Mediterranes Flair auch im Winter
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Schon Johann Wolfgang von Goethe liess sich vom Land, in dem die Zitrusfrüchte blühen, zu einigen seiner Gedichte inspirieren, und auch heute noch wollen viele Gartenbesitzer in ihrem grünen Reich nicht auf mediterranes Flair verzichten. Um so besser, wenn man zur Blüte in einem Duftrausch versinken und gleichzeitig auch noch von den Früchten naschen kann, wie dies bei der Zitrone der Fall ist - und das mitten im Winter. Die Herkunft der zu den Rautengewächsen gehörenden kleinen, immergrünen Bäume ist bis heute geheimnisvoll. Noch immer nicht ist eindeutig geklärt, woher sie ursprünglich stammen, man weiss jedoch, dass sie zu den ältesten Kulturpflanzen gehören und schon 2200 v. Chr. in China kultiviert wurden. Von dort brachten portugiesische Kaufleute die ersten Pflanzen um 1500 nach Europa, die jedoch allesamt noch sauer und daher ungeniessbar waren. Jedoch stellte man schon damals fest, dass es sich dabei um ausgesprochen dekorative Zierpflanzen handelt. Da Sie bei uns nicht winterhart sind, liessen Könige und Fürsten der Barockzeit Orangerien für die frostempfindlichen Pflanzen bauen. Später, als sich auch wohlhabende Bürger Wintergärten leisten konnten, hielten auch dort die äusserst attraktiven Kübelpflanzen Einzug.[/COLOR]
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Auch wenn der Name Zitruspflanze zunächst an Zitrone denken lässt, bietet diese Pflanzenfamilie eine breite Palette an Arten und Sorten mit köstlichen Früchten, süss duftenden Blüten sowie zitronig duftenden Blättern.[/COLOR][COLOR= rgb(0, 0, 0)]Zwar können sie kurzzeitig leichte Fröste ertragen, wird es dann aber richtig kalt, muss man sie ins Haus nehmen. Übrigens: Die [/COLOR][COLOR= rgb(0, 0, 0)]Bitterorange ( Ponicius trifoliata)[/COLOR][COLOR= rgb(0, 0, 0)], die eng mit den Zitrusfrüchten verwandt ist und wegen ihrer Winterhärte zur Unterlage bei deren Veredlung dient, ist bei uns in milden Lagen winterhart. Da es Zitruspflanzen im Winter mehrheitlich kühl und sehr hell, jedoch nicht sonnig mögen, sind zur Überwinterung kühle Wintergärten oder helle Treppenhäuser ideal. Bei einer Temperatur zwischen 3 bis 12 Grad halten sie eine Winterruhe. Da kann es schon passieren, dass sie ihre Blätter abwerfen. Aber keine Sorge, bald wachsen wieder neue nach. Stehen Zitrusfrüchte etwas wärmer, wachsen sie einfach weiter. Hier sollte es jedoch trotzdem nicht zu warm werden, da trockene Heizungsluft den Befall von Schädlingen fördert. Daher sollten die Pflanzen regelmässig kontrolliert werden. Von Spinnmilben befallene Pflanzen, erkenntlich an den feinen Gespinsten die als erstes in den Blattachseln zu finden sind, werden mit kalkfreiem Wasser gut besprüht. Dies verhindert unschöne Flecken. Anschliessend einen grossen Plastiksack darüber stülpen und diesen festbinden. Da die Spinnmilben nur in trockener Luft überleben können, sterben sie bald ab. Nach zwei bis drei Wochen ist der Spuk vorbei und die Zitruspflanze darf wieder ins 'Freie'. Weitere Schädlinge, die Zitruspflanzen oft zu schaffen machen, sind Schild- und Wollläuse. Ist der Befall noch gering, entfernt man diese laufend von Hand, Schildläuse mit Hilfe eines Messers. Bei stärkerem Befall von Wollläusen schafft der 'Australische Marienkäfer' Abhilfe, der im Fachhandel erhältlich ist. Beim Giessen gilt: Weniger ist oft mehr. Von einer Trockenphase erholen sich die Pflanzen gut, zuviel Nässe vertragen sie überhaupt nicht, da ihre Wurzeln schnell faulen. Gegossen wird mit kalkfreiem Wasser. Naht der Frühling, ist bei zu gross gewordenen Pflanzen Umtopfen angesagt. Dazu wird ein Pflanzgefäss gewählt, dass nur wenig grösser als das momentane ist. Zitruspflanzen bevorzugen ein nahrhaftes, lehmiges und humoses Substrat, dass sehr gut durchlässig und zudem leicht sauer ist. Im Handel wird entsprechende Erde angeboten. Eine Drainage aus Blähton sorgt für einen guten Wasserabzug. Da Zitruspflanzen empfindliche Wurzeln haben, sollten diese beim Umtopfen keinesfalls verletzt werden.[/COLOR]
artikel vollständig sehen