Wenn du ein bisschen handwerkliches Geschick hast, kannst du das gut selber machen. Ist eigentlich nicht so schwer.
Wenn jemand keine Ahnung hatt so empfehle ich den Sanitär zu rufen.
-Boilersicherung unbedingt raus, Anschlüsse am Boiler nochmals messen ob spannungslos, Drähte anschreiben und abhängen.
-Wasserhahn für Boilerzuleitung zuschrauben damit kein Frischwasser mehr in den Boiler laufen kann.
-Heisswasserhahn an einem Brünneli öffnen damit Luft nachgezogen werden kann beim abpumpen.
-Gartenpumpe mit Schlauch an den Boilerablass anhängen. Der andere Schlauch in den Ablauf des Brünnelis
-Dann Boiler abpumpen. Kann bei einem 400-Literboiler schon mal 30 Min gehen je nachdem wieviel die Pumpe schöpft.
-Wenn Boiler leer, Pumpe abstellen und Flansch mit Heizstäben langsam lösen. Den Flansch mit der Heizung und Thermostat vom Boiler wegnehmen.
-Jetzt den Kalk im Boiler entfernen. Das können etliche Kilogramm sein. Ebenfalls den Boilersumpf mit der Pumpe absaugen. Dann die Heizstäbe von dem Kalk entfernen.
Opferanode kontrollieren. Wenn nur noch ein dünner Draht dann ersetzen. Anmerkung: Bei älteren Boilern (ab 20 Jahren) braucht es keine Opferanode mehr, da die Poren im Mantel bereits dicht sind und nicht mehr gross korrodieren. Eine neue Anode ist aber natürlich immer die bessere Wahl.
-Jetzt wieder alles retour zusammenbauen. Flanschdichtung kontrollieren und wenn nötig ersetzen.Flansch montieren
-Boiler füllen indem die Frischwasserzufuhr wieder aufgedreht wird. Der Boiler ist dann voll wenn am Brünneli wieder
Wasser aus dem Heiswasserauslauf kommt. Der Heiswasserhahn kann dann zugedreht werden. Eventuell muss an den anderen Wasserhahnen noch entlüftet werden.
-Dichtung des Flansches nochmals kontrollieren ob es nirgends tropft.
-Dann Drähte für Heizung wieder fachgerecht anschliessen.
Ich habe eine Bruderus Heizung incl. darunter liegender Boiler von 150Lt.Das Entkalken ist überhaupt kein Problem.Hinten eine Gartenpumpe anschliessen um das Wasser abzupumpen,vorne den Handlochdeckel öffnen und vorerst den losen Kalk mit der Hand rausnehmen.(Vorsicht vorerst abkühlen lassen) dann mit einem Hochdruckreiniger den Boiler incl.Heizregister rauswaschen und Event. mittels einem Kunstoffspachtel die hartnäckigen Kalkresten entfernen.Nachher Event. den Anodenstab wechseln incl. Dichtung am Handlochdeckel und wieder schliessen.Kosten für diese arbeit SFR 100.-
Macht es Sinn mit Säure zu entkalken oder reicht die mechanische Entkalkung ? Evtl. mit Hochdruckreiniger ausspritzen ?
Wie habt ihr das gemacht ?
Grüsse moudi
Wir haben einen Boiler-im-Boiler, oder besser ausgedrückt ist der Trinkwasser-Speicher innerhalb des Warmwasserspeichers der Wärmepumpe/Heizung. Ist energieeffizienter, kann aber offenbar nur chemisch entkalkt werden. Offerte bei satten 900.- beim lokalen Spezialisten. Eine "traditionelle" Entkalkung hätte nur 350.- gekostet, ist bei uns aber offenbar nicht möglich. Hat jemand Erfahrung mit solchen Kombi-Wärmespeichern und deren Entkalkung?
Gemäss dem Buch "Speicher in Theorie und Praxis" ergeben sich bei integrierten Boilern praktisch keine Kalkablagerungen. Nur 5 von 7000 hergestellten Boiler im Speicher von der Firma Jenni mussten je (chemisch) entkalkt werden.
Vielen Dank milhouse für den hilfreichen Hinweis. Ich werde mich da mal genauer informieren. Falls jemand hierzu noch weitere Informationen hat, wäre das sehr willkommen.
@lukas_ch: Danke, dass du mir vorgerechnet hast, wie lange du Warmwasser aufheizen kannst. Du verstehst sicherlich, dass dein Posting für mich leider nicht hilfreich ist. Es geht darum, ob eine Entkalkung notwendig ist (wir haben/hatten 38 fH Wasserhärte) und was ein angemessener Durchschnittspreis dafür wäre.
@Villa_Welchenrohr: Danke für deine Antwort. Beim Speicher handelt es sich um einen massiven 750l Wärmespeicher für die Heizung mit integriertem 220l Trinkwasserspeicher (ca. 2m hoch, 1m Durchmesser). Das Auswechseln dieses Speichers ist sehr aufwändig und kostspielig, da würde sich auch eine sehr teure Entkalkung locker lohnen, sofern sie denn wirklich notwendig ist (was dank milhouses Posting ja in Frage gestellt ist).
Nunja, Effizienz hat bei mir auch immer etwas mit den Gestehungs- und Wartungskosten (-Aufwand) zu tun. Es geht nicht bur um den verbrauchten Strom, da gehört alles dazu während der ganzen Lebenszeit. Ich wollte dir nur aufzeigen, dass diese Art Wasserspeicher vielleicht doch nicht ganz so effizient ist.
Nicht so effizient? Nur weil ich einmal während 15 Jahren evtl. eine Entkalkung machen muss, die möglicherweise 900.- statt 350.- kostet? Das sehe ich nicht wirklich so. Zudem vermischt du hier Energieeffizienz mit Kosteneffizienz. Vielen geht es leider immer nur darum, dass alles möglichst billig sein soll. Ich bezahle gerne auch ein paar Franken mehr, wenn ich dafür eine bessere Energieeffizienz erhalte. Aber da muss halt jeder selbst seine Prioritäten setzen.