Unser Haus hat jetzt, an der provisorischen Haustüre, einen Schliesszylinder erhalten. Wie mir der Bauleitet mitteilte handelt es sich um einen "normalen 5000er Schlüssel". Somit kann sich also jeder Handwerker selbst Zutritt verschaffen was natürlich äusserst praktisch ist. Nur: Es gibt ja neben "unseren" Handwerkern auch noch abertausende andere Handwerker die auch einen solchen Schlüssel besitzen.
Zudem könne sich eigentlich jeder einen passenden Schlüssel für wenige Franken im Eisenwarengeschäft kaufen.
Ist es nicht ein bisschen riskant in einem so leicht zugängliches Haus Bodenbeläge oder Elektrogeräte für mehrere tausend rein zu stellen bis sie verbaut werden?
Und auch wenn die Elektrogeräte eingebaut sind ist es ja eine Kleinigkeit diese wieder zu entfernen!
Wie habt ihr das Gemacht? Hat jemand negativer Erfahrungen gemacht?
Es ist leider so, dass heute viel ab der Baustelle gestohlen wird.../emoticons/default_mad.png
Nichtsdestotrotz: Die Verantwortung für geliefertes Baumaterial obliegt in der Regel dem GU/Bauführer und ist in dessen Versicherung abgedeckt. Erst bei Schlüsselübergabe und Übernahme des Hauses geht dieses Risiko an Euch über. Aber dies sollte im Werkvertrag nachzulesen sein - eine Abweichung dieser Handhabe, welche das Risiko während der Bauphase auf Euch umwälzt, halte ich für sehr unpraktikabel und würde nie darauf eingehen.../emoticons/default_wink.png
Somit muss es Euch nicht gross interessieren, wenn was weg kommt - die damit verbundenen Verzögerungen hingegen können dann schon nerven.
"normalen 5000er Schlüssel". Zudem könne sich eigentlich jeder einen passenden Schlüssel für wenige Franken im Eisenwarengeschäft kaufen.
Wusste gar nicht, dass man die einfach so kaufen kann ... aber die Verbreitung ist auch so schon enorm, denn Notdienste (Feuerwehr, Sanität, etc.) haben auch solche 5000er.
Das war bei uns genau gleich. Vor dem Unterlagsboden bekamen wir eine solche Eingangstür mit einem 5000er Zylinder. Primär ging es darum, dass keine neugirige Leute auf dem frischen Unterlagsboden oder später dann auf den neu verlegten Platten usw... herumlaufen und ihre Spuren hinterlassen.
Will jemand in einen Rohbau, so gelingt das ohne Probleme. Meistens sind die Liechtschächte noch nicht gesichert und irgendwelche Alarmanlagen oä. fehlen komplet.
Also wenn der GU dafür eine Versicherung hat ist das natürlich schon mal beruhigend. Da werde ich gleich mal nachfragen.
Da wäre aber noch dass bei uns nicht alles durch den GU besorgt wird. Vorallem Elektrogeräte werden grösstenteils von uns selbst gekauft und auf die Baustelle geliefert! Ob der GU da die Verantwortung tragen will...?
... Meistens sind die Liechtschächte noch nicht gesichert... QUOTE]
Mit der Waschamaschiene kommt da aber keiner so leicht weg /emoticons/default_biggrin.png
Nein, du hast natürlich recht! Zudem stehen auch oft die Fenster offen damit der Unterlagsboden trocknen kann, das Gerüst ist eine ideale Einstiegshilfe ect. Da würde auch ein besseres Schloss wenig Sicherheit bringen!
...Da wäre aber noch dass bei uns nicht alles durch den GU besorgt wird. Vorallem Elektrogeräte werden grösstenteils von uns selbst gekauft und auf die Baustelle geliefert! Ob der GU da die Verantwortung tragen will...?
SaSo
Das haben die GUs aber gar nicht gern!/emoticons/default_biggrin.png Meist bedingen Sie soche "Selbstlieferungen" aus Ihrer Haftung aus - irgendwie ja auch verständlich...
Bei den Elektrogeräten (WM/Tumbler, Backofen usw.) sehe ich nicht so ein grosses Problem. Diese werden ja erst gaaaanz am schluss montiert. Da ist i.d.R. dann auch schon die richtige Türe montiert. Es macht auch keinen Sinn selbst gekaufte Geräte in den Rohbau zu stellen.../emoticons/default_wink.png
Das haben die GUs aber gar nicht gern!/emoticons/default_biggrin.png Meist bedingen Sie soche "Selbstlieferungen" aus Ihrer Haftung aus - irgendwie ja auch verständlich...
Bei den Elektrogeräten (WM/Tumbler, Backofen usw.) sehe ich nicht so ein grosses Problem. Diese werden ja erst gaaaanz am schluss montiert. Da ist i.d.R. dann auch schon die richtige Türe montiert. Es macht auch keinen Sinn selbst gekaufte Geräte in den Rohbau zu stellen.../emoticons/default_wink.png
Grüssle
Arcuos
Aus Sicht GU natürlich verständlich wenn sie nicht auch noch für "meinen" Kram haften wollen.
Ich werde natürlich auch nicht einen Plasma-TV an die Wand hängen, aber wenn die Spedition z.B. den Waschturm liefert will ich diesen auch gleich am richtigen Ort haben und nicht zuerst in die Mietwohnung liefern lassen und dann zum Haus schleppen. Ich werde wohl einfach die Liefertermine so ausrichten dass die Geräte möglichst nahe dem Einzugstermin geliefert und eingebaut werden. Scheint mir die einzige sinnnvolle Variante zu sein, auf gut glück kommt selten gut!
