus von aussen her kalt durch die Steckdosen zieht? Erstaunlich.. aber danke für die schnelle Rückmeldung.
Als Ergänzung, wenn dem so sei, gibt es Verschlusszapfen aus Kunstoff um die sogn. Blindrohre resp. Leerrohre zu verschliessen.
Trotzdem, ich habe auch Leerrohre im Haus und es zieht durch keine meiner Steckdosen aus dem unteren Stockwerk, meine Hütte ist eben vor 40 Jahren erstellt worden.