Bauleitung: Die Verantwortung liegt in diesem Fall bei uns resp. unserer Bauwesenversicherung. Die Bauwesenversicherung wurde auch direkt über uns abgeschlossen.
Die Antwort vom Versicherungsvertreter der Bauwesenversicherung war folgende:
Die fest installierten Sachen wie Abwaschmaschine, Steamer etc. sind versichert. Auch wenn diese ohne Einbruch abmontiert und geklaut werden. Die nicht fest Installierten Sachen müssen über die Hausratversicherung gedeckt sein, einfach aufgepasst auf den Einschluss "einfacher Diebstahl auswärts", das ist in der Regel limitiert versichert.
Somit weis ich nun welche Versicherung zahlen würde wenn etwas weg kommt.
...Die Antwort vom Versicherungsvertreter der Bauwesenversicherung war folgende:
Die fest installierten Sachen wie Abwaschmaschine, Steamer etc. sind versichert. Auch wenn diese ohne Einbruch abmontiert und geklaut werden. Die nicht fest Installierten Sachen müssen über die Hausratversicherung gedeckt sein, einfach aufgepasst auf den Einschluss "einfacher Diebstahl auswärts", das ist in der Regel limitiert versichert.
Somit weis ich nun welche Versicherung zahlen würde wenn etwas weg kommt. Das Motto muss auf alle Fälle lauten: Möglichst schnell einbauen und nicht nur als Lager verwenden!
grüsse
SaSo
Hallo SaSo,
aufgepasst: Wenn noch keine ordentliche Türe montiert ist und "nur" ein 5000er-Schloss mit einer behelfsmässigen Türe dran ist, dann greift vermutlich auch die Hausratsversicherung nicht! Ich kenne Fälle, da war die Türe aufgebrochen und trotz des Schnappschlosses (sie war also zu aber nicht mit dem Schlüssel verriegelt!) zahlte die Hausrat nicht - mit der Begründung von fahrlässig.../emoticons/default_eek.png
Ich würde Deinem Versicherungsmenschen die Situation genau schildern, auch die Sache mit der profisorischen Bautüre und dem 5000er.../emoticons/default_wink.png Wenn er Dir die Deckung dann doch schriftlich bestätigt, dann ists o.k....
An die Bedingungen der Hausratversicherung habe ich gar nicht mehr gedacht! Klar, die geben sich wohl nicht so kulant wie die Bauwesenversicherung. Bau ist eben Bau, mit naturgemäss ganz anderen Risiken. Darum ist die ja so teuer. Und der Hausrat gehört ordentlich eingeschlossen, da rechnet die Versicherung mit einem kleineren Risiko.
Ich werde da auch mal nachfragen, aber wenn ich es selbst schon als riskant erachte wird das die Versicherung nicht viel anders sehen.
Das Beste ist alleweil das Material so spät bzw. so nahe am Montagetermin wie möglich zu bestellen oder sonst in einem sicheren Lagerraum unter zu bringen. Auch wenn die Versicherung den Schaden noch übernehmen würde, der Ärger bleibt und unschön ist es auch noch wenn man im neuen Heim schon beraubt würde.
Nur kein Stress, verhindern kann man einen Diebstahl sowieso nicht /emoticons/default_wink.png
Ich wage auch zu bezweifeln, dass ein Handwerker sich die Mühe macht, den Schlüssel nachmachen zu lassen. Wenn er in euer Haus will, baut er einfach die Bautür aus, will er wirklich einbrechen, schlägt er einfach ein bodentiefes Fenster ein und klaut eure Sachen /emoticons/default_additional/161.gif
Bei uns war es ähnlich:
erst die Bautür und noch "nichts" im Haus - da wurde der Schlüssel in einem Fensterleib "hinterlegt" und jeder Handwerker hatte freien Zugriff zum Schlüssel/Haus
Installation/Elektrik/Fliesen etc. im Haus - wir haben das Haus morgens aufgeschlossen, bevor wir zur Arbeit gefahren sind, der Schlüssel wurde im Haus hinterlegt und der letzte Handwerker hat das Haus abgeschlossen und den Schlüssel bei uns zu Hause in den Briefkasten geworfen. Anmerkung: Wir wohnen nur eine Parallelstraße vom Neubau entfernt
Jetzt ist die richtige Haustür drin und nur noch der Fliesenleger muss rein, also morgens aufschließen und wenn er ab 16 Uhr Feierabend macht, fahren mein Mann und/oder ich hin und schließen ab. Fettich /emoticons/default_biggrin.png
Da hast du bestimmt recht. Hier wurden nun schon einige Wege genannt wie man ohne Aufwand und Mühe in den Rohbau rein kommt /emoticons/default_additional/157.gif.
Ich wollte mit der Frage eigentlich herausfinden wie viel man aus Sicht GU/Bauleitung/Versicherung tun muss damit ein eventueller Diebstahl ersetzt wird.
Wegen den Handwerkern mache ich mir eigentlich am wenigsten Sorgen. Wenn etwas weg kommt würde der Verdacht ja am ehesten auf sie fallen. Leider ist es so dass Gelegenheit Diebe macht und wenn das Haus schon offen steht und ein Hauffen wertvoller sachen drin... Es soll leute geben die da nur drauf warten. Und in dieser Situation bemängelt die Versicherung, wahrscheinlich zurecht, dass man zu wenig zum Schutz seines Eigentums getan hat